Karl Barth über das Gebet als Dienst der Gemeinde (Kirchliche Dogmatik, 1959): „Es geht also im Gebet als ihrem Bekenntnis zu Gottes freier Gnade nicht um eine bloß subjek­tive und bloß subjektiv bedeutsame Frömmigkeitsübung, die ja als solche nur ins Leere stoßen könnte. Im Gebet behaftet die Gemeinde Gott bei seinem sie berufenden, versammelnden, auferbauenden und beauf­tragenden Wort als der Zusage seiner Treue.“

Über das Gebet als Dienst der Gemeinde Von Karl Barth Wir wenden uns nun zu den Grundformen des kirchlichen Dienstes, … Mehr

Karl Rahner, Was Hoffnung vermag. Ostergedanken (1972): „Der Glaube tritt vor diesen Jesus, sein Leben, sein Wort, seinen Anspruch an uns und sagt: er lebt. Seine Sache ist nicht untergegangen, nicht durch seinen Tod desavouiert. Aber diese Sache wäre nicht er, sondern eine Ideologie, die man auch ohne ihn haben kann, wenn er selbst untergegangen wäre, würde er nicht leben.“

Was Hoffnung vermag. Ostergedanken Von Karl Rahner SJ Es sollen gleich zu Beginn dieses „Osterartikels“, von dem vermutlich viele Leser … Mehr

Eberhard Jüngel über die ethischen Konsequenzen der Rechtfertigung des Sünders: „Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, der wird in jeder menschlichen Person mehr sehen als nur einen Täter oder Untäter. Die Rechtfertigung des Sünders verbietet es, die beste Tat, aber auch die schlimmste Untat, mit dem Ich zu identifizieren, das sie tat. Sie entmythologisiert den Mythos vom sich durch seine Untaten zur Unperson machenden Unmenschen und läßt uns auch im schlimmsten Fall hinter einer trostlosen Lebensgeschichte die menschliche Person entdecken, deren sich Gott selber erbarmt hat. Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, kennt keine hoffnungslosen Fälle. Er erkennt in jedem Fall eine Person, der göttliche Erbarmung widerfahren ist und die eben deshalb auch unter Menschen erbarmungswürdig ist – wie jeder von uns.“

Über die ethischen Konsequenzen der Rechtfertigung des Sünders Von Eberhard Jüngel Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, der weiß, daß … Mehr

Karl Barth über das Gebet (Kirchliche Dogmatik III/4, 1951): „Gebet ist die nur Gott zugewendete und insofern strikt die innere Seite des Lobes Gottes. Gebet als Glaubensdemonstration, Gebet als verkleidete Predigt, Gebet als Instrument der Erbauung ist ein heller Unfug, ist kein Gebet. Gebet ist kein Gebet, wenn man dabei einem Anderen als Gott etwas sagen will.“

Das Gebet Von Karl Barth Die andere besondere Gestalt menschlichen Tuns im Verhältnis zu Gott ist neben dem Bekenntnis das … Mehr

Karl Rahner, Ostern – oder: Was Hoffnung vermag: „Der Ungläubige müßte sich eigentlich freuen, daß sein glaubender Bruder hofft zu glauben, selbst wenn er solchen Glauben als die wunder­barste Illusion meint interpretieren zu müssen, aber dabei hoffentlich sich nicht einbildet, sein Unglaube sei das Gewisseste und Verläßlichste.“

Ostern – oder: Was Hoffnung vermag Von Karl Rahner Die Hoffnung kann sich durch nichts endgültig begrenzen lassen, wenn sie … Mehr

Jürgen Roloff, Jesus als Erlöser im Neuen Testament: „Im Becherwort des Abschieds­mahles dürfte Jesus seinen Tod als abschließende Erfüllung dieses Dienstprinzips gedeutet haben: Wenn er ihm eine Heilswirkung »für die Vielen« (Mk 14,24) zuschrieb, so besagte dies, daß seine dienende Selbsthingabe die endzeitliche Sammlung Israels (und möglicher­weise darüber hinaus auch der »Weltvölker«) zur Folge haben werde. Die Abendmahlstradition war jedenfalls der Anlaß für die weitgehende Konzentration frühchristlicher Soteriologie auf den Tod Jesu.“

Erlöser II. Neues Testament Von Jürgen Roloff 1. Terminologie und Thematik Der Begriff Erlöser kennzeichnet in theol. Sprache Jesus als … Mehr