Christoph Blumhardts Predigt über das Gleichnis von der bittenden Witwe (Lukas 18,1-8) von 1897: „Die Staaten haben nichts im Sinn als ihre Soldaten, ihre Polizei und ihre Gesetze, aber nach Gott fragt man nicht; der gilt nichts, und da sind dann Verhältnisse in der Menschheit, soziale und gesellschaftliche, in Handel und Wandel und Gewerbe und Erfindungen der heutigen Welt, die nützen alle nichts. Je gescheuter die Leute werden, um so weniger wollen sie Feuer werden fürs Reich Gottes.“

Die Witwe. Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten … Mehr

Heinrich Albertz, Predigt über Offenbarung 3,14-22 am Buß- und Bettag 1988: „Es kann doch nur heißen, daß Menschen, die von diesem Jesus gehört haben, von seinem Leben und seinem schrecklichen Tod wissen und an seine Auferstehung glauben, und denen gesagt wird, daß er wiederkomme, anders als andere leben sollen – eben die Lauen, die Angepaßten, die Mitläufer, die Ja-und-Amen-Sager, die Opportunisten aller Ränge und Farben, die Leute, die immer bei den stärkeren Bataillonen sind, also letztlich die Ängstlichen und Furchtsamen, denen nichts so wichtig ist wie ihre eigene Karriere, ihr Aus- und Einkommen, ihr Vergnügen.“

Predigt über Offenbarung 3,14-22 Von Heinrich Albertz Und dem Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, … Mehr

Hans Joachim Iwand über die Kirche und Israel (Predigtmeditation zu Epheser 2,19, 1946): „Es war schon längst ein Haus Gottes, ein Volk Gottes da, es war längst Gott offenbar in seinem Willen und seiner Verheißung, es war längst Of­fenbarung geschehen, es war, wie Luther gern sagt, Kirche da seit Beginn der Welt. Es war ein Volk da, das sich Gott zum Eigentum erwählt hatte und das er wunderbar ge­führt, mit dem er sich in einzigartiger Weise verbunden hatte.“

Predigtmeditation zu Epheser 2,19 (Wochenspruch 7. Sonntag nach Trinitatis) Von Hans Joachim Iwand So seid ihr nun nicht mehr Gäste … Mehr

Karl Barth, Predigt über Psalm 103,1-4 (1943): „Irgendwo wächst jetzt schon das Holz heran, aus dem man einmal deinen Sarg machen wird, und irgendwo ist ein Stück grüner Erde, und das wird einmal aufgeworfen werden, um dein Grab zu sein. Und irgendeinmal wird die Stunde kommen, da werden deine Freunde und deine Verwandten dorthin ziehen, und du wirst auch dabeisein, aber dich wird man tragen oder fahren, und du wirst eine rätselhafte, leblose Masse, eine Leiche sein.“

Predigt über Psalm 103,1-4 (1943) Von Karl Barth Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über 2. Korinther 5,1-10 – Das ewige Haus: „Wir kommen zwar nackt zur Welt und müssen nackt von der Welt. – So sagt’s die Heilige Schrift. – Aber wir bedecken unsere Toten. Bei jedem Verkehrsunfall wird sofort eine Decke auf den Toten gelegt. Der Tote soll nicht nackt, nicht entblößt daliegen. – Es ist, als ob ein solches Verhalten ein fernes Echo wäre auf die apostolische Furcht und Sehnsucht, nicht aus­gezogen, sondern überzogen zu werden.“

Das ewige Haus. Predigt über 2. Korinther 5,1-10 Von Rudolf Bohren Als man dem württembergischen Pfarrer Christoph Blumhardt die Nachricht … Mehr

Rudolf Bohren, Predigt als Erzählung (1967): „Der Prediger ist kein Causeur oder Dichter. Er muß nacherzählen. Sein Mangel an Verstand und an Sprachkraft wird damit evident. Er hält sich an eine Vorlage, er erzählt, was andere schon vorerzählt haben. Indem er nach-erzählt, ist von ihm primär nicht Originalität zu verlangen. Er ist nicht Schöpfer seiner Erzählung, sondern ledig­lich Reproduzent; er reproduziert, was tradiert ist und da steht. Er wiederholt, er re-zitiert. So erinnert er.“

Predigt als Erzählung Von Rudolf Bohren »Erzählen im eigentlichen Sinn des Wortes ist unmöglich geworden.« Dieser Satz von Alain Robbe-Grillet … Mehr

Eberhard Bethges Predigt zum 20. Juli, Das neue Alphabet – Gesichtspunkte für das Verständnis des modernen Märtyrers: „Es ist aber ein neuer Typus des christlichen Märtyrers in unsere Zeit eingetreten. Es handelt sich bewusst nicht mehr um einen heilig heroischen, sondern um den schuldbedeckten Zeugen für das Humanum; einen Typus, der sich nicht fernhält von der Welt in exemplarischer Reinheit, sondern bei denen aushält, die verantwortlich oder verloren in Hoffnungen und Bosheiten dieser Welt verwickelt sind.“

Das neue Alphabet – Gesichtspunkte für das Verständnis des modernen Märtyrers Von Eberhard Bethge Ein einsamer Protestant des vergangenen Jahrhunderts, … Mehr