Über die Frage der Selbstötung Nachdem die Deportation seiner jüdischstämmigen Frau und seiner Stieftochter unmittelbar bevorstand, nahm sich Jochen Klepper … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Rita Thalmann über Jochen Klepper: „Wie er selber in seinem Tagebuch bekennt, hätte er, als es noch Zeit war, mit seiner Familie einen Staat verlassen können, der seit 1933 die elementarsten Rechte mit Füßen trat und ihm wegen seiner jüdischen Frau eine normale Existenzmöglichkeit absprach. Das von Jugend auf anerzogene blinde Vertrauen auf Gottes Führung und Fügung, auf das »Gute« in seinem Volk, versperrte ihm den Weg zur verantwortungsvollen Tat. Sein Lebensweg und Werk bleiben ein eindrucksvolles Mahnmal für künftige Generationen.“
Ein sensibles Lebensporträt Jochen Kleppers, das Ambivalenzen und Kritisches benennt, hatte Rita Thalmann (1926-2013) für die Reihe „Gestalten der Kirchengeschichte“ … Mehr
Jochen Klepper in seinem Tagebuch über die Bedeutung von Namen und deren Taufe (1933): „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. So zu den Dingen und Menschen zu sprechen, ist die Dichtung.“
Über die Bedeutung von Namen und deren Taufe In seinem Tagebucheintrag vom 18. April 1933 schreibt Jochen Klepper über die … Mehr
„Gesegne dich GOTT der heilige Geist, der dich zu seinem Tempel bereitet und geheiliget hat“- der Valetsegen (Sterbesegen) 1692
Der Valetsegen bei der Einsegnung eines Sterbenden bzw. der Aussegnung einer Verstorbenen hat in der evangelischen Kirche eine lange Tradition. … Mehr
Martin Luther, Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29 – Isaaks Segen an Jakob): „Dieser Segen aber ist nicht nur ein leerer Schall von Worten oder ein Glückwunsch, mit dem einer dem anderen etwas Gutes zu wünschen pflegt. Zum Beispiel, wenn ich sage: „Gott gebe dir schöne und gehorsame Kinder.“ Das sind nur Worte, mit denen man einem anderen etwas Gutes wünscht, ohne ihm tatsächlich etwas zu geben – es bleibt lediglich ein Wunsch, ein Segen, der ungewiss ist und noch vom Erfolg abhängt. Der Segen des Patriarchen Isaak hingegen zeigt ein gegenwärtiges Gut und ist für immer gewiss. Es ist kein bloßer Wunsch, sondern eine tatsächliche Gabe des Guten, wenn er spricht: ‚Siehe, nimm die Gaben hin, die ich dir mit Worten verspreche.‘ In der Heiligen Schrift sind Segen nicht allein Segenswünsche, sondern wirkliche Segen, die das wirklich schenken und mit sich bringen, was die Worte besagen.“
Über die Wirklichkeit des Segens (Auslegung zu Genesis 27,28-29) Von Martin Luther In seiner Genesis-Auslegung zu 27,28f – Erstgeburtssegen, den … Mehr
Peter Brunner, Der Segen als dogmatisches und liturgisches Problem: „Das Segenswort gibt, was es sagt. Es ist kein leeres Wort. Gottes Treue und Macht bewirken die Präsenz der im Segenswort intendierten Heilsgabe.“
Was Peter Brunner 1964 auf einer Pfarrkonferenz in Freiburg i.Br. in Sachen gottesdienstlicher Segen gesagt hat, ist in seiner Prägnanz … Mehr
„Wo also Menschen leiden, da erwächst dem Glauben eine absolute Verpflichtung; denn hier leidet Christus“ – Martin Niemöller „Von der politischen Verantwortung des Christen in der heutigen Welt“ (1952)
Von der politischen Verantwortung des Christen in der heutigen Welt Von Martin Niemöller In dem Problem, wie es uns durch … Mehr
Hans Joachim Iwands Gedenkrede zum Totensonntag 1945 (Psalm 90): „Unsere Toten haben ein Loch gerissen in die Welt, in der wir leben. Durch dieses Loch ist der Himmel frei geworden, ist das Jenseits ganz nahe herangekommen“ –
Hans Joachim Iwands Gedenkrede zum Totensonntag, die er 1945 in Bielefeld gehalten hatte, ist eine besonders eindringliche Rede, die sich … Mehr
Martin Greschat über Martin Niemöller: „Pazifismus aus Glauben und in der Nachfolge Jesu hieß also für Niemöller die Konsequenz. Und das bedeutete: Die Christenheit musste umkehren, musste Buße tun und ihre Schuld bekennen, weil sie so lange und so selbstverständlich mit Macht und Gewalt gerechnet hatte, damit umging und immer wieder darauf statt auf das Wort und Beispiel ihres Herrn baute und noch baut. Das bedeutete zugleich: Die Christenheit muß anders reden und sie muss vor allem anders leben als bisher. Niemöller hat diesen Zusammenhang einmal in einer ebenso schlichten wie schönen Formulierung so ausgedrückt: »Glauben heißt: Bei Jesus sein: Und bei Jesus sein, das heißt: Bei ihm bleiben: Und da er nicht in der Kirche sitzt und Sprechstunden hält, sondern auf dem Wege ist, so heißt bei ihm bleiben: Ihm nachfolgen!«“
Martin Greschat hatte es in der von ihm herausgegebenen Reihe „Gestalten der Kirchengeschichte“ selbst übernommen, Martin Niemöllers Lebensporträt zu schreiben. … Mehr