Hannah Arendts Rundfunkvortrag „Wahrheit und Politik“ von 1963: „Vom Standpunkt des Philosophen manifestiert sich die Ohnmacht der Wahrheit, die Macht und Geltung nur gewinnen kann, wenn sich viele auf sie einigen soll­ten, wobei dann aber die Geltung dieser Art Wahrheit, beziehungs­weise ihr Machtgewinn, nicht der Wahrheit und ihrer Überzeu­gungskraft geschuldet wäre, sondern lediglich der Tatsache, daß Menschen sich auf sie geeinigt haben, die morgen ihren Sinn ändern und sich auf eine Unwahrheit oder eine beliebige Meinung einigen können.“

Wahrheit und Politik Von Hannah Arendt Daß es um die Wahrheit in der Politik schlecht bestellt ist, daß Lü­ge zu … Mehr

Hannah Arendt, Die Unwiderruflichkeit des Getanen und die Macht zu verzeihen (Vita activa oder vom tätigen Leben): „Weil das Verzeihen ein Handeln eigener und eigenständiger Art ist, das zwar von einem Vergangenen provoziert, aber von ihm nicht bedingt ist, kann es von den Folgen dieser Vergangenheit sowohl denjenigen befreien, der verzeiht, wie den, dem verziehen wird. Die Freiheit, welche die Lehre Jesu in dem Vergebet-einander ausspricht, ist negativ die Befreiung von Rache.“

Die Unwiderruflichkeit des Getanen und die Macht zu verzeihen Von Hannah Arendt Wir sahen, wie der Mensch qua Animal laborans … Mehr

Hannah Arendt über Lügen und Fiktion totalitärer Propaganda: „Die Kunst des totalitären Führers besteht darin, in der erfahrbaren Realität geeignete Elemente für seine Fiktion herauszufinden und sie so zu verwenden, daß sie fortan von aller überprüfbaren Erfahrung getrennt bleiben.“ (Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft)

Über Lügen und Fiktion totalitärer Propaganda Von Hannah Arendt Bevor die totalitären Bewegungen die Macht haben, die Welt wirklich auf … Mehr