Wilhelm Freiherr von Pechmanns vergeblicher Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser in Sachen kirchliches Wort wider die Judenverfolgung vom November 1941: „Hemmungslos und ungehemmt wirkt sich eine Verfolgung aus, die immer neue Mittel erfindet, um wehrlose und schuldlose Christen jüdischer Abstammung ganz ebenso wie Juden dergestalt zu quälen, dass sich schon der gesunde Sinn unseres Volkes dagegen empört.“

Wilhelm Freiherr von Pechmanns Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser in Sachen kirchliches Wort wider die Judenverfolgung vom November … Mehr

Alfred Delp S.J., Auszug aus dem Tagebuch vom Januar 1945: „Das ist ein eigenartiges Leben jetzt. Man gewöhnt sich so schnell wieder an das Dasein und muss sich das Todesurteil ab und zu gewaltsam in das Bewusstsein zurückrufen. Das ist ja das Besondere bei diesem Tod, dass der Lebenswille ungebrochen und jeder Nerv lebendig ist, bis die feindliche Gewalt alles überwältigt. So dass die gewöhnlichen Vorzeichen und Mahnboten des Todes hier ausbleiben. Eines Tages wird eben die Tür aufgehen, und der gute Wachtmeister wird sagen: einpacken, in einer halben Stunde kommt das Auto. Wie wir es so oft gehört und erlebt haben.“

Auszug aus dem Tagebuch vom Januar 1945 Von Alfred Delp S.J. Das ist ein eigenartiges Leben jetzt. Man gewöhnt sich … Mehr

Martin Niemöller, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937): „Die stumme Kirche, die nicht mehr sagt, wozu sie da ist, verleugnet sich selbst. Das Wort Gottes laut und deutlich zu verkündigen, das ist unser Dienst; aber dass die Kirche weiter lebt und nicht umgebracht wird, dass das Licht nicht ausgepustet wird, Freunde, das ist nicht unse­re Sache. »Wer sein Leben erhalten wird, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.« Und das gilt vom Leben der Gemeinde genau so, wie es im Leben des einzelnen Christen seine Geltung hat.“

Predigt über Matthäus 5,13-16 (1937) Von Martin Niemöller Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Krieg und Frieden (Auszug aus einem Bericht zum Thema der Weltkirchenkonferenz Oxford 1937): „Ein Krieg bedeutet für die Kirche immer eine schwere Anfechtung und zugleich den Ruf zur Bewährung des Glaubens und Gehorsams gegen ihren Herrn. Gerade darum darf auch in solchem Schicksal die ökumenische Verbundenheit der Kirche Christi nicht zerbrechen.“

Krieg und Frieden. Auszug aus einem Bericht zum Thema der Weltkirchenkonferenz Oxford 1937 Von Dietrich Bonhoeffer 1. Das Evangelium ist … Mehr

“If I want to be a Christian, I must also wear the colors of the court” – Martin Luther on Martyrdom: „Where the apocalyptic reality of God in Christ is trusted, martyrdom with its bodily passivity can come into its own. Martyrs cannot lose the life won with Jesus’ word on the cross, “It is accomplished” (John 19:30), in their own dying. Their “bodily confession” – far more than just lip service – takes place in the salvation space of Christ’s Passover mystery.“

It is 500 years since the two Augustinian Hermits Hendrik Vos or Voes and Jan van Essen were executed as … Mehr

Reinhold Schneider über Schuld und Neuanfang nach 1945: „Wir glauben, diese Mahnung unserem Volke schuldig zu sein und zugleich der Welt und den Toten allen. Das unsägliche Leid darf nicht verlorengehen für das Leben der Völker; die Gnade, die Gottes Barmherzigkeit in der Schuld verborgen hat, muß errungen werden. Es ist die Gnade der Wandlung, der Herzensveränderung, der Wiedergeburt, erneuter Einsicht in die Wirklichkeit unseres Lebens vor Gott, eines neuen Trachtens und Denkens.“

Über Schuld und Neuanfang nach 1945 Von Reinhold Schneider Ein Vorgang, der fast ohne Beispiel ist, rollte in wenigen Jahren … Mehr

Karl Steinbauer’s leaflet „For if one believes with the heart, he is justified, and if one confesses with the mouth, he is saved. (Romans 10:10)“ written calligraphically on March 21, 1939 in cell 18 of the Neu-Ulm District Court Prison: „A faith which we do not confess is no faith! ‚I believe, therefore I speak!‘ That is a death sentence, that one speaks oneself, if one says: ‚Pastor, I think exactly like you, but one may say nothing.‘ – I know how difficult it often is to open one’s mouth, but let us admonish and encourage one another to open our mouths for our Lord Christ, and let us look to Him alone, to whom all authority is given in heaven and on earth.“

After pastor Karl Steinbauer was imprisoned in the district court prison in Neu-Ulm on January 15, 1939, following a nocturnal … Mehr

Karl Steinbauer’s Confirmation sermon on Ephesians 6:10-20 (1939): „As I write these lines, I am sitting in my cell in prison. – You who later go to the table of the Lord and strengthen yourselves for the battle that is decreed for you, and you are incorporated into the fellowship of the body and blood of Christ, into the fellowship of the King of all kings – that is how I was able to strengthen myself yesterday with my wife in the Holy Supper. In one hour I will leave the prison here and will be taken to the concentration camp in Sachsenhausen. I thank you all, especially you dear confirmands, for your faithfulness, which you have testified to me again, and I know: It was not meant for my person, but for our faithful Savior, who was faithful for us even unto death …“

The confirmation sermon with reference to Ephesians 6:10-17 and Luther’s „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Our God is a … Mehr

Horst Weigelt über Johann Michael Feneberg (1751-1812) und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer: „Die kirchengeschichtliche Bedeutung Fenebergs besteht erstens darin, dass er die Allgäuer Erweckungsbewegung in ihrer Frühphase frömmigkeitstheologisch stark beeinflusst und entscheidend mitgeprägt hat. Seine Frömmigkeitstheologie war christozentrisch ausgerichtet auf die Gnade. Seine Predigt und Seelsorge waren bestimmt von der Verkündigung der bedingungslosen Gnade.“

Johann Michael Feneberg und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer Von Prof. em. Dr. Horst Weigelt Im … Mehr