Gerhard Friedrich, Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche: „Wenn man vom Ende her das Leben Schniewinds betrachtet, so ist es, als ob die Gestalt seines Lehrers Martin Kähler ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleitet hat. Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß beide sehr spät im gleichen Le­bensalter in ein Ordinariat berufen wurden. Schniewind hat durch seinen persönlichen Einsatz den Leitsatz von Kähler erfüllt: aliis in serviendo consumor.“

Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche Von Gerhard Friedrich Julius Schniewind wäre am 28. 5. 1983 hundert Jahre alt geworden. … Mehr

Walter Jens, Die Evangelisten als Schriftsteller: „Der Einklang trügt; Jesus kann, der Situ­ation entsprechend, agieren und reagieren, er hat Hunger und weint, er ist zornig und erschüttert, er stößt die Tische um und wird gepeitscht, er läßt sich verhören und wird geküßt, er ist müde, er zeigt Erbarmen, er sitzt am Rand eines Brunnens, er betet und schilt: aber er ist nicht habhaft zu machen. Die Ein­gemeindung gelingt nicht. Die Erzähler zeigen: Immer bleibt ein Rest; die Interaktion zwischen Jesus und seinem Gegen­über ist nicht total.“

Die Evangelisten als Schriftsteller Von Walter Jens Ich stelle mir vor, die Berichte der Evangelisten seien literari­sche Dokumente: von Männern … Mehr

Josef Wittig, Das Evangelium der Liebe. Ein Brief an einen Freund (1941): „Wir alten Sünder werden nichts mehr daran ändern können, außer, daß wir unsern Fehl­weg erkennen und den von uns Vernachlässigten, den ‚von Nie­mand mehr im Vollsinn des Wortes Geliebten‘ aufrufen, daß er noch einmal unter uns trete und noch einmal die Tage vom Jordan wiederhole, in denen er nur zu winken brauchte, und die ersten aus der Jugend traten auf seine Seite, um ihn nimmermehr zu ver­lassen, so strahlend und gewinnend war seine Persönlichkeit.“

Das Evangelium der Liebe. Ein Brief an einen Freund Von Josef Wittig Mein lieber Freund! Leidenschaftlich wie Du immer bist, … Mehr

Paul Schempp, „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948: „Das fröhliche Ereignis der Schöpfung ist in seiner Tragweite und Bedeu­tung stärker als das Ereignis des Sündenfalls, und das fröhliche Ereignis von Ostern ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als das Ereig­nis der Kreuzigung Jesu, und das fröhliche Ereignis der Wiederkunft Christi ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als der Schrecken der Endzeit.“

Paul Schempps „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948 dürfte wohl als die erste evangelische Politische Ethik in der Nachkriegszeit … Mehr