Jürgen Roloff, Jesus als Erlöser im Neuen Testament: „Im Becherwort des Abschieds­mahles dürfte Jesus seinen Tod als abschließende Erfüllung dieses Dienstprinzips gedeutet haben: Wenn er ihm eine Heilswirkung »für die Vielen« (Mk 14,24) zuschrieb, so besagte dies, daß seine dienende Selbsthingabe die endzeitliche Sammlung Israels (und möglicher­weise darüber hinaus auch der »Weltvölker«) zur Folge haben werde. Die Abendmahlstradition war jedenfalls der Anlaß für die weitgehende Konzentration frühchristlicher Soteriologie auf den Tod Jesu.“

Erlöser II. Neues Testament Von Jürgen Roloff 1. Terminologie und Thematik Der Begriff Erlöser kennzeichnet in theol. Sprache Jesus als … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu 2. Korinther 5,19-21 von 1957: „Entweder Gott bestimmt mit seiner Versöh­nungstat in Christo die Welt, dann haben diese Mächte der Sünde und des Todes keinen Anspruch auf Realität; oder sie sind real, sie machen den Reali­tätsgrund dieser Welt aus, dann ist Gott keine Realität, dann ist er weder unser Schöpfer noch unser Versöhner noch Erlöser, sondern nur noch eine Größe des frommen Bewußtseins.“

Predigtmeditation zu 2. Korinther 5,19-21 (Karfreitag) Von Hans Joachim Iwand Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich … Mehr

Eberhard Jüngel, Die unsichtbare Kirche. Kreuz, Staat und Gesellschaft (1995): „Lassen wir die Kirche im Dorfe! Schämen wir uns der evangelischen Wahrheit des Kreuzes nicht, die nun einmal, gerade weil sie den Nichtglaubenden kein X für ein U vormacht, den Juden ein gotteslästerlicher Skandal und den Heiden eine den gesunden Menschenverstand auf den Kopf stellende Torheit ist (1. Korinther 1, 23).“

Eberhard Jüngels Kommentar zum sogenannten Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1995 ist noch immer lesenswert, auch wenn dabei die … Mehr

Heinrich Vogel, Orthodoxie als Doxologie (1964): „Der um unsertwillen so tief Herabgestiegene, Er, der Menschgewordene, der für uns Gekreuzigte, Leidende und Begrabene, ist es doch, dem jene Doxologie der Höhe gilt. Er, der mit dem Vater wesenseine Sohn ist es, in dem sich Gott selbst unserer so er­barmte.“

Orthodoxie als Doxologie[1] Von Heinrich Vogel, Berlin Wer es in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts inmit­ten des neoprotestantischen Wissenschaftsbetriebes der … Mehr

Basilius von Cäsareas verunglückte Theodizee in seiner Predigt über den Ursprung des Übels in der Welt: „Wie also der Arzt auch dann wohltut, wenn er dem Körper Leiden und Schmerzen verursacht – denn er kämpft mit der Krankheit, nicht mit dem Kran­ken –, so ist Gott gut, wenn er durch teilweise Züchtigung für das Heil aller sorgt.“

Über den Ursprung des Übels in der Welt Von Basilius von Cäsarea Woher kommen die Krankheiten? heißt es. Woher die … Mehr

Walter Kreck, Rechtfertigung und Heiligung (1962): „Wenn wir das Verhältnis von Rechtfertigung und Heiligung im Vorigen theologisch richtig umschrieben haben, dann darf sich die Praxis unserer Verkündigung davon nicht emanzipieren. Sie hat also immer und überall beides zugleich zu sein: Zuspruch der Gnade und ihr Anspruch auf unser Leben, aber beides so, daß der Anspruch im Zuspruch gründet und von daher seine Kraft empfängt, daß aber auch der Zuspruch auf diesen Anspruch hinzielt und darin Gestalt gewinnt.“

Rechtfertigung und Heiligung Von Walter Kreck Daß Sie sich für die volksmissionarische Arbeit auf dieser Tagung zurüsten wollen, indem Sie … Mehr

Jürgen Roloff über den Tod im Neuen Testament: „Theologisch qualifiziert ist Tod im Sinne der Tren­nung des Menschen von Gott, des Ausschlusses aus der Sphäre heilvoller Gemeinschaft mit ihm, zu ver­stehen. Gott ist selbst das Leben und darum Gott der Lebenden, nicht der Toten (Mk 12,27); ihm dank Jesus Christus angehören heißt, das Leben haben.“

Über den Tod im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1. Als Tod wird zunächst, gemäß der allgemei­nen, theologisch nicht qualifizierten … Mehr