Brief an die Gemeinde Sarata Von Johannes Evangelista Goßner Nachdem Ignaz Lindl 1823 aus dem Zarenreich ausgewiesen wurde, schrieb Johannes … Mehr
Schlagwort: Allgäuer Erweckungsbewegung
Franz-Heinrich Philipp, Johannes Evangelista Goßner: „Ein Christ ist Christi teilhaftig, ist Glied an seinem Leibe, Glied der singenden und betenden, der bittenden, dankenden und lobenden Christengemeinschaft. Er findet sich mit seinen Brüdern im öffentlichen Gottesdienst der Gemeinde, er sucht die Erbauung im kleinen Kreis der Haus- oder Familiengemeinschaft, und er lebt schließlich unmittelbar in Verbundenheit mit seinem Herrn. Gottes Heiliger Geist durchpulst und heiligt ihn durch und durch. Christus, der unermüdliche Mahner und Anklopfer an der Seelentür, hat Einlass gefunden und lebt in ihm. Gott, der Heiligste und Höchste, hat ihn zum Hausgenossen angenommen. In immer neuen Bildern spricht Goßner von diesem ihn so bewegenden Erlebnis, dass Gott Mensch ward, um den Menschen zu sich zu ziehen, und entfaltet sich seine Christusmystik, die neben den ‚Christus für uns‘ den ‚Christus in uns‘ stellt: Christus hat den Sünder entsühnt, und er hat den Erlösten zur innigsten Liebesgemeinschaft an sein Herz genommen; Christus starb für uns, um mit und in uns zu leben.“
Johannes Evangelista Goßner Von Franz-Heinrich Philipp Lebensweg In einer frommen römisch-katholischen Bauernfamilie in Hausen im Bayerischen Schwaben kam Johannes Evangelista … Mehr
Ulrich Goßner über seine Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg betreff seiner Christus-Predigten in Pfaffenhofen an der Roth (1831): „Herr Dekan W. in St. brachte vor: Der Name Jesus werde so oft genannt in den Predigten, dass er zum Ekel werde. Ich antwortete: ‚Wenn das öftere Nennen dieses Namens Ekel erregt, so hat niemand mehr Ekel erregt, als der Apostel Paulus, in dessen Briefen dem Leser dieser Name überall entgegenkommt; z. B. im 1. Kor. 1 in den ersten zehn Versen zehnmal. Das ist gewiss ekelhaft! Eine solche Rede steht einem Heiden und Juden wohl an — aber einem Christen — einem Geistlichen — Dekan —!!! Ich frage auf diese Beschuldigung hin — ob ein solcher Mann unser Richter sein könne? Das ist ja entsetzlich!‘“
Ulrich Goßner über sein Vernehmung im bischöflichen Ordinariat in Augsburg (1831) Ulrich Goßner (1806-1834), gebürtig aus Seifertshofen bei Ebershausen und … Mehr
Florian Mayr, Gundremmingen und die Lindlianer: „Ignaz Lindls Gottesdienste besuchten sehr viele religiös interessierte Menschen, darunter auch zahlreiche Protestanten. Diese wollten vor allem seine inhaltsreichen Predigten hören. In diesen Kreisen gewinnt Pfarrer Lindl schnell treue Anhänger, zu denen auch der Kaufmann Christian Friedrich Werner aus Giengen/Brenz gehört. Er war schon jahrelang Leiter der ‚Stunden‘ in seiner Heimatgemeinde. Der wohlhabende und angesehene Kaufmann bleibt ein treuer Freund und Mitarbeiter Lindls, ist ihm bei der Auswanderung ein unentbehrlicher Helfer, opfert dem Werk Lindls seine ganze Kraft und zuletzt auch sein Vermögen. Lindl wurde oft als Festprediger eingeladen. So predigte er am Neujahresfest 1819 nachmittags in Aislingen 2 1/2 Stunden, um 12 Uhr war die Kirche schon überfüllt. Einige Tage später am Dreikönigsfest, sprach Lindl in Gundelfingen vor etwa 6000 Zuhörern, darunter wieder sehr vielen Lutheranern aus dem benachbarten Württemberg.“
Gundremmingen und die Lindlianer Von Florian Mayr Gundremmingen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch den katholischen Pfarrer Ignaz Lindl … Mehr
Wie die katholische Erweckungsbewegung in Schwaben Friedrich Engels in Sachen Kommunismus beeinflusst hat: „Da Ignaz Lindl als katholischer Priester mit seiner Haushälterin Elisabeth Völk aus Eismannsberg die Ehe einging, wird er 1823 aus dem Zarenreich verweisen und landet schließlich 1824 in (Wuppertal-)Barmen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Lindl als Hauslehrer den jungen Friedrich Engels in dessen Kindheit unterrichtete und ihm dabei eine religiös motivierte Gütergemeinschaft nahegebracht hatte. Lindls Grabmal befindet sich auf dem Unterbarmer Friedhof in der Nähe der Grabanlage der Familie Engels.
Wie die katholische Erweckungsbewegung in Schwaben Friedrich Engels in Sachen Kommunismus beeinflusst hat Das sind solche Geschichte, die man auf … Mehr
Johannes Evangelista Goßner über die eigene Christus-Bekehrung als Kaplan in Neuburg an der Kammel. Tagebuchaufzeichnungen vom November 1797: „Nach und nach fühlte ich den HErrn so in mir und ließ ihn machen und wirken in mir und hielt mich zurück. – Es kam mir immer dies in Sinn und Mund: zurück Teufel, stirb Adam in mir. Es lebe JEsus! Ja, fiat! Das geschah und war auch heut den ganzen Tag hindurch all mein Gebet, dass ich es immer wiederholte, pereat Adam, vivat Jesus! und dabei gab ich mich allezeit ihm so hin, und er wirkte in mir, stillte die Unruhe und Affekte, wenn sie aufsteigen wollten. Ich fühlte den HErrn noch nie so wie heut, nie so anhaltend, oft und lange, nur selten unterbrochen, und so lebhaft und freudig. – Der HErr sei gelobt und beweise seine Kraft immer mehr an mir armen Sündenklumpen.“
Über die eigene Christus-Bekehrung als Kaplan in Neuburg an der Kammel. Tagebuchaufzeichnungen vom November 1797 Von Johannes Evangelista Goßner Den … Mehr
Horst Weigelt über Johann Michael Feneberg (1751-1812) und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer: „Die kirchengeschichtliche Bedeutung Fenebergs besteht erstens darin, dass er die Allgäuer Erweckungsbewegung in ihrer Frühphase frömmigkeitstheologisch stark beeinflusst und entscheidend mitgeprägt hat. Seine Frömmigkeitstheologie war christozentrisch ausgerichtet auf die Gnade. Seine Predigt und Seelsorge waren bestimmt von der Verkündigung der bedingungslosen Gnade.“
Johann Michael Feneberg und die Allgäuer Erweckungsbewegung. Erinnerung an einen bedeutenden Vöhringer Pfarrer Von Prof. em. Dr. Horst Weigelt Im … Mehr
Joseph Bernharts Lebensbild über Christoph von Schmid, dem Dichter von „Ihr Kinderlein, kommet“ und ehemaligem Kaplan von Feneberg: „Die kurze Zeit in Seeg hat Christoph Schmid die glücklichste seines Lebens genannt; nie auch sei er seelenvergnügter gewesen. Das geistige Klima des Pfarrhauses, die Eintracht unter den Kollegen und die Harmonie mit der Bevölkerung lobt noch der Greis als Erquickung seiner Jugend.“
Über den Dichter von „Ihr Kinderlein, kommet“ hat Joseph Bernhart in einer eigenwilligen Sprache 1956 folgendes Lebensbild geschrieben: Christoph von … Mehr
Georg Schwaiger über Johann Michael Sailer (1751-1832): „Sailer wird heute nicht nur als einer der wichtigsten Väter der neueren katholischen Theologie gesehen. Viele seiner zukunftweisenden Ansätze haben im Zweiten Vatikanischen Konzil, wenn auch nicht im bewußten Rückgriff, ihre Entfaltung und Bestätigung gefunden.“
Johann Michael Sailer (1751-1832) Von Georg Schwaiger Johann Michael Sailers langes Leben – fast auf das Jahr genau die Lebenszeit … Mehr