»Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt …« »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir … Mehr
Schlagwort: Reinhold Schneider
Reinhold Schneider, Pilatus (1942): „Die Wahrheit ist da und spricht und wird zum Tode geführt und bleibt doch in der Welt; ihr Dasein ist die große bewegende Tatsache der Geschichte, aber die Menschen stehen vor ihr und fragen nach ihr, ohne sie zu erkennen, oder sie lehnen mit einem halb schmerzlichen, halb verächtlichen Ausruf den Glauben an ihr Dasein, ja an die Möglichkeit dieses Daseins ab, und es ist nicht immer eine willentliche Abkehr, die sie dazu bewegt.“
Pilatus »Was ist Wahrheit?« (Joh 18,38) Von Reinhold Schneider Das Wort des Pilatus ist durch die Welt gegangen wie das … Mehr
Reinhold Schneiders Karfreitag von 1948: „Wenn keine Wahrheit ist, so ist der Mensch ihr auch nicht mehr verpflichtet: er braucht nicht wahrhaftig zu sein. Andere Verpflichtungen, Forderungen, Triebe treten an die Stelle der Wahrheit.“
Karfreitag Glaube ist die feste Zuversicht auf das, was wir erhoffen, die Überzeugung von dem, was wir nicht sehen. (Hebr … Mehr
Reinhold Schneiders „Aufbruch zum Kreuze“ von 1947: In der Erkenntnis unserer Schuld allein werden wir uns selber finden, und vor dem Kreuz allein können wir einig werden.
Ähnlich wie die evangelischen Landeskirchen taten sich die römisch-katholischen Bischöfe in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg schwer, von eigener Schuld … Mehr
Josef Rast über Reinhold Schneider: „Die Krankheit hatte er immer als Ansporn des Fragens nach dem Wesentlichen gewertet und als Anteil an Christi Leiden angenommen.“
Reinhold Schneider Von Josef Rast Reinhold Schneider, geboren am 13, Mai 1903 in Baden-Baden. Realschule, Abitur 1921, landwirtschaftlicher Volontär, 1922-28 … Mehr
Reinhold Schneiders Jeremia-Porträt von 1958: „Aber wohnt dieser zerrüttende Widerspruch nicht in Gott, der verwirft, was er annehmen möchte“
Eine der letzten Veröffentlichungen zu Lebzeiten Reinhold Schneiders war sein Jeremia-Porträt von 1958: Jeremia. Prophetie in der Zeit (1958) Von … Mehr
Reinhold Schneider, Über den Selbstmord (1947): „Ist es aber gewiss, so ist das Leben ein Gut über allen Gütern, für das es keine Entschädigung gibt. Dann wäre das elendeste Leben noch kostbar – und wenn es nur einen Blick in die Sonne erlaubt, das Empfinden des Herzschlages, das letzte, von Wehmut verdunkelte Nachleuchten einer Erinnerung – wenn es nichts wäre als die Verzögerung des Sterbens, die Frist vor dem Nichts. Wer leidet, der lebt – und das Leben ist ein Abgrund an Schmerz, aber auch ein Abgrund an Hoffnungen.“
Reinhold Schneider Plädoyee gegen die Selbsttötung zeigt zugleich sein beeindruckendes Einfühlungsvermögen in deren Motive. Kein Wunder, hatte sich der 19jährige … Mehr
Reinhold Schneider, Rundfunkansprache „Begnadete Nacht“ vom 25. Dezember 1952: „Hier geht es einfach um Glauben, eine ringende, fast zerbrechende Kraft, die vielleicht gerade stirbt in der Heiligen Nacht, weil sie von ihr überfordert wird. Was ist damit gewonnen, dass wir die Friedensbotschaft der Engel wiederholen! Was sind uns denn Engel! Wirklich schreckliche Boten, in Wahrheit Wirkkräfte, die, in erhabener Stufenordnung, die Gestirne leiten, die Mächte des Weltalls regieren, auf Gottes Wort warten, ihn preisen, ihn anschaun? Ringender Glaube hat keinen Frieden in der Heiligen Nacht. Er kann sich ja nicht in einem Gespinst von Licht und Wärme verfangen lassen; er kann sich nicht einen Augenblick täuschen lassen über den Grund, auf dem er steht, nicht darüber, dass der Reiter, der über den Bodensee ritt, sein Symbol ist und bleibt; dass er gerade dann zusammenbrechen kann, wenn er die Lichter der Gottesstadt erblickt, nachdem das Herz so lange aushielt in der Eiseswüste der Zeit. Friede auf Erden: gewiss. Wer wünscht ihn nicht? Aber was soll er denn sein, wenn es nicht ein mit äußerster Kraft errungener Friede ist: Friede in uns, der immer wieder erzittert; Friede, den wir in die Welt tragen sollen und noch nicht einmal sicher in uns haben; Friede, von dem wir gestehen müssen, dass er die zweifelhafteste aller Hoffnungen ist, eine Gabe, die uns in den Händen zerbricht, wenn wir sie weiterreichen wollen, ein Glas, das zerspringt, sobald wir es an die Lippen führen.“
Begnadete Nacht Von Reinhold Schneider Der Stern, der die Weisen führte und über Bethlehem stehen blieb, ist der Gruß des … Mehr
Reinhold Schneiders Erinnerung an Jochen Klepper: „Zu meinem Erstaunen entdeckte er in meinen Büchern strenge Katholizität, die ich gar nicht gewollt hatte. An der Wiedererrichtung des Kreuzes in meinem Leben hat er großen Anteil. Mehr kann Freundschaft nicht sein. So waren die Kräfte, von denen wir lebten, die uns leiteten, sehr verschieden; der Anstoß war derselbe: die Zeit, die über allen unseren Stunden unbeweglich dunkelte. Immer deutlicher legte sie ihm einen ehernen Verzicht auf, wenn er das Letzte: das Haus, die Frau, die Kinder, die Reinheit seines Strebens behaupten wollte.“
Jochen Klepper (1954) Von Reinhold Schneider Allwöchentlich fuhr ich von Potsdam nach Berlin, um in irgendeiner Redaktion einen Aufsatz oder … Mehr