Gustav Heinemanns eschatologisches Schlusswort zu seinem Abschied als Bundespräsident: „,Meine Herren! Entweder die Welt geht jetzt noch nicht unter und unser Herr kommt noch nicht – dann ist kein Grund vorhanden, die Sitzung abzubrechen. Oder unser Herr kommt jetzt – dann soll er uns bei der Arbeit finden. Die Sitzung geht weiter!‘“

Eschatologisches Schlusswort zum Abschied als Bundespräsident Von Gustav W. Heinemann Folgende Geschichte hatte Gustav Heinemann zu seinem Abschied als Bundespräsident … Mehr

Gustav Heinemann, Gedicht ‚Wenn ich gestorben bin‘: „Wenn ich gestorben bin / werden sie aufstehen / Einer wird sagen / ich sei gegangen / Sie – das sind die Gefährten der Arbeit / Sie – das sind die Gefährten des Kampfes / Sie – das sind die Gefährten des Glaubens / Sie alle werden sagen / ich sei nun fortgegangen / Dann wird ihr Werken weitergehen / Denn sie haben viel zu tun“

Auf der Rückseite eines bedruckten Stück Papiers hat Gustav Heinemann (1899-1976) vor seiner Amtszeit als Bundespräsident folgendes Gedicht notiert: Wenn … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr

José Ortega y Gasset über den Populismus in ‚Der Aufstand der Massen‘ (1929): „Der Massenmensch findet sich vollkommen. Der hervorragende Mensch muss, um sich voll­kommen zu finden, ausgesprochen eitel sein. Die Überzeugung von seiner Vollkommen­heit ist ein Fremdkörper in seinem Wesen; sie ist nicht ursprünglich in ihm, sondern ein Produkt seiner Eitelkeit und trägt sogar für ihn selbst einen vorgetäuschten, scheinhaften und fragwür­digen Charakter. Darum braucht der Eitle die anderen, damit sie ihm die Meinung, die er gern von sich selber hätte, bestätigen. Dem mittelmäßigen Menschen unserer Tage, dem neuen Adam, dagegen fällt es nicht ein, an seiner Gottähnlichkeit zu zweifeln. Sein Selbstvertrauen ist paradiesisch wie Adams; es hin­dert ihn daran, sich mit anderen zu vergleichen, was die erste Bedingung für die Entdeckung seiner Unzulänglichkeit wäre. Er müsste dazu eine Weile aus seinem eigenen Leben hinaus- und in das seines Nächsten hinüberwandern. Aber die gemeine Seele versteht sich nicht auf Seelenwanderungen – den sublimsten Sport.“

José Ortega y Gassets „Der Aufstand der Massen“ (La rebelión de las masas) erschien 1929 auf Spanisch und 1931 in … Mehr

Vom Kreuzbund: „Der Neue Bund an Jesu Kreuz von Golgota festgemacht verbündet den Gott mit den Menschen. Da die göttliche Zuwendung auf den Tod seines Sohnes hin ein für alle Mal verbindlich geworden ist, können weder Menschen noch Völker diesen Kreuzbund auflösen. ‚Es ist vollbracht.‘ Göttliches Perfekt durch den Menschen Jesus in seiner Todesstunde am Kreuz ausgesprochen wird durch keine menschliche Zuwiderhandlung in die Vergangenheit aufgelöst.

Als alter Pfadfinder ist einem der Kreuzbund als Seilverbindung zweier Holzstangen wohl vertraut. Vom Kreuzbund Der Begriff „Bund“ ist seinem … Mehr