Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation zu Johannes 3,16-21 (1940): „Wir dürfen gerade in solchen Zeiten dafür besonders dankbar werden, dass wir Gottes Liebe nicht mehr dort zu suchen brauchen, wo sie für uns nicht da ist, sondern dass sie uns umso klarer dort leuchtet, wo wir sie allein finden sollen: in Jesus Christus. ‚Also‘ – das schließt alle unsere eignen Wün­sche und Gedanken über Gottes Liebe aus, es weist allein auf Jesus Christus. Gottes Liebe zu uns soll allein in ihm gefunden werden.“

Die Perikope aus dem Evangelium nach Johannes mit 3,16 „also hat Gott die Welt geliebt …“ hat eine Wanderung durch … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Lukas 10,38-42: „Jetzt ist Jesus da, jetzt heißt es, unser Dasein durch seine Gegenwart bestimmen lassen. Jetzt ist ER allein der, der handelt und wir sind die, die von dorther angesprochen, von dorther belehrt, von dorther gesucht und gerufen, getroffen und erleuchtet werden. Das ist Jesu Gegenwart. Das ist der Sinn seines Eintritts in unsere Häuser. Jesus offenbart uns Gottes Geheimnisse. Darum durchbricht Maria alle Schranken, demonstrativ für das Ungeheuerliche, das sich damit ereignet, dass Jesus in ihr Haus eintritt, dass er ihr so menschlich, irdisch, so gütig, so ohne allen feierlichen Abstand nahe ist.“

Eine großartige Predigtmeditation über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand 1959 für den Sonntag Sexagesimae verfasst: Predigtmeditation … Mehr

SEINE Stimme – kein Wahnsinn. Abrahams Rechenschaft über die Bindung Isaaks (Genesis 22,1-19): „Im Nachhinein mag es wohl vorsehentlich heißen ‚Auf dem Berg lässt sich der HERR sehen.‘ Aber wie habe er wissen können, dass sein Horchen auf diese Stimme nicht zur Tötung seines eigenen Sohnes führen würde? Da war doch SEINE Bundeszusage dem Opferauftrag vorangegangen: ‚Ich werde meinen Bund mit ihm, Isaak, aufrichten als einen ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.‘ Dieser Zusage habe er den ganzen dreitägigen Opfergang lang geglaubt. Was ER Abraham verheißen habe, werde ER nicht in einem menschenmöglichen Opfer zurücknehmen und SICH damit selbst untreu werden.“

Abrahams Rechenschaft über die Bindung Isaaks (Genesis 22,1-19) Was konnte er schon vorbringen, als er mit dem Vorwurf der versuchten … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) vom Sommer 1945: „Hütet euch! Indem ihr Jesus von Nazareth in euer Haus nehmt, werdet ihr Partei und gehört nun auch zu der Sekte der Nazarener. Man muss schon wissen, was man tut, wenn man das tut, was diese Frau wag­te. Man muss wissen, dass man damit den in sein Haus einlädt, der auf dem Wege zum Kreuz ist, dem Gericht gehalten wer­den wird im Namen des Staates und der Kirche zugleich. Man muss wissen, dass dies ein Verfemter und ein Verfolgter ist, der unstet und flüch­tig durch die Welt geht. Ich dächte, wir hätten etwas davon erfah­ren können, dass sein Name eine gefährliche Sache ist, dass man da­mit teilhat an der «unterirdischen Verschwörung, die es ja gegeben hat», wie einer, der die Sache begriffen hat, gesagt hat.“

Eine unkonventionelle Predigt zu Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand im Sommer 1945 in Cappenberg/Westfalen gehalten: „Das … Mehr

Predigt über Prediger (Kohelet) 7,15-18: „Mach dich nicht einseitig an dem fest, was dir selbst als gerecht erscheint. Dein Leben ist kein geradliniger Gang, bei dem du dich auf der Seite der Gerechtigkeit festmachen kannst. Wenn dein Leben ins Schlingern kommt – wie auf einem Fährschiff im starken Seegang – musst du unweigerlich auch die andere Seite ergreifen, um nicht über Bord zu gehen. Da gibt es nicht länger die eine richtige Seite, an der dein Leben gut ausgeht. An dem, was du für dich selbst als gerecht zu begreifen suchst, kann dein Leben keinen letzten Halt finden.“

Predigt über Prediger (Kohelet) 7,15-18 15 Dies alles hab ich gesehen in den Tagen meines eitlen Lebens: Da ist ein … Mehr

„Bitte nehmen Sie sich die Freiheit und beenden den Hungerstreik“ Gustav Heinemann im Briefwechsel mit Ulrike Meinhof vom Dezember 1974: „Bei allem Respekt vor der Selbstbestimmung, die einem Menschen hinsichtlich seiner Lebensgestaltung gebührt, meine ich ernstlich, Sie sollten Ihren Hungerstreik beenden. Ich bitte Sie darum, nehmen Sie sich selbst diese Freiheit und geben Sie damit Ihren Freunden eine gleiche Freiheit.“

Der Heinemann-Meinhof-Briefwechsel vom Dezember 1974 Nachdem Ulrike Meinhof am 2. Dezember von Berlin-Moabit nach Stuttgart-Stammheim zurückverlegt worden war und ihren Hungerstreik … Mehr