Resistance to the Nazi State and Disobedience to Compromising Church Leadership. Life and Legacy of Karl Steinbauer (1906-1988): „On January 8, 1939, Steinbauer preached a sermon on the infanticide of Bethlehem, denoun­cing Nazi youth education that was hostile to Christianity and the eradication of Christianity announced by party officials. He announced the ban imposed on him to give religious instruc­tion and justified his refusal of the Aryan certificate by stating that according to the National Socialist race law the Lord Christ would be incapable and unfit to preach his own message and would not be allowed to enter a school.“

Resistance to the Nazi State and Disobedience to Compromising Church Leadership. Life and Legacy of Karl Steinbauer (1906-1988) Karl Steinbauer … Mehr

Andrew F. Walls, Das Prinzip der Übersetzung in der christlichen Geschichte (The Translation Principle in Christian History): „Der christliche Glaube beruht auf einem göttlichen Akt der Übersetzung: ‚Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt‘ (Johannes 1,14). Jedes Vertrauen, das wir in die Übersetzbarkeit der Bibel haben, beruht auf diesem vorausgegangenen Akt der Übersetzung. Es gibt eine Geschichte der Übersetzung der Bibel, weil es eine Übersetzung des Wortes in Fleisch gab.“

Das Prinzip der Übersetzung in der christlichen Geschichte Von Andrew F. Walls Übersetzung und Inkarnation Politik ist die Kunst des … Mehr

Dürfen Bedienstete der Kirche, also Pfarrer bzw. Pastoren ein Gehalt beziehen? François Turrettinis Antwort in seiner Institutio theologiae elencticae (1685): „Es ist eine Sache, den Dienst um der Bezahlung und des Gewinns willen anzutreten; eine andere, Lohn zu verlangen und zu vereinbaren, dass er den Dienst angemessen ausübt. Ersteres kennzeichnet Söldner, die es nur tun, um aus dem Evangelium Gewinn zu ziehen. Letzteres aber kennzeichnet die wahren Pastoren.“

Dürfen Bedienstete der Kirche, also Pfarrer bzw. Pastoren ein Gehalt beziehen? Diese Frage ist von der Täuferbewegung aufgeworfen worden und … Mehr

Helmut Gollwitzers Predigt über Jesaja 6,1-8 zu Trinitatis 1938 in Berlin-Dahlem: „Einen gemal­ten Löwen im Bilderbuch kannst du dir lange gemächlich be­trachten und dir alle möglichen Gedanken dazu machen. Aber wenn der Löwe dich im Busch anspringt, dann ist alles anders und hat mit jenem Betrachten nichts mehr zu tun. So ist es auch etwas ganz anderes, wenn ein Mensch nicht nur über Gott nach­denkt, sondern Gott dem Menschen in seinen Weg tritt und das dröhnende Heilig-Rufen der Engel für einen Augenblick an un­ser Ohr braust.“

Nachdem Martin Niemöller am 1. Juli 1937 verhaftet worden war, übernahm Helmut Gollwitzer dessen Predigtdienst in Berlin-Dahlem. Von ihm stammt … Mehr

Peter Brown, Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel (The Ransom of the Soul, 2015): „In der Tat konnten die Gläubigen mit den Geldern, die sie durch Wohltätigkeit auf der Erde in den Himmel brachten, sogar ihre eigenen Villen bauen. Der Himmel war nicht nur ein Ort mit großen Schatzkammern, sondern auch mit erstklassigen Immobilien, an denen aufgrund der guten Taten, die auf der Erde mit gewöhnlichem, grobem Geld vollbracht wurden, ständig gebaut wurde.“

Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel Von Peter Brown Als die … Mehr

Protestation der evangelischen Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer am 20. April 1529: „So protestieren und bezeugen wir hiermit öf­fentlich vor Gott, unserem einigen Erschaffer, Erhalter, Erlöser und Seligmacher (der – wie bereits erwähnt – allein unser aller Herzen erforscht und erkennt und auch danach gerecht richten wird), auch vor allen Menschen und Geschöpfen, dass wir für uns, die Unseren und für alle jeder Verhandlung und vermeintlichem Reichstagsabschied, wie wir vorher gesagt, oder anderen Sachen, die gegen Gott, sein heiliges Wort, unser aller Seelenheil und gutes Gewissen, auch gegen den vorher zitierten Speyrer Reichstagsabschied vorgenommen, beschlossen und gemacht worden sind, nicht zustimmen noch einwilligen, sondern sie aus rechtlichen und anderen redlichen Gründen für nichtig und unverbindlich halten.“

Protestation der evangelischen Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer 1529 Nachdem 1529 auf dem Reichstag zu Speyer durch einen Mehrheitsbeschluss … Mehr

Willem Eicke den Hertog, Predigt zu Johannes 20,11-18, gehalten am Ostermontag 1944 im KZ Dachau: „Gott sei Dank. Du kannst lachen, weil Gott dir zu lachen gibt. Und wie Er gelacht hat damals bei der Schöpfung über das Werk seiner Hände, da Er sah, dass es gut war, so lacht er am Ostermorgen, als der Herr auferstanden ist. Er sieht, wie er es gemacht hat, und siehe, es ist sehr gut. Tod, Sünde, Welt und mein böses Fleisch, ich lache euer. Denn am Ostermorgen hat Gott mir ein Lachen zugerichtet. Und ich darf die Freude weitertragen als seine Gabe und Aufgabe in diesem schrecklichen Leben, in dieser tödlichen Welt im KZ, ja gerade im KZ, bis einmal alles vorbei ist, und Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen, und der Tod nicht mehr sein wird, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird. Denn das wird alles vorübergehen. Nur Gottes Lachen wird bleiben. Der Anfang und das Ende. Halleluja!“

Und Gott lacht … Predigt eines holländischen Pfarrers gehalten am Ostermontag 1944 im Konzentrations-Lager Dachau Von Willem Eicke den Hertog … Mehr

Hayden White, Der historische Text als literarisches Kunstwerk: „Tatsache ist, dass Geschichte – die reale Welt, wie sie sich in der Zeit entwickelt – in der gleichen Weise sinnvoll gemacht wird, wie der Dichter oder Romanautor dies versuchen, d.h. indem sie dem, was ursprünglich als problematisch oder geheimnisvoll erscheint, die Gestalt einer erkennbaren, weil vertrauten Form geben. Es spielt keine Rolle, ob die Welt als real oder lediglich vorgestellt verstanden wird; die Art der Sinnstiftung (making sense) ist die gleiche.“

Der folgende Text von Hayden White war für meine Dissertationsschrift Von der Theologie. Die Kunst der guten Gottesrede in Entsprechung … Mehr

Karl Barth, Rechtfertigung und Recht (1938): „Anders steht es mit der Frage, ob der Staat das Recht hat, zur Verstärkung seiner Macht seine Untertanen und Bürger in irgend einer Form innerlich für sich in Anspruch zu nehmen und also eine von ihm her bestimmte Weltanschauung oder doch weltanschauungsmäßige Sentiments und Ressentiments von ihnen zu fordern. Diese Frage ist vom Neuen Testament her rundweg zu verneinen. Forderungen dieser Art dürften in keiner Verlängerung der Linie von Römer 13 möglich und also von Rechts wegen weder zu erheben noch zu beachten sein. Hier droht vielmehr in irgend einer Nähe oder Ferne das Tier aus dem Abgrund, während der rechte Staat gerade diesen Anspruch weder nötig hat noch auch erheben wird. Die Forderung der Liebe ist Römer 13 deutlich genug von den Forderungen, deren Erfüllung wir dem Staate schuldig sind, abgehoben. Wenn der Staat anfängt, Liebe zu fordern, dann ist er immer schon im Begriff, zur Kirche eines falschen Gottes und damit zum Unrechtsstaat zu werden. Der Rechtsstaat braucht keine Liebe, sondern nüchterne Taten einer entschlossenen Verantwortlichkeit. Eben diese sind es, die ihm durch die Kirche der Rechtfertigung gewährleistet werden.“

Rechtfertigung und Recht (1938) Von Karl Barth Die Überschrift „Rechtfertigung und Recht“ hat die Bedeutung eines Stich- und Merkwortes für … Mehr