John Meyendorff, Christus als Erlöser in der Ostkirche (1985): „‚Der Sohn Gottes hat im Fleisch gelitten‘. Dies impliziert, dass die Erlösung keineswegs eine metaphysische ‚Verschmelzung‘ war, sondern eine Tragödie der Liebe, einschließlich der Übernahme des Kreuzes durch Gott selbst. Gleichzeitig ist aber auch klar, dass Golgatha nicht einfach der Preis ist, der allein eine verletzte göttliche Gerechtigkeit wiedergutmacht, sondern nur der Endpunkt der Identifikation Gottes mit der gefallenen Menschheit, auf die die Auferstehung folgt und die Teil der gesamten Heilsökonomie oder des Heilsplans ist.“

Christus als Erlöser in der Ostkirche Von John Meyendorff Allen drei synoptischen Evangelien zufolge stellte Jesus auf dem Weg nach … Mehr

Paul Evdokimov, Der Heilige Geist und das Gebet für die Einheit (1960): „Mit dem Heiligen Geist beten, heißt ein- und denselben, altbekannten Worten seinen eschatologischen vorwärts tragenden Anhauch verleihen; heißt Heiligung des Namens, wie sie nur in der Haltung der bekennenden Märtyrer möglich ist; heißt auf das Himmelreich warten – auf den Heiligen Geist (die eschatologische Epiklese, die aus dieser Welt „eine neue Erde” macht)“

Der Heilige Geist und das Gebet für die Einheit Von Paul Evdokimov Angesichts der „zerstreuten Ähren”, die heimbegehren, angesichts ihrer … Mehr

Erklärung (Appell) orthodoxer Theologen zur Lehre von der „Russischen Welt“ (Ruskij Mir): „Wir lehnen die Irrlehre von der „Russischen Welt“ und die schändlichen Handlungen der russischen Regierung, die mit Duldung der russisch-orthodoxen Kirche einen Krieg gegen die Ukraine entfesselt hat, der sich aus dieser abscheulichen und unhaltbaren Lehre ergibt, als zutiefst unorthodox, unchristlich und gegen die Menschheit gerichtet ab.“

Im Stil der Barmer Theologischen Erklärung ist der Appell orthodoxer Theologen zur Irrlehre von der „Russischen Welt“ (Ruskij Mir) vom … Mehr

Offener Brief des Pariser Metropoliten Jean de Doubna an den Moskauer Patriarchen Kyrill I.: „Ihre Heiligkeit, in Ihrer „Predigt“ zum Versöhnungssonntag in der Christ-Erlöser-Kathedrale am 6. März deuten Sie an, dass Sie diesen grausamen und mörderischen Angriffskrieg als „einen metaphysischen Kampf“ rechtfertigen, im Namen „des Rechts, auf der Seite des Lichts zu stehen, auf der Seite der Wahrheit Gottes, dessen, was uns das Licht Christi, sein Wort, sein Evangelium offenbart …“

Innerhalb der orthodoxen Kirche wächst der Widerspruch zur Haltung des Moskauer Patriarchen Kyrill I. Hier der offene Brief des in … Mehr

Dumitru Stăniloae, Gebet und Heiligkeit: „Diese Zärtlichkeit vermeidet nicht den Kontakt selbst mit den einfachsten Menschen und lässt sich nicht einschüchtern durch Situationen, die ande­re schon als verloren glauben. Vorbild für diese Zärtlichkeit ist die Selbstentäußerung Gottes, die ‚kenosis‘ Christi. Auch Christus wollte keine Distanz zu den Sündern oder zu Frauen wie all jene zu seiner Zeit, die Wert auf ihren guten Ruf legten.“

Gebet und Heiligkeit Von Dumitru Stăniloae 1. Zärtlichkeit und Heiligkeit In der Person des Heiligen wird auf Grund seiner Offenheit … Mehr

Alexander Schmemann, Den Tod in Leben verwandeln (Aus der Freude leben): „Das Christentum ist nicht Aussöhnung mit dem Tod, son­dern seine Offenbarung, und es vermag den Tod zu enthül­len, weil es selbst das Leben offenbart. Dieses Leben ist Christus. Und nur wenn Christus Leben ist, kann das Chri­stentum den Tod als den Feind erklären, den es zu zer­stören gilt, und nicht als «Geheimnis», das erklärt werden müßte. Indem Religion und Säkularismus den Tod interpre­tieren, verleihen sie ihm einen «Status»: er ist eine «ratio­na­le», eine Forderung der Vernunft, er wird als «normal» hingestellt. Nur das Christentum erklärt ihn als anormal und daher als wirklich furchtbar.“

Den Tod in Leben verwandeln Von Alexander Schmemann Unsere heutige Kultur leugnet den Tod; sie will so wenig wie möglich … Mehr