Wir befinden uns im Karl-Barth-Jahr 2019, und man kann sicher sein, dass zahlreiche Vorträge und Abhandlungen veröffentlicht werden, die Barths … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Vom Kreuzbund: „Der Neue Bund an Jesu Kreuz von Golgota festgemacht verbündet den Gott mit den Menschen. Da die göttliche Zuwendung auf den Tod seines Sohnes hin ein für alle Mal verbindlich geworden ist, können weder Menschen noch Völker diesen Kreuzbund auflösen. ‚Es ist vollbracht.‘ Göttliches Perfekt durch den Menschen Jesus in seiner Todesstunde am Kreuz ausgesprochen wird durch keine menschliche Zuwiderhandlung in die Vergangenheit aufgelöst.
Als alter Pfadfinder ist einem der Kreuzbund als Seilverbindung zweier Holzstangen wohl vertraut. Vom Kreuzbund Der Begriff „Bund“ ist seinem … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Lukas 10,38-42: „Jetzt ist Jesus da, jetzt heißt es, unser Dasein durch seine Gegenwart bestimmen lassen. Jetzt ist ER allein der, der handelt und wir sind die, die von dorther angesprochen, von dorther belehrt, von dorther gesucht und gerufen, getroffen und erleuchtet werden. Das ist Jesu Gegenwart. Das ist der Sinn seines Eintritts in unsere Häuser. Jesus offenbart uns Gottes Geheimnisse. Darum durchbricht Maria alle Schranken, demonstrativ für das Ungeheuerliche, das sich damit ereignet, dass Jesus in ihr Haus eintritt, dass er ihr so menschlich, irdisch, so gütig, so ohne allen feierlichen Abstand nahe ist.“
Eine großartige Predigtmeditation über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand 1959 für den Sonntag Sexagesimae verfasst: Predigtmeditation … Mehr
Predigt über Prediger (Kohelet) 7,15-18: „Mach dich nicht einseitig an dem fest, was dir selbst als gerecht erscheint. Dein Leben ist kein geradliniger Gang, bei dem du dich auf der Seite der Gerechtigkeit festmachen kannst. Wenn dein Leben ins Schlingern kommt – wie auf einem Fährschiff im starken Seegang – musst du unweigerlich auch die andere Seite ergreifen, um nicht über Bord zu gehen. Da gibt es nicht länger die eine richtige Seite, an der dein Leben gut ausgeht. An dem, was du für dich selbst als gerecht zu begreifen suchst, kann dein Leben keinen letzten Halt finden.“
Predigt über Prediger (Kohelet) 7,15-18 15 Dies alles hab ich gesehen in den Tagen meines eitlen Lebens: Da ist ein … Mehr
„Bitte nehmen Sie sich die Freiheit und beenden den Hungerstreik“ Gustav Heinemann im Briefwechsel mit Ulrike Meinhof vom Dezember 1974: „Bei allem Respekt vor der Selbstbestimmung, die einem Menschen hinsichtlich seiner Lebensgestaltung gebührt, meine ich ernstlich, Sie sollten Ihren Hungerstreik beenden. Ich bitte Sie darum, nehmen Sie sich selbst diese Freiheit und geben Sie damit Ihren Freunden eine gleiche Freiheit.“
Der Heinemann-Meinhof-Briefwechsel vom Dezember 1974 Nachdem Ulrike Meinhof am 2. Dezember von Berlin-Moabit nach Stuttgart-Stammheim zurückverlegt worden war und ihren Hungerstreik … Mehr
„Die Arbeit bleibt wichtig, aber meine Würde verdanke ich nicht meiner Arbeitsleistung“ – eine Rezension von Roland Pelikan/Johannes Rehm, Arbeit im Alltag 4.0.
Rezension Roland Pelikan/Johannes Rehm (Hrsg.), Arbeit im Alltag 4.0. – Wie Digitalisierung ethisch zu lernen ist: Beiträge aus betrieblicher, arbeitsmarktpolitischer … Mehr
Zur Theodizeefrage: „All diese Theodizee-Versuche überzeugen nicht wirklich, nehmen Gott als Idee aus dem Geschehen heraus, lassen ihn wie einen Modelleisenbahnbauer denken, der zur seinen Werken keine lebendige Beziehung hat und selbst in das Geschehen nicht persönlich involviert ist. Wer die Theodizeefrage stellt, sitzt am Schreibtisch oder auf der Schulbank. Sind Menschen vom Leiden selbst eingeholt, klagen sie, verbittern, schweigen oder beten.“
Zur Theodizeefrage „Ist Gott dann nicht ungerecht, wenn er zürnt?“ (Römer 3,5) Die Frage nach der Theodizee – die Rechtfertigung … Mehr
Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt: „Da mag mancher sich die eigenen Zweifel ersparen wollen, indem er die überlieferten Glaubenshinhalte in das Sieb der eigenen Vernunft gibt. Das, was man vernünftigerweise durchgehen lassen kann, lässt sich in der Tat problemlos begreifen – eben wie feiner Sand. Aber wie soll man auf einem solchermaßen durchgesiebten Glaubenssand für die Ewigkeit bauen können? Mit der Zeit entrinnt der vernünftige Glauben unseren eigenen Händen.“
Über alle Zweifel erhaben? Je mehr der Glaube fassen und tragen soll, umso eher wird er angezweifelt Gibt es Gott … Mehr
Karl Barth, Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie (1922): „So gewiss wir irgendeinen Weg gehen müssen und so gewiss es sich wahrhaftig lohnt, wählerisch zu sein und nicht den ersten besten Weg zu gehen, so gewiss müssen wir bedenken, dass das Ziel unsrer Wege das ist, dass Gott selber rede, und dürfen uns also nicht wundern darüber, wenn uns überall am Ende unsrer Wege, und wenn wir unsre Sache noch so gut gemacht hätten, ja dann am meisten, der Mund verschlossen wird.“
Karl Barths Vortrag „Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie“ von 1922 ist ein theologischer Klassiker – expressive Sprache und … Mehr