Kurz, eloquent und hintersinnig hat Eberhard Jüngel die Frage „Was ist der Mensch“ beantwortet, die ihm 2008 von der interdisziplinären … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Hans Joachim Iwand, Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung (DIE ZEIT, 1946): „Die Osterfeier müsste die Siegesfeier der Christen sein, die sie erinnert an jenen Tag, da Gott Christus zum Herrn der Welt setzte und alle Mächte und Gewalten, alle Throne und Herrschaften, wie es in der Bibel heißt, ihm unterordnete. Wir müssen hier jene Freiheit des Christenmenschen geschenkt bekommen, die sich nicht beugt und fürchtet, die immun ist gegen die Waffe der Angst, mit der der Fürst dieser Welt, für den und dessen Geistesverwandte mit guten Gründen die Auferstehung eine schlechthin widervernünftige Angelegenheit ist, seine Opfer blendet, gängelt und schließlich in den Abgrund stürzt.“
In den mir bekannten Iwand-Bibliographien ist Iwands Artikel „Bekennende Kirche. Eine Osterbetrachtung“ aus der ZEIT, Nr. 9 vom 18. April … Mehr
Karl Kardinal Lehmann, „Ecce homo!“ Seht, was ist der Mensch!: „Das Holz des Kreuzes bleibt im wahrsten Sinne des Wortes sperrig. Wir sperren uns gegen die Wucht dieses Zeichens, eher neigen wir zur Verharmlosung. Dies ist nicht selten in der Geschichte des Glaubens geschehen. Oft wurde ein vorschnelles Reden vom Kreuz missbraucht, um dahinter eine feige Schwächlichkeit zu verbergen. Das wahre Kreuz ist keine halbfromme Betäubung. Das Kreuz darf nicht als Ablenkung dienen, um Unrecht oder Leid zu rechtfertigen. Überall, wo vermeidbares Leiden im Namen des Todes Jesu Christi akzeptabel gemacht wird, wird der Sinn des Kreuzes ausgehöhlt. Jesu Kreuz ist aber gerade das höchste Zeichen dafür, wie man der furchtbaren Realität in unserem Leben nicht ausweicht.“
„Ecce homo!“ Seht, was ist der Mensch! Von Karl Kardinal Lehmann Es mag verwundern, dass ich die Frage „Was ist … Mehr
Hans Joachim Iwand, Osterpredigt über 1. Petrus 1,3 (1950): „Das ist das Geheimnis von Ostern. Hier und heute steht das Licht still. Hier wandert es nicht mehr weg von uns, hier stoßen wir auf die Zentralsonne, von der alle anderen ihr Licht empfangen. Hier über dem leeren Grab des Jesus von Nazareth macht Gott das letzte und tiefste Geheimnis seines großen Erbarmens kund, und ein paar Menschen, die diesem Geheimnis ganz nahe gekommen sind, fassen das Unfaßliche und geben es weiter. Und andere, die es so empfingen und nun auch von dieser Mitte her lebten, fassten es in die Worte: Gott sei Dank, der uns wiedergeboren hat nach seiner großen Barmherzigkeit durch die Auferstehung Jesu Christi zu einer lebendigen Hoffnung.“
Am Ostersonntag, 9. April 1950 predigt Hans Joachim Iwand in der Kapelle von Beienrode über 1. Petrus 1,3 und bringt … Mehr
„Ich habe einen Traum!“ (Martin Luther King) Predigt zu 1. Mose/Genesis 28,10-19a (Jakob schaut die Himmelsleiter – Jakobs Traum)
Ursprünglich veröffentlicht auf NAMENSgedächtnis:
Marc Chagall – Jakobs Traum 10 Aber Jakob zog aus von Beerscheba und machte sich auf…
„Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ – Die Rothko Chapel als Versinnbildlichung von Psalm 139,5.7
In einer Fußnote im Schlusskapitel seiner theologischen Anthropologie „Das verborgene Leben“ bezieht Gerhard Sauter die Rothko Chapel in Houston, Texas … Mehr
„sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet wissen“ – Über die neue AfD-Klausel im bayerischen Kirchenvorstandswahlgesetz
In der neuen Fassung des Kirchenvorstandswahlgesetz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern heißt es nun unter § 8 Wählbarkeit: „(1) Wählbar … Mehr
Hans Joachim Iwands Gedenkrede ‚Umkehr und Wiedergeburt‘ 1958 zur ‚Reichspogromnacht‘: „Wir haben in dieser Antithetik zu unseren jüdischen Mitbürgern ein Verständnis vom Deutschsein herausgestellt, das uns zwangsläufig dem Neuheidentum, dem Deutschglauben und dem deutschen Gott in die Arme treiben mußte. Damit haben wir einen künstlichen, naturhaften Begriff von Deutschsein erwählt. Das Lebensgesetz aller Natur lautet aber auf Tod. Indem wir das Leben der Nation ins Rassische zurückverlegten, wählten wir selbst den Untergang.“
Fast 60 Jahre später wird man wohl kaum noch erahnen können, wie provozierend Hans Jochim Iwands Gedenkrede am 9. November … Mehr
Hans Jonas, dass nicht Gott uns helfen kann, sondern wir ihm helfen müssen. Rezension über „Das denkende Herz. Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941-1943“: „Ein philosophischer Diskurs, der dieser doch nach Möglichkeit sein will, darf nicht mit der emotionalen Vergewaltigung seiner Leser enden, und wenn ich von mir selbst schließen darf, hat das eben Vorgebrachte etwas davon an sich.“
Da hatte Hans Jonas („Der Gottesbegriff nach Auschwitz“ ) ein feines Gespür dafür gehabt, welche Gebetssätze aus Etty Hillesums Tagebücher … Mehr