Hirtenbrief des bayerischen Oberkonsistoriums „an seine Pfarrer, Hilfsgeistlichen und exponierten Vikare“ zur Fortsetzung der Kriegsanstrengungen im 1. Weltkrieg (1916): „So wie das deutsche Volk nach seiner Gemüts­anlage weit entfernt ist von der maßlosen Gewinnsucht wie von der rasenden Ehrsucht seiner Feinde und nur widerstrebend in diesen Krieg eingetreten ist, kann es ja gar nicht anders, als im tiefsten Grund ein Grauen empfinden vor dem furchtbaren Werk, das ihm aufgenötigt ist … Dieses Gefühl konnte geradezu gefährlich werden, wenn es sich mit religiösen Vorstellungen verband etwa derart, dass der christliche Sinn das Blutvergießen nicht länger gutheißen könne, dass die christliche Selbstlosigkeit es erlaube, wenn nicht fordere, auf eine volle Sühne des an uns verbrochenen Unrechts zu verzichten, und dergleichen.“

Hirtenbrief zur Passionszeit. Aus einem Aufruf des bayerischen Oberkonsistoriums 1916 „an seine Pfarrer, Hilfsgeistlichen und exponierten Vikare“ Wie Patriarch Kyrill…

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu 2. Korinther 5,19-21 von 1957: „Entweder Gott bestimmt mit seiner Versöh­nungstat in Christo die Welt, dann haben diese Mächte der Sünde und des Todes keinen Anspruch auf Realität; oder sie sind real, sie machen den Reali­tätsgrund dieser Welt aus, dann ist Gott keine Realität, dann ist er weder unser Schöpfer noch unser Versöhner noch Erlöser, sondern nur noch eine Größe des frommen Bewußtseins.“

Predigtmeditation zu 2. Korinther 5,19-21 (Karfreitag) Von Hans Joachim Iwand Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich…

Aus der Kriegspredigt des Patriarchen Kyrill von Moskau vom 3. April 2022: „Heute wird das Wort ‚Unabhängigkeit‘ häufig auf fast alle Länder der Welt angewandt. Aber das stimmt nicht, denn die meisten Länder stehen heute unter dem großen Einfluss einer Macht, die sich leider gegen die Macht unseres Volkes stellt. Und wenn es so ist, wenn es dort eine große Macht gibt, dann müssen wir sehr stark sein. Wenn ich „wir“ sage, meine ich in erster Linie die Streitkräfte – aber nicht nur. Unsere ganze Nation muss heute aufwachen, muss aufwachen und erkennen, dass eine besondere Zeit gekommen ist, eine Zeit, die das historische Schicksal unserer Nation bestimmen kann.“

Man muss es tatsächlich lesen, was Patriarch Kyrill am letzten Sonntag, 3. April, in der Hauptkirche der Streitkräfte Russlands im…