Karl Barth über das Gebet (Kirchliche Dogmatik III/4, 1951): „Gebet ist die nur Gott zugewendete und insofern strikt die innere Seite des Lobes Gottes. Gebet als Glaubensdemonstration, Gebet als verkleidete Predigt, Gebet als Instrument der Erbauung ist ein heller Unfug, ist kein Gebet. Gebet ist kein Gebet, wenn man dabei einem Anderen als Gott etwas sagen will.“

Das Gebet Von Karl Barth Die andere besondere Gestalt menschlichen Tuns im Verhältnis zu Gott ist neben dem Bekenntnis das…

Leonhard Ragaz in Sachen christlicher Pazifismus 1939: „Ich bin von ganzem Herzen für einen Widerstand ohne Waffen und glaube in letzter Instanz niemals an die Waffen, bin selbst «absoluter» Antimilitarist, aber wo in aller Welt Menschen für Freiheit, Demokratie, Sozialismus, Menschenrecht kämpfen, sei’s auch mit Waffen, da bin ich mit ihnen, ginge gerne zu ihnen – ohne Waffen! -, da wünsche ich ihnen Rettung, da verlange ich, dass man nicht durch Nichtintervention ihnen den Schutz des Völkerrechtes versage. Ich bin nicht ein antimilitaristischer Robot, der blind drauflos schlägt, wo nur eine Waffe auftaucht, ich bin auch Demokrat, Sozialist, Mensch, und wenn ich bloss zwischen Freiheit und Frieden zu wählen hätte, wählte ich ohne Besinnen die Freiheit.“

Leonhard Ragaz in Sachen christlicher Pazifismus Leonhard Ragaz (1868-1945) war evangelisch-reformierter Theologe, Pfarrer, Professor für Systematische und Praktische Theologie an…

Karl Rahner, Ostern – oder: Was Hoffnung vermag: „Der Ungläubige müßte sich eigentlich freuen, daß sein glaubender Bruder hofft zu glauben, selbst wenn er solchen Glauben als die wunder­barste Illusion meint interpretieren zu müssen, aber dabei hoffentlich sich nicht einbildet, sein Unglaube sei das Gewisseste und Verläßlichste.“

Ostern – oder: Was Hoffnung vermag Von Karl Rahner Die Hoffnung kann sich durch nichts endgültig begrenzen lassen, wenn sie…

Jürgen Roloff, Jesus als Erlöser im Neuen Testament: „Im Becherwort des Abschieds­mahles dürfte Jesus seinen Tod als abschließende Erfüllung dieses Dienstprinzips gedeutet haben: Wenn er ihm eine Heilswirkung »für die Vielen« (Mk 14,24) zuschrieb, so besagte dies, daß seine dienende Selbsthingabe die endzeitliche Sammlung Israels (und möglicher­weise darüber hinaus auch der »Weltvölker«) zur Folge haben werde. Die Abendmahlstradition war jedenfalls der Anlaß für die weitgehende Konzentration frühchristlicher Soteriologie auf den Tod Jesu.“

Erlöser II. Neues Testament Von Jürgen Roloff 1. Terminologie und Thematik Der Begriff Erlöser kennzeichnet in theol. Sprache Jesus als…