Lesslie Newbigin, Salz der Erde. Fragen an die Kirchen heute (The Other Side of 1984. Questions for the Churches): „Lassen wir uns leiten von der Sicht der Bibel, dann werden wir erkennen, dass Wissen im tiefsten Sinn andere Einstellun­gen und Verpflichtungen erfordert als die, die seit der Zeit der Aufklärung zu Idealen erhoben wurden. Im Mittelpunkt der bi­blischen Sicht steht die Beziehung des Vertrauens zu einer per­sönlichen Wirklichkeit, die viel größer ist als wir selbst. Ohne dieses Vertrauen wird uns das wahre Wissen vom Wesen der Dinge verborgen bleiben.“

Salz der Erde. Fragen an die Kirchen heute (The Other Side of 1984. Questions for the Churches) Von Lesslie Newbigin … Mehr

Reinhold Schneider, An Alle. Ein Aufruf (1947): „Über die Gräber der Ge­mordeten hinweg, über den Tod der Heimatlosen, die Trauer der Mütter, das ganze entsetzliche Unrecht der Zeit, das wie ein fressendes Feuer ausbrach aus unserem Lande, die armen, vergifteten Seelen, die verwirrten suchenden Geister, die Ge­danken des Todes finden sich Ruf und Antwort zusammen, stellt, vom Bekenner zum Bekenner, Gottes Reich sich her. Diesen Glauben haben wir, und wir sprechen ihn mit aller Entschiedenheit aus.“

An Alle. Ein Aufruf (1947) Von Reinhold Schneider Aufruf (Vorspruch) Ein einiger Geist, ein einzig glutvoll DringenErneuter Herzenskraft der großen … Mehr

Leszek Kolakowski, Der mythische Sinn der Liebe (Die Gegenwärtigkeit des Mythos): „Die Liebe ist das Verlangen nach vollkommener Überwindung der Distanz zu dem, was geliebt wird, das heißt, das Verlangen nach vollkommener Vereinigung. Sie enthält also die Erfahrung der unerträglichen Separierung, die Hoffnung auf Ab­schaffung der Separierung und das Bedürfnis, sich bis zur Auf­lösung aufzuopfern.“

Der mythische Sinn der Liebe Von Leszek Kolakowski 1. Die verstehende Erhellung der Welt der Dinge ist ein Werk des … Mehr

Dietrich Ritschl über Martin Luther King, Jr.: „Martin Luther King, Jr. hat sich nie so verstanden, als legitimiere er seine Forderungen, Tröstungen und Voraussagen durch die Stärke seiner eigenen Analysen und Einsichten. Er wußte sich gedrängt und geführt, das zu sagen, was er aussprach und lebte. So haben ihn auch seine näheren und ferneren Anhänger verstanden. Die Wucht seiner Aussagen hatte etwas Prophetisches, daran zwei­felten auch die nicht, die nur teilweise mit ihm einig waren.“

Martin Luther King, Jr. Von Dietrich Ritschl Er wurde 39 Jahre alt, wie Dietrich Bonhoeffer. Er war klein von Statur, … Mehr

Helmut Gollwitzer Predigt über 2. Korinther 5,15 am Buß- und Bettag 1953: „Das Kreuz Christi ist der große Strich, den Gott unter unser bis­heriges Leben zieht, der Strich, den wir nicht selbst machen konn­ten und mit dem das selige „hinfort nicht mehr“ erklingt. Denn das Kreuz Christi nimmt jeder Angst um unser Leben, die uns treibt, uns um uns selbst zu drehen, den Grund; es macht die Angst zur Torheit und stellt in die Freiheit.“

»Hinfort nicht mehr«. Predigt über 2. Korinther 5,15 Von Helmut Gollwitzer … und er ist darum für alle gestorben, auf … Mehr

Dietrich Bonhoeffers theologisches Gutachten über Staat und Kirche (1941): „Die Verweigerung des Gehorsams in einer bestimmten geschichtlichen, politischen Entscheidung der Obrigkeit kann ebenso wie diese Entscheidung selbst nur ein Wagnis auf die eigene Verantwortung hin sein. Eine geschichtliche Entscheidung geht nicht in ethische Begriffe auf. Es bleibt ein Rest: das Wagnis des Handelns. Das gilt für die Obrigkeit wie für den Untertanen.“

Theologisches Gutachten. Staat und Kirche[1] Von Dietrich Bonhoeffer 1. Begriffliches Der Begriff des Staates ist dem Neuen Testament fremd. Er … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 von 1915: „Sehen wir heute die Welt im Kriegsgeist wie einmütig, warum sollen wir nicht auch im Geist Gottes einmal erleuchtet werden? Sehen wir Völker in der Begeisterung aufwachen und im eitlen Wahn immer nur auf ihren Sieg warten, wie wenn dann etwas geholfen wäre — vielleicht könnte auch Gott es machen, daß man einmal begeistert wird für das Gute, für das Wahrhaftige, für den Frieden? Aber nur sein Geist wird es machen, nur sein Geist kann dem Geist der Welt entgegentreten.“

Beten und nicht laß werden! Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Der Heiland sieht auch in große Städte hinein. … Mehr

Christoph Blumhardt, Predigt über Lukas 18,1-8 (1899): „Was wollt ihr denn? Was laufet ihr denn so fromm da herum? Wollt ihr leben wie andere Menschen und eurem Egoismus, eurer Selbstsucht leben? Wollt ihr euch ein­bilden, ihr könnt es durchbringen auch ohne die andern? Wollt ihr wieder von Jesus weg und gerade so blinde Menschen werden wie die andern? Was wollt ihr denn, ihr Christen? Wollt ihr in euren Kirchen sitzen und es euch da gemütlich machen, wie die andern Leute in ihrem Geld? Wollt ihr hinsitzen und euch erbauen, wie andere in ihrem Theater? Zu was seid ihr denn da, ihr Christenleute? Ihr seid zu nichts anderem da, als dass ihr das Reich Gottes herschreiet.“

Das Schreien vor Gott. Predigt über Lukas 18,1-8 (1899) Von Christoph Blumhardt Dieses Gleichnis ist sehr bezeichnend für das Werden … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über das Gleichnis von der bittenden Witwe (Lukas 18,1-8) von 1897: „Die Staaten haben nichts im Sinn als ihre Soldaten, ihre Polizei und ihre Gesetze, aber nach Gott fragt man nicht; der gilt nichts, und da sind dann Verhältnisse in der Menschheit, soziale und gesellschaftliche, in Handel und Wandel und Gewerbe und Erfindungen der heutigen Welt, die nützen alle nichts. Je gescheuter die Leute werden, um so weniger wollen sie Feuer werden fürs Reich Gottes.“

Die Witwe. Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten … Mehr