„Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt“ – Was die Skulptur ‚Obdachloser Jesus‘ Christen zu zeigen weiß: „Das ist die Herausforderung an uns Christen: Um Christi willen anderen Menschen in deren Notlage nach eigenem Vermögen zu helfen. Man macht es sich zu einfach, wenn angesichts der Hilfsbedürftigkeit fremder Menschen nach staatlicher Hilfe oder Abhilfe gerufen wird. Nächstenliebe lässt sich nicht wegdelegieren.“

Was die Skulptur „Obdachloser Jesus“ Christen zu zeigen weiß Genau hinschauen heißt es bei dieser Bronzeskulptur des kanadischen Bildhauers Timothy…

Jürgen Moltmann, Die Grube – Wo war Gott? Jüdische und christliche Theologie nach Auschwitz: „Wenn wir an Stelle der Allmacht Gottes in der Weltgeschichte Gottes Leiden in den Opfern menschlicher Gewalttat wahrnehmen, heißt dies zugleich, auf das Kommen Gottes in seiner Allmacht zum Gericht und zu seinem Reich zu hoffen. Gott ist noch nicht so gegenwärtig, dass er »alles in allem«, bewirkt, wie Paulus es für das kommende Reich Gottes erwartet. Gott ist aber schon so gegenwärtig, dass er bei den Opfern und den Leidtragen­den wohnt und sie durch seine ewige Gemeinschaft tröstet. In der Geschichte dieser Welt ist die Herrschaft Gottes noch umstritten und wird durch die Opfer und die Märtyrer bezeugt, wie die Offenbarung des Johannes schildert. Wenn aber die Herrlichkeit Gottes selbst in die Schöp­fung einzieht und seine Schekina alles erfüllt und ewig lebendig macht, wird sie all­mächtig und allgegenwärtig sein. Die Anfech­tungen des Glaubens und die theologischen Schwierig­keiten entstehen dadurch, dass man das allmächtige und allgegenwärtige Reich, in dem Gott »alles so herrlich regiert …«, als jetzt schon gegenwärtig glaubt. Das ist ein Irr­glaube, der an der Kreuzesgestalt der geschichtlichen Gegenwart Gottes vorbeigeht.“

Die Grube – Wo war Gott? Jüdische und christliche Theologie nach Auschwitz Von Jürgen Moltmann „Wo war der Gott, »Der…