Über die biblische Exegese und die Geschichtswissenschaft Von Karl Barth Wir sprachen schon von dem Begriff der theologischen Exegese, die … Mehr
Schlagwort: Historische Methode
Jörn Rüsen über das historische Erzählen: „Die Typen des traditionalen, exemplarischen, kritischen und genetischen Erzählens können als Entwicklungsphasen des Geschichtsbewußtseins verstanden werden, die sich in komplexen, im einzelnen noch zu erforschenden Prozessen einer kontinuierlichen Verarbeitung historischer Erfahrungen in identitätsbildende Deutungsmuster des zeitlichen Wandels von Mensch und Welt sukzessive herausbilden.“
Historisches Erzählen Von Jörn Rüsen Begriffliche Unterscheidungen „Historisches Erzählen“ ist zunächst einmal die alltägliche sprachliche Form, in der Geschichte artikuliert … Mehr
Paul Schempp, Randglossen zum Barthianismus (1928): „In der Diskussion über Barths Theologie bleibt man stecken, als ob Theologie ein so harmloses und friedfertiges Unternehmen wäre wie die Aufstellung der Jahresbilanz eines gut fundierten Geschäfts. Barth floriert, seine Bücher gehen und die Konkurrenz strengt sich an. Aber dies hindert nicht, daß der gesamte Produktionszweig, Kirche und Theologie, nur unter die Luxusindustrie zu rechnen ist; sie muß schon sehr interessante Artikel liefern, wenn das Publikum noch kaufen soll. Nicht die Ware, der Verkäufer, die Aufmachung, die Reklame und vor allem das Ansehen der Firma geben den Ausschlag. Der Erfolg: ein paar bedeutende Theologen, die Aufrechterhaltung des Betriebs mit staatlichen Mitteln, die Erhaltung der Absatzgebiete, die Befriedigung der religiösen Bedürfnisse des Mittelstandes, die langsame Modernisierung; innerhalb der Wissenschaft, Bildung, Mentalität und Religiosität des 20. Jahrhunderts behaupten Theologie und Kirche ihr traditionelles Plätzchen, die Konjunktur schwankt, aber das Unternehmen ist gesicherter als der Friede Europas. Das alles wird gerechtfertigt durch die Theologie selber, nicht so plump und unglaubwürdig, dass das als Werk und Wille Gottes ausgegeben wird, nein, viel feiner und imponierender dadurch, dass der Zorn Gottes über all das gelegt wird, dass geschmettert und getobt wird wider die Gottlosigkeit der Kirche und die Unfruchtbarkeit und den Mangel an Geist in der Theologie.“
Randglossen zum Barthianismus Von Paul Schempp Schon 1928 hatte der damals 28jährige Paul Schempp in der Zeitschrift Zwischen den Zeiten … Mehr