Johannes Hamel über Julius Schniewind (1949): „Als wieder ein Anfall kam und er vor Schmerzen stöhnte und wimmerte, stieß er heraus: ‚Ich will doch zuletzt meinem Gott keine Schande machen.‘ Und kurz vor seinem Tode sagte er mir, es war das letzte Gespräch: ‚Ich kann nicht mehr beten, der Schmerz ist zu groß. Aber ich klammere mich an den, der allezeit für mich betet.‘ Und dann ließ er sich Psalmworte vorsprechen, in denen er so oft für einen anderen gebetet hatte.“

Julius Schniewind Von Johannes Hamel „Wenn Sie Exegese des Neuen Testaments lernen wollen, gehen Sie zu Schniewind nach Königberg“, sagte … Mehr

Hans Bolewski über Reinhold Niebuhr: „Die Sozialethik Niebuhrs ist an der Weise orientiert, in der Augu­stin, Luther, Pascal und Kierkegaard das biblische Menschenverständnis in ihrem Denken jeweils neu formuliert haben: das, was der Mensch ist, getrennt von Gott durch die Sünde, die in immer neuen Formen über ihn Gewalt gewinnt, und was er sein kann und sein soll durch die Gnade, mit der ihm Gott im Kreuz Chri­sti als Richter und Retter begegnet.“

Reinhold Niebuhr Von Hans Bolewski Reinhold Niebuhr, geboren am 21. Juni 1892 in Wright City, Missouri. Ausbilung am College und … Mehr

Karl Barth über die Königsherrschaft Christi (Das Glaubensbekenntnis der Kirche, 1942): „Wenn man erklärt: Gott regiert die Welt, so heißt das: Jesus Christus regiert die Welt. Die in der Versöhnung am Kreuz, in der Vergebung der Sünden, im Akt der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit offenbarte Gewalt ist gleichbedeutend mit der Gewalt des bezeichnenderweise an eben dieser Stelle des Sym­bols erwähnten „allmächtigen Gottes“, mit seiner Ge­walt über die ganze Welt.“

Über die Königsherrschaft Christi Von Karl Barth Auf ähnliche Weise, wie wir bei der Erklärung der Auferstehung vorgegangen sind, wollen … Mehr

Karl Barth, Über den christologischen Begriff der Geschichte (Das Glaubensbekenntnis der Kirche, 1942): „Die Geschichte Jesu Christi ist meine eigene Geschichte! Sie ist mir näher als die verschiedenen Ereignisse meines Lebens. Die Ge­schichte Christi ist keine nachträglich meinem Leben und dem Leben der Kirche gegebene Erklärung. Sie ist der Grund und die geheime Wirklichkeit der gan­zen Menschheit, ja sogar jeder Kreatur.“

Über den christologischen Begriff der Geschichte Von Karl Barth Wir haben schon gesehen (vgl. die Einführung in den zweiten Artikel), … Mehr

Eberhard Jüngel, Was ist »das unterscheidend Christliche«?: „Der christliche Glaube ist diejenige menschliche Einstellung zu Gott, in der sich der Mensch darauf verlässt, dass Gott Mensch ge­worden ist und bleibt, damit der Mensch menschlich sein und immer menschlicher werden kann. Kürzer: das Wesen des christlichen Glau­bens ist die rechte Unterscheidung zwischen Gott und Mensch, nämlich zwischen einem menschlichen Gott und einem immer menschlicher wer­denden Menschen. Und man muss hinzufügen, dass der christliche Glaube über diese Unterscheidung von Gott und Mensch froh ist, weil es dem Menschen und seiner Welt wohltut, dass der Mensch kein Gott ist und sein wollen muß. — Insofern kann man noch kürzer sagen: das Wesen des christlichen Glaubens ist Freude an Gott und deshalb Sorge für eine menschlichere Welt.“

Was ist »das unterscheidend Christliche«? Von Eberhard Jüngel I. Früher antwortete nun auf diese Frage mit dem Glaubensbekenntnis und dazu … Mehr

Fridolin Stier wider die theologische Domestizierung der Bibel: „Die Bibel ist mehr: lebendige Stimme, Anrede, Aufruf des Menschen zur Umkehr, Umdenken fordernd und Aufbruch, Unruhe stiftend, drängend auf Wandlung. Das ‚Wort Got­tes‘, das sie fortlautend bezeugt, bricht aufscheuchend in die Menschen­welt ein, wie der Wolf in die Herde der Lämmer.“

Sie halten der Bibel Schalldämpfer vor den Mund Von Fridolin Stier Was ist denn noch alles zu tun, um das … Mehr

Karl Barth über die Allmacht und die Hand Gottes (Das Glaubensbekenntnis der Kirche, 1943): „Gott ver­fügt über die Menschen, er regiert und leitet sie. Ebenso wie er der wahre Vater ist, ist er auch der, der die wahren Hände hat. Wir müssen uns hüten vor jenem idealistischen Spiritualismus, der uns sagen läßt: Gott ist zu sehr Geist, um Hände zu haben. Nein, er hat Hände, und zwar die wahren Hände (und keine Klauen wie die unsrigen …).“

Über die Allmacht und die Hand Gottes Von Karl Barth Zwischen Oktober 1940 und Januar 1943 hielt Karl Barth in … Mehr