Der Lemppsche Kreis Von Walter Höchstädter Wenn sich im November die makabren Ereignisse des deutschen „Reichspogroms“[1] zum 50. Mal jähren, … Mehr
Schlagwort: Hermann Diem
Hermann Diem, Die Geburt der Gemeinde in der Predigt (1948): „Meine Gemeinde verlässt sich also in ihrem Dasein auch lieber auf den volkskirchlichen Rahmen, als darauf, dass sich in der Predigt die großen Taten Gottes ereignen. Über den Heiligen Geist kann man nicht verfügen und seine voraussichtlichen Wirkungen kann man nicht in den Etat einsetzen. Darum erhebt man lieber die Besteuerungsgrundlagen beim Finanzamt und garantiert den äußeren Bestand der Gemeinde durch die Einrichtung der Kirchensteuer.“
Die Geburt der Gemeinde in der Predigt Von Hermann Diem 1. Die Gemeinde von gestern Wenn ich am nächsten Sonntag … Mehr
Hermann Diems Predigt über Matthäus 5,33-37 wider den Führereid für Pfarrer (1937): „Wir würden unsere christliche Zeugenpflicht versäumen, wenn wir der Obrigkeit das Zeugnis schuldig bleiben würden, dass auch ihre Macht von dem Willen unseres Gottes lebt und an ihm ihr Ende findet. Wenn die Obrigkeit uns so nicht schwören lässt, wie es für uns als Christen allein möglich und selbstverständlich ist, dann, liebe Freunde, können wir eben in Gottes Namen nicht schwören.“
Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein! Predigt über Matthäus 5,33-37[1] Liebe Gemeinde! Ihr wißt, warum ich heute diesen Text … Mehr
Hermann Diem, Predigt zu Johannes 14,23-31 (Pfingstsonntag 1939): „Wo Jesus mit seinem Wort vergeblich angeklopft hat, wo man ihn und seine Botschaft von der barmherzigen Liebe des Vaters nicht haben will, da kann der Heilige Geist nicht einkehren und an nichts erinnern. Ein Pfingstfest kann die Welt, die Christus nicht aufnahm, als er in sein Eigentum kam, nicht feiern. Sie ist aber darum von Christus nicht aufgegeben, sondern er hört nicht auf, sie mit seiner Liebe zu suchen.“
Predigt zu Johannes 14,23-31 (Pfingstsonntag) Von Hermann Diem „Jesus antwortete und sprach zu ihm: wer mich liebet, der wird mein … Mehr
Hermann Diems offener Brief an Helmut Thielicke zur Frage der deutschen Schuld vom Januar 1946: „Es gibt auf diesem Wege keine Entschuldigung oder Rechtfertigung, sondern nur das Eingeständnis, dass wir faktisch für das Unrecht kämpften und damit an diesem mitschuldig geworden sind, nicht nur wir Soldaten an der Front, sondern genauso jeder Deutsche in der Heimat. Wir können dann aber jedermann nur auffordern, das endlich einzusehen und haben keine Möglichkeiten mehr, seine »Hemmungen« in dieser Weise zu diskutieren und ernst zu nehmen, wie Sie das tun.“
Offener Brief an Helmut Thielicke zur Frage der deutschen Schuld Von Hermann Diem Nachdem Karl Barth am 2. 11. 1945 … Mehr
Hermann Diems Vortrag „Das Problem des ‚lebensunwerten Lebens‘ in der katholischen und evangelischen Ethik“ (1940) wider das nationalsozialistische „Euthanasieprogramm“: „Tritt dieser Fall ein, so hat die Kirche, welche das Gebot Gottes zu bezeugen hat, allen Beteiligten gegenüber die Pflicht zu solchem Zeugnis. Beteiligt sind hier alle für die betreffenden Kranken unmittelbar Verantwortlichen, also Angehörige, Anstaltsleiter, Vormünder, Ärzte und Pflegepersonal, denen die verbindliche Weisung zu geben ist, dass sie an der Beseitigung der Kranken in keiner Weise mitwirken dürfen, auch nicht passiv durch deren Auslieferung.“
Das Problem des ‚lebensunwerten Lebens‘ in der katholischen und evangelischen Ethik (1940) Von Hermann Diem Zu diesem Text schreibt Hermann … Mehr
Hermann Diems Predigt zu 2. Korinther 1,3-11 (1948): „Es könnte dann nicht mehr sein, dass man mit Christen über die politische Lage redet, über die Besatzungsmächte und die Regierung, über die Ernährungslage und die wirtschaftlichen Aussichten, und es erscheint alles grau in grau und hinterher fragt man sich, wozu man denn überhaupt miteinander geredet hat, wenn doch nur jeder dem andern seine Trostlosigkeit klagen konnte. Man hat genau so geredet wie jedermann, der kein Christ ist.“
Predigt zu 2. Korinther 1,3-11 Von Hermann Diem Liebe Gemeinde! Wir könnten unsere Briefe und unsere Gespräche eigentlich auch einmal … Mehr
Kirchlich-theologische Sozietät, Ein Wort an die Gemeinden zur Entnazifizierung (1946): „Darf ich denn als Christ andere anklagen und belastende Tatsachen gegen sie vorbringen? Die Antwort muss heißen: Wenn du ohne den Drang nach persönlicher Vergeltung nicht reden kannst, dann schweig! Wenn du aber im Namen unschuldiger Opfer, um der Sühne böser Taten willen, um der Sicherung des Volkes und vor allem der Jugend vor neuem Nationalsozialismus und Militarismus willen Tatsachen vorbringen kannst, dann rede und steh zu deiner Rede!“
Ein Wort der Kirchlich-theologischen Sozietät an die Gemeinden zur Entnazifizierung Liebe Mitchristen! Nationalsozialismus und Militarismus sind nach Wurzel, Geist und … Mehr
Hermann Diem, Amt ohne Weihe (1969): „Die Ordination fällt nach dieser Ordnung zusammen mit der Investitur und wird deshalb sinngemäß bei jedem Stellenwechsel wiederholt. Das ist insofern nach allem bisher Gesagten die theologisch einwandfreiste Lösung, als sie am wenigsten Raum lässt für das Mißverständnis der Ordination als der einmaligen und bleibenden Verleihung eines besonderen ‚geistlichen Standes‘, der unabhängig von der praktischen Ausübung des Pfarramtes und der Bindung an eine bestimmte Gemeinde gültig ist und bleibt.“
Amt ohne Weihe. Zur Diskussion über die Ordination und den Dienst des Pfarrers Von Hermann Diem Der Landesbischof der Evangelischen … Mehr