Hans Ehrenberg, Die Paradoxien des Evangeliums (1957): „Die Kinder haben ein fast unbelastetes Verhältnis zum Bösen, auch wenn sie in Einzelheiten nicht wissen, was böse, was gut ist, und das guteste Ver­hältnis zum Guten. Weil die Kinder immer schon in den Abgrund geschaut haben, brauchen sie ihn nicht erst wieder zu entdecken; nicht die Kinder jammern, sondern der Abgrund in ihnen schreit. Aber deshalb kennt auch das Kind das Tor, das neben dem Abgrund in das Reich der Himmel führt.“

Die Paradoxien des Evangeliums Von Hans Ehrenberg Vorwort Als Martin Niemöller bei seinem ersten Englandbesuch ein Jahr nach Kriegsende in … Mehr

Hermann Diem über Søren Kierkegaard (1937): „Kierkegaards erste Einsicht war, dass man in Christi Nachfolge ein Einzel­ner werden muss, der sich um gar nichts im Him­mel und auf der Erde so sehr bekümmern darf wie darum, dass er sein eigenes Leben in der Wahrheit lebt; ein Leben in der Wahrheit aber ist nur jenes, das die eigene und die vererbte Schuld trägt im Glauben an die Vergebung Gottes in Christo Jesu.“

Kierkegaard, Sören, 1813-1855, dänischer Theo­loge Von Hermann Diem 1. Der Weg Kierkegaards Der Vater K.s hatte als armer Hütejunge in … Mehr

Martin Luther, Sermon von dreierlei gutem Leben, das Gewissen zu unterrichten (1521): „Dadurch hat der Heilige Geist angezeigt dreierlei Predigt oder Lehre, welche da machen dreierlei Gewissen und Sünde und dreierlei Weise eines guten Lebens oder dreierlei gute Werke. Welcher aller Unterschied nützlich und not ist einem Christenmenschen, dass er nicht eines ins andere menge und keines recht ordentlich treibe, auf dass er nicht das für den Chor halte, das der Hof ist, noch für den Hof, das die Kirche ist.“

Sermon von dreierlei gutem Leben, das Gewissen zu unterrichten (1521) Von Martin Luther Zum ersten ist zu merken, wie durch … Mehr

Karl Barth, How my mind has changed, 1928-1958 (Wie sich meine Ansichten zwischen 1928 und 1958 geändert haben): „Eine schmerzliche Veränderung, die in die vergangenen zehn Jahre fällt, besteht darin, daß ich eine ganze Anzahl von Nebenmännern, Mitarbeitern und Freunden, die ich 1928 noch hatte, seither verloren habe: nicht durch den Tod, aber dadurch, daß sie und ich allmählich oder plötzlich nicht mehr aus einem Geist und in einem Sinn miteinander arbeiten konnten, daß wir sehr bestimmt auf verschiedene Wege gerieten, auf denen gehend wir uns heute im besten Falle nur noch von ferne grüßen können.“

How my mind has changed, 1928-1958[1] Von Karl Barth „The Cristian Century” hat mit größtem Nachdruck den Wunsch ausgesprochen, daß … Mehr

Jochen Kleppers ‚fragwürdiger‘ Tagebucheintrag von 1942 (Unter dem Schatten deiner Flügel): „Dies ist nicht Gottes Weg, uns zu Bekennern und Märtyrern zu machen. Wir müssen lernen, daß Gott auch ohne uns wirken kann. Wissen wir, was Gott in uns wirkt, indem er uns zu dieser Zeit Schweigen auferlegt?“

„Dies ist nicht Gottes Weg, uns zu Bekennern und Märtyrern zu machen.“ Tagebucheintrag Von Jochen Klepper Obwohl Jochen Klepper als … Mehr

Wie eine schiffbrüchige Weihnachtskrippe uns den Gottessohn vorstellt. Eine Krippenpredigt: „Wir blicken in die Weihnachtskrippe, die mehr als nur eine beschauliche Geburtsidylle sein will. Kein Hirtengedicht, sondern die Gottesgeschichte von Alpha und Omega zeigt sich uns. Im Neugeborenen sucht Gott uns Menschen auf und spricht sich zu uns zu: „Hier bin ich! Wo bist Du, Mensch?“ Jede Weihnachtskrippe lässt Gott mit seinem Anruf zu Wort kommen. Beim Gottessohn in der Krippe sollen wir uns wiederfinden, damit auch wir unser Hineni sprechen: „Hier bin ich!“

Wie eine schiffbrüchige Weihnachtskrippe uns den Gottessohn vorstellt. Eine Krippenpredigt Die Flying Enterprise, ein amerikanischer Stückgutfrachter, befand sich auf der … Mehr

Berndt Hamm, Ein Plädoyer für die Duldung unterschiedlicher Glaubensrichtungen des Nürnberger Kanzleischreibers Georg Frölich (März 1530): „Obrigkeitliche Gewalt hat in Fragen des Glaubens und der öffentli­chen Religionsausübung, der Predigt und des Gottesdienstes, prinzipiell nichts zu suchen. Wer meint, mit weltlichen Gewaltmitteln den rechten Glauben verteidi­gen und dem falschen Glauben wehren zu können, vergreift sich am Reich Chri­sti.“

Ein Plädoyer für die Duldung unterschiedlicher Glaubensrichtungen des Nürnberger Kanzleischreibers Georg Frölich (März 1530) Von Berndt Hamm Eine allgemeine religiöse … Mehr

Frederik Jacobus Johannes Buytendijk, Das menschliche Spielen. Orientierende Vorbemerkungen (1973): „Wir spielen tatsächlich immer mit Bildern, die mit uns spielen. Was wir hier „Bild“ nennen, ist die Erscheinungsweise der Dinge und Geschehnisse in ihrem pathischen Charakter. Ein Gegenstand ist nur insofern Spielobjekt, als er Bildhaftigkeit besitzt. Die Sphäre des Spiels ist die Sphäre der Bilder und damit die Sphäre der Möglichkeiten und der Phantasie.“

Das menschliche Spielen. Orientierende Vorbemerkungen Von F. J. J. Buytendijk Spielen erscheint immer als eine Weise des sich Verhaltens. Bei­de … Mehr