Metropolit Ioannis Zizioulas (1931-2023), Gemeinschaft und Anderssein (Community and Otherness): „Die Person ist das Anderssein in der Gemeinschaft und die Gemeinschaft im Anderssein. Die Person ist eine Identität, die durch Beziehung entsteht; sie ist ein „Ich“, das nur existieren kann, solange es in Beziehung zu einem „Du“ steht, das seine Existenz und sein Anderssein bejaht. Wenn wir das „Ich“ vom „Du“ trennen, verlieren wir nicht nur sein Anderssein, sondern auch sein Wesen; es kann einfach nicht ohne das andere sein. Das ist es, was die Person vom Individuum unterscheidet.“

Gemeinschaft und Anderssein (Community and Otherness) Von Metropolit Ioannis Zizioulas I. Einführung Die Präsenz der orthodoxen Kirche in Westeuropa ist … Mehr

Friedrich Mildenberger, Dem Wort vertrauen. Gedenkrede auf Hermann Diem: „Nur weil ich selbst erkannt bin, erkenne ich – das ist unumkehrbar der »biblische Erkenntnisweg«, auf den Hermann Diem immer wieder hingewiesen hat. Hier aber hat die dogmatische Aussage ihre notwendige Funktion. Das nicht als eine Wahrheit, die eben zu glauben wäre, und so den Glauben zu einem Werk mach­te, das der Mensch um seines Heiles willen aufzubringen hat.“

Karl Eberlein hat mit seinem Buch Zeitgemäß und schriftgemäß: Friedrich MildenbergerAuf den Spuren eines sperrigen Theologen (Lit Verlag, 2022) den … Mehr

Johann Baptist Metz, Im Angesichte der Juden. Christliche Theologie nach Auschwitz: „Dass wir in der Gottesfrage selbst vom Zeugnis der jüdischen Leidensgeschichte abhängen soll­ten: das scheint vielen Christen viel zu weit gegriffen. Für mich jedoch ist die Anerkennung dieser quasi heilsgeschichtlichen Abhängigkeit der Prüfstein dafür, ob wir Christen bereit sind, diese Katastrophe von Auschwitz wirklich als solche zu erfassen und sie als die Herausforde­rung, als die wir sie häufig moralisch Beschwö­ren, theologisch auch wirklich ernst zu nehmen.“

Im Angesichte der Juden. Christliche Theologie nach Auschwitz Von Johann Baptist Metz Ich habe mich schon früher zum Verhältnis von … Mehr

Karl Barth, How my mind has changed, 1928-1958 (Wie sich meine Ansichten zwischen 1928 und 1958 geändert haben): „Eine schmerzliche Veränderung, die in die vergangenen zehn Jahre fällt, besteht darin, daß ich eine ganze Anzahl von Nebenmännern, Mitarbeitern und Freunden, die ich 1928 noch hatte, seither verloren habe: nicht durch den Tod, aber dadurch, daß sie und ich allmählich oder plötzlich nicht mehr aus einem Geist und in einem Sinn miteinander arbeiten konnten, daß wir sehr bestimmt auf verschiedene Wege gerieten, auf denen gehend wir uns heute im besten Falle nur noch von ferne grüßen können.“

How my mind has changed, 1928-1958[1] Von Karl Barth „The Cristian Century” hat mit größtem Nachdruck den Wunsch ausgesprochen, daß … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Protestantismus ohne Reformation. Aufsatz über den Protestantismus in den Vereinigten Staat von Amerika (August 1939): „Die gottesdienstliche, amtliche und gemeindliche Ordnung und Tradition hat hier ein solches Schwergewicht, dass auch eine schlechte Theologie nicht allzu viel Schaden tun kann. Es ist aber nicht nur der – geistesgeschichtlich gesehen – konservative Hintergrund, der diesen eigentümlichen Sachverhalt erklärt, sondern es offenbart sich an dieser Stelle ein fast unabsehbar tiefer Gegensatz zwischen den Kirchen der Reformation und dem „Protestantismus“ ohne Reformation.“

Protestantismus ohne Reformation. Aufsatz über den Protestantismus in den Vereinigten Staat von Amerika (August 1939) Von Dietrich Bonhoeffer Zwei Hindernisse … Mehr

Joachim Tracks Nachruf auf Wilfried Joest (1996) – Zeuge der Menschenfreundlichkeit Gottes: „Über 13 Jahre hat er in der Telefonseelsorge mitgearbeitet. Bei und in all seiner wissenschaftlichen Arbeit bestimmte ihn die Freude am Leben, an seiner großen Familie, am Zusammensein mit Freunden, und der Einsatz für den Nächsten.“

Zeuge der Menschenfreundlichkeit Gottes: Zum Tode des Theologen Wilfried Joest Von Professor Joachim Track Professor Wilfried Joest war einer der … Mehr

Dieter Henrich, Die Trinität Gottes und der Begriff der Person (1979): „Jede christliche Verständigung über die Einigkeit der Trinität wird daher nicht primär dem Bestand einer Identität von zu Unterscheidendem gelten können. Ihre erste Aufgabe ist es zu denken, was es heißt, dass aus dem einigen göttlichen Wesen jener Prozess der Schöpfung, Sendung und Erlösung anhebt, der mit der Vereinigung im Geiste in sein Ende kommt.“

Die Trinität Gottes und der Begriff der Person Von Dieter Henrich Die patristischen und die mittelalterlichen Kirchenlehrer haben sich angestrengt, … Mehr

Rudolf Bultmann, Die protestantische Theologie und der Atheismus (1970): „Da der christliche Glaube an Gott nur echt ist, wenn er aus der Frage der Existenz erwächst, so sind christlicher Glaube und bewusster Atheismus im Wissen um eine transzendente Wirklichkeit einig, und man kann fragen, ob man diesen bewussten Atheismus noch als Atheismus bezeichnen soll.“

Die protestantische Theologie und der Atheismus Von Rudolf Bultmann Das Urteil der protestantischen Theologie über den Atheismus hängt davon ab, … Mehr