Hans-Georg Gadamer über den Tod als menschliche Frage: „Während eine ruhig herabbrennende Kerze, von dem Wind der Zeit hin- und herbewegt, zwischen Verdunkelung und neu ansteigender Helligkeit hin- und herschwankt, scheint das Flackern der verlöschenden Kerze zuweilen noch ein klein wenig mehr Helligkeit zu verbreiten als das der ruhig abbrennenden: Die Unbegreiflichkeit des Todes ist der höchste Triumph des Lebens.“

Über den Tod als menschliche Frage Von Hans-Georg Gadamer Anschaulich und hintergründig hatte sich Hans-Georg Gadamer 1975 in seinem Aufsatz … Mehr

Martin Luthers Auslegung zu Psalm 90: „Gegen den Tod zu Gott beten, das heißt schon auf das Leben hoffen. Dies aber ist unmöglich ohne Glauben und Hoffen. Denn wer am Leben verzweifelt, der betet nicht. Wo also von der Anwendung des ersten Gebots gehandelt wird, da ist Glaube und Hoffnung auf Auferstehung der Toten mit eingeschlossen.“

Der Psalm 90 stellt sich in besonderer Weise der Vergänglichkeit menschlichen Lebens. In seiner Auslegung findet Martin Luther starke Worte … Mehr

Martin Luther, Predigt über Lukas 7,11-17 (Der Jüngling zu Nain, 1533): „›Mein Herr Christus sieht dem Tode zu, wie er mich tötet, und wenn der mich erwürgt hat, so schlafe ich so leise, dass er mich mit einem Wort erwecken kann.‹ Und der Herr sagt: ›Der Mensch, der da tot ist, der sieht und hört für mich noch gut, obwohl die ganze Welt meint, er sehe und höre nichts.‹ Daraus sollen wir lernen, dass ein Christ sich nicht fürchten soll; denn Christus kommt nicht, um zu richten, sondern er kommt, wie er zum Sohn der Witwe (und zu den andern Glaubenden) kommt: er errettet ihn vom Tode und bewirkt, dass er sich aufrichtet, sieht, hört, spricht, obwohl er doch nicht sah, hörte und sprach. So wird er auch zu uns kommen, die wir glauben.“

Fast spielerisch nimmt Martin Luther in seiner Predigt über Lk 7,11-17 (Der Jüngling von Nain) sich den Tod zur Brust.  … Mehr

Hans Joachim Iwand, Tod und Auferstehung: „Es geht um die Kopula, die zwischen jenem Besonderen, der Auferstehung Jesu, und der Totenauferstehung schlechthin geschlun­gen ist. Wenn es die letztere nicht gibt, wenn die Kette, die uns bindet, nicht zugleich gerissen ist, dann ist sie überhaupt noch nicht gerissen, dann sind wir noch in unseren Sün­den.“

Tod und Auferstehung (1959) Von Hans Joachim Iwand Wir haben bisher unser theologisches Interesse auf die Frage des Da­seins Jesu … Mehr