Als Dietrich Bonhoeffer 1936 in der Juni-Ausgabe der Evangelischen Theologie seinen Vortrag „Zur Frage der Kirchengemeinschaft“ veröffentlichte, stieß er auf … Mehr
Schlagwort: Bekennende Kirche
„In der Kirche der Reformation sind Einheit ohne Wahrheit und Führung ohne eigenen Gehorsam Sünde“ – Die Erklärung „Bekenntnis und Verfassung in den evangelischen Kirchen“ vom Mai 1934
Gegen die Einführung eines diktatorischen Führerprinzips bzw. die ideologische Gleichschaltung der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) haben sich kurz vor der … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Predigt zu Matthäus 16,13-18 im Juli 1933: „Hart am Abgrund des Todestales ist die Kirche gegründet, die Kirche, die sich zu Christus als ihrem Leben bekennt.“
Am 23. Juli 1933, dem Wahltag der vom NS-Staat überraschend ausgeschriebenen Kirchenwahlen, predigte der 27jährige Dietrich Bonhoeffer in Berlin über … Mehr
Elisabeth Schmitz, Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/36 (vollständiger Text): „Einer Judenverfolgung im Namen von Blut und Rasse muss eine Christenverfolgung notwendigerweise folgen. Einen Anfang davon hat die Bekennende Kirche, haben vor allem ihre Pfarrhäuser zu spüren bekommen. Aber trotz alles Leides wird es niemand einfallen, es in einen Vergleich setzen zu wollen zu dem Leid der deutschen Juden und Nichtarier. Und ganz abgesehen von der Größe des Leides bleibt der große Unterschied: Der Christ leidet persönlich, der Jude und Nichtarier mit Kindern und Enkeln. Und selbst wenn die Glieder der Bekennenden Kirche unter die Ariergesetzgebung gestellt würden, wären noch immer die Verwandten, die weitere Familie nicht mitbetroffen. Und die Hauptsache: Die Bekennende Kirche leidet – und darf das wissen – um ihres Glaubens willen, der Nichtarier wird verfolgt, weil Gott ihn in eine bestimmte Familie hat hineingeboren werden lassen.“
Im Sommer 1935 wurde der Bekennende Kirche sowohl vom Völkischen Beobachter wie auch vom Stürmer vorgeworfen, dass sie die nationalsozialistische … Mehr
Diether Koch über Gustav W. Heinemann: „Heinemanns Tätigkeit in der Bekennenden Kirche wuchs Mitte der 30er Jahre an Umfang. Als Mitglied des Bruderrats der Bekennenden Kirche der Rheinprovinz beriet er die Bekennende Kirche und einzelne Mitglieder in Rechtsfragen. 1937 übernahm er die Leitung des Christlichen Vereins Junger Männer in Essen und bewahrte den Verein vor drohender Auflösung. Ein geheimer kirchlicher Nachrichtendienst wurde im Keller des Hauses Heinemann vervielfältigt. Vom geheimen Prozess gegen Martin Niemöller übermittelte Heinemann heimlich Nachrichten durch seinen Studienfreund Ernst Lemmer in die ausländische Presse und half damit der Weltöffentlichkeit zur Wachsamkeit. Seiner kirchlichen Tätigkeit räumte er neben seiner beruflichen gleichen Rang ein. Als ihm 1936 angeboten wurde, Vorstandsmitglied im Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat zu werden, machte er zur Bedingung, seine kirchliche Tätigkeit weiterführen zu dürfen; daraufhin zog der Aufsichtsrat sein Angebot zurück.“
Gustav W. Heinemann Von Diether Koch I. Von vielen anderen Gestalten der deutschen Kirchengeschichte unterscheidet sich Gustav Heinemann in zweierlei … Mehr
Gustav Heinemanns Rede auf dem Essener Kirchentag 1950: „Unsere Freiheit wurde durch den Tod des Sohnes Gottes teuer erkauft. Niemand kann uns in neue Fesseln schlagen, denn Gottes Sohn ist auferstanden. Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr aber kommt!“
Der Satz ist bekannt: „Lasst uns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure Herren gehen, unser Herr … Mehr
Hans Joachim Iwand, Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung (DIE ZEIT, 1946): „Die Osterfeier müsste die Siegesfeier der Christen sein, die sie erinnert an jenen Tag, da Gott Christus zum Herrn der Welt setzte und alle Mächte und Gewalten, alle Throne und Herrschaften, wie es in der Bibel heißt, ihm unterordnete. Wir müssen hier jene Freiheit des Christenmenschen geschenkt bekommen, die sich nicht beugt und fürchtet, die immun ist gegen die Waffe der Angst, mit der der Fürst dieser Welt, für den und dessen Geistesverwandte mit guten Gründen die Auferstehung eine schlechthin widervernünftige Angelegenheit ist, seine Opfer blendet, gängelt und schließlich in den Abgrund stürzt.“
In den mir bekannten Iwand-Bibliographien ist Iwands Artikel „Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung“ aus der ZEIT, Nr. 9 vom 18. April … Mehr
Hermann Diem, Wider das Schweigen der Kirche zur Judenverfolgung. Offener Brief an Landesbischof D. Meiser (Osterbotschaft 1943): „Was uns treibt, ist zunächst das einfache Gebot der Nächstenliebe, wie es Jesus im Gleichnis vom barmherzigen Samariter ausgelegt und dabei ausdrücklich jede Einschränkung auf den Glaubens-, Rassen- oder Volksgenossen abgewehrt hat. Jeder „Nichtarier“, ob Jude oder Christ, ist heute in Deutschland der „unter die Mörder Gefallene“, und wir sind gefragt, ob wir ihm wie der Priester und Levit, oder wie der Samariter begegnen.“
Hermann Diem hatte für den Münchener Lemppschen Kreis um Ostern 1943 eine Denkschrift (Osterbotschaft Münchner Laien) entworfen, die als Grundlage … Mehr
Mit Bonhoeffer kann es nur heißen: Abschaffung der Kirchensteuer
Dietrich Bonhoeffers Worte aus dem Tegeler Gefängnis vor mehr als 70 Jahren haben nichts an ihrer Provokation für die evangelischen … Mehr