Wilhelm Vischer, Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben (1938): „Der Christus ist der von Gott selbst gesalbte Priesterkönig des auserwählten Volkes, dessen Ankunft alle Worte des Alten Testaments ankündigen. Deshalb berufen sich die neutestamentlichen Verkündiger beständig auf das, was im Alten Testament geschrieben steht. Nur so können sie Jesus von Nazareth als den Christus verkündigen. Nur durch die Beziehung auf das Alte Testament kann gezeigt und erkannt werden, dass er der Messias ist, und was es heißt, dass er der Messias ist.“

Die Bedeutung des Alten Testaments für das christliche Leben Von Wilhelm Vischer Die einzigartige Bedeutung des Alten Testaments für das … Mehr

Søren Kierkegaard, Rede über Lukas 18,13 (Vom Pharisäer und Zöllner): „Der Zöllner stand von ferne. Was will das sagen? Das will sagen: allein für sich stehend, allein mit sich selbst vor Gott stehend — so stehst du von ferne, weit entfernt von den Men­schen, und weit entfernt von Gott, mit dem du doch alleine bist. Denn im Verhältnis zu einem Menschen ist es so, dass du ihm am nächsten bist, wenn du mit ihm alleine bist—, sind andere dabei, so bist du ihm ferner; im Verhältnis zu Gott aber ist es so, dass es dir scheint, als wärest du ihm näher, wenn mehrere dabei sind, und erst wenn du buchstäblich allein mit ihm bist, entdeckst du, wie ferne du ihm bist. O, wenn du auch nicht ein solcher Sünder bist wie der Zöllner, den auch die menschliche Gerechtigkeit schuldig spricht: bist du mit dir selbst allein vor Gott, dann stehst du auch von ferne.“

Rede über Lukas 18,13 Von Søren Kierkegaard Gebet Herr Jesus Christus, laß Deinen heiligen Geist uns recht er­leuchten und uns … Mehr

Robert Walser, Saul und David (1919): „Der Speer saust dicht an ihm vorbei. Der König ist wahnsinnig. David lacht und ruft: ‚Das hätte mich durchbohren können. Ich danke für die gute Absicht, bin aber froh, daß ich noch lebendig bin. Kopf und Herz und der unverstümmelte Körper! Damit will ich es wagen, und kein schwächliches Gefühl soll mich je im Leben hemmen.'“

Saul und David Von Robert Walser Zimmer im Palast von Judäa. Mürrisch sitzt Saul auf dem Thron. Wenn ich „mürrisch“ … Mehr

Søren Kierkegaards erbauliche Rede über die Sünderin (Lukas 7,36-50): „Es gibt einen Trost, der zu Christi Lebzeiten noch nicht da war, den Christus also nicht selbst einem anbieten konnte: den Trost seines versöhnenden Todes, als eines Pfandes dafür, daß die Sünden vergeben sind. Zu seinen Lebzeiten ist Christus für den mit ihm Gleichzeitigen vorzugsweise das Vorbild.“

Eine erbauliche Rede Von Søren Kierkegaard 1850 Dem Andenken des verstorbenen Michael Pedersen Kierkegaard meines Vaters ist diese kleine Schrift … Mehr

Werner Laubi, Wohl den Erzählern biblischer Geschichten (nach Psalm 1): „Wohl der Erzählerin und dem Erzähler biblischer Geschichten, die nicht wandeln im Rate der Phantasielosen, noch treten auf den Weg der Langeweiler, noch sitzen im Kreis der Dogmatiker, sondern ihre Lust haben an den Geschichten der Bibel und über diese Geschichten sinnen Tag und Nacht.“

Wohl den Erzählern biblischer Geschichten (nach Psalm 1) Wohl der Erzählerin und dem Erzählerbiblischer Geschichten,die nicht wandeln im Rate der … Mehr

Walter Jens, Die Evangelisten als Schriftsteller: „Der Einklang trügt; Jesus kann, der Situ­ation entsprechend, agieren und reagieren, er hat Hunger und weint, er ist zornig und erschüttert, er stößt die Tische um und wird gepeitscht, er läßt sich verhören und wird geküßt, er ist müde, er zeigt Erbarmen, er sitzt am Rand eines Brunnens, er betet und schilt: aber er ist nicht habhaft zu machen. Die Ein­gemeindung gelingt nicht. Die Erzähler zeigen: Immer bleibt ein Rest; die Interaktion zwischen Jesus und seinem Gegen­über ist nicht total.“

Die Evangelisten als Schriftsteller Von Walter Jens Ich stelle mir vor, die Berichte der Evangelisten seien literari­sche Dokumente: von Männern … Mehr