Als der Wiedertäufer Eitelhans Langenmantel im April 1528 in Weißenhorn gefangensaß und ihm die Hinrichtung bevorstand, schrieb er folgenden Brief … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Zofia Posmysz, Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski): „Ich hörte auf, mir Sorgen zu machen, ob ich Auschwitz überleben werde. Ich war frei, zumindest schien es mir so. Ich trug das Medaillon um den Hals, ohne darauf zu achten, dass es immer vollständig verdeckt war. Das »Dein Wille geschehe« kam mir ohne innere Widerstände über die Lippen. Ich war auf alles vorbereitet, das heißt ich war frei. So dachte ich.“
Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski) Von Zofia Posmysz Sein Haupt schmückt keine Krone. Stattdessen hat der Künstler den auf der … Mehr
Dietrich Bonhoeffers Entwurf einer Anweisung für die Kandidaten zur Vorbereitung auf das Pfarramt von 1936: „Der Kandidat schuldet seiner Kirchenleitung Gehorsam und soll jede Weisung, Beratung und Belehrung ehrerbietig und vertrauensvoll entgegennehmen. Er muß jederzeit für jeden geforderten Dienst bereit sein und demgegenüber alle persönlichen Wünsche und Interessen zurückstellen. Sein Leben gehört der Kirche. Er darf aber auch wissen, daß er sich in allen Fragen seines Berufes und seines persönlichen Lebens jederzeit an seinen Pfarrer oder an seine Kirchenleitung wenden darf, wenn er nicht die Hilfe anderer junger Brüder findet.“
Entwurf einer Anweisung für die Kandidaten zur Vorbereitung auf das Pfarramt Von Dietrich Bonhoeffer Auf der Sitzung der Leiter der … Mehr
Philipp Melanchthon, Unterricht der Visitatoren (1528): „Das dritte Stück christlichen Lebens ist: gute Werke tun, wie Keuschheit, den Nächsten lieben, ihm helfen, nicht lügen noch betrügen, nicht stehlen, nicht totschlagen, nicht rachgierig sein, nicht mit eigner Gewalt sich rächen usw. Darum sollen abermals die zehn Gebote fleißig gepredigt werden, denn darin sind alle guten Werke verfasst, und heißen nicht allein darum gute Werke, dass sie dem Nächsten zugut geschehen, sondern auch, weil sie Gott geboten hat, weshalb sie Gott auch Wohlgefallen.“
Unterricht der Visitatoren (1528) Von Philipp Melanchthon Die Reformation hatte in Kursachsen die Gemeinden ergriffen, ohne daß von oben her … Mehr
Friedrich Westermayer über Eitelhans Langenmantel, Augsburger Wiedertäufer, der 1528 in Weißenhorn hingerichtet wurde: „Langenmantel vertrat keine bestimmte Gruppe, geschweige denn bildete er eine solche, sondern ihm ging es darum, dass der Erkennungsgruß der Wiedertäufer: ‚Gott grüß dich, Bruder im Herrn!‘ mit der Antwort: ‚Dank dir Gott, Bruder im Herrn!‘ zur Wahrheit in dieser Welt werde. Wenn ihn der Pfarrer Johann Schneid von Heilig Kreuz mit dem Titel ‚Ritterlicher Christ‘ bezeichnet, so hat er damit das Rechte getroffen. Langenmantel kämpfte mit ehrlichem Willen und Einsatz seiner Persönlichkeit um die Herrschaft Christi auf dieser Welt.“
Am 12. Mai 1528 wurde der Augsburger Patriziersohn und Wiedertäufer Eitelhans Langenmantel in der Fuggerstadt Weißenhorn wegen seines Glaubens hingerichtet. … Mehr
Ludwig Schlaich über das vermeintlich lebensunwerte Leben (1941): „Schließlich aber sind wir Menschen weder berechtigt, von Gott gesetztes Leben eigenmächtig zu zerstören, noch befähigt, den von Gott gewollten Sinn eines solchen Lebens zu erkennen, sondern haben uns an Jesu Wort zu erinnern: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matth. 25, 40)“
Da mögen manche Formulierungen gegenwärtig schwer erträglich sein. Und doch war es der Verfasser, Ludwig Schlaich, der sich als Leiter … Mehr
Gerhard Friedrich, Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche: „Wenn man vom Ende her das Leben Schniewinds betrachtet, so ist es, als ob die Gestalt seines Lehrers Martin Kähler ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleitet hat. Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß beide sehr spät im gleichen Lebensalter in ein Ordinariat berufen wurden. Schniewind hat durch seinen persönlichen Einsatz den Leitsatz von Kähler erfüllt: aliis in serviendo consumor.“
Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche Von Gerhard Friedrich Julius Schniewind wäre am 28. 5. 1983 hundert Jahre alt geworden. … Mehr
Über Bartgebot und Bartverbot für „Geistliche“: „In der evangelischen Kirche ist der Bart Sache persönlicher Freiheit, doch sieht die Reformationszeit den kriegsmännischen Bart (Schnauzbart, Spitzbart) nicht gern. Die Konsistorien des 19. Jahrhunderts führen einen heimlichen, jedoch vergeblichen Kampf gegen den Schnurrbart.“
Es gibt wohl kein besserer Beispiel als die Barttracht dafür, wie sehr kirchliche Sittenlehren vom jeweiligen Zeitgeist beeinflusst sind: Bart, … Mehr
Edith Steins Brief an Papst Pius XI. zur Judenverfolgung in Deutschland vom April 1933: „Ist nicht diese Vergötzung der Rasse und der Staatsgewalt, die täglich durch Rundfunk den Massen eingehämmert wird, eine offene Häresie? Ist nicht der Vernichtungskampf gegen das jüdische Blut eine Schmähung der allerheiligsten Menschheit unseres Erlösers, der allerseligsten Jungfrau und der Apostel?“
Brief an Papst Pius XI. zur Judenverfolgung in Deutschland vom April 1933 Von Edith Stein Heiliger Vater! Als ein Kind … Mehr