Wer im Glauben an Jesus Christus zum göttlichen Gedächtnis findet, muss sich selbst nicht verloren geben: „Der Schächer, der in den eigenen Tod hängt, findet mit seinem Gedächtnis zu Jesus, vermag ihn anzusprechen. So vertraut er sich dem Gedächtnis des dreieinigen Gottes an, das im Kreuzestod von Golgatha nicht verlorengegangen ist. Jesu Zusage wird im eigenen Glauben erhört: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.““

Zum göttlichen Gedächtnis finden Was wäre wenn … Was wäre, wenn wir unser Gedächtnis verloren hätten? Schwer vorzustellen, weil wir … Mehr

Abendmahlskelch (Kirchenfenster)

Dietrich Bonhoeffer, Konfirmationspredigt über Markus 9,24 (1938): „Euer Glaube wird geprüft werden durch Leid. Ihr wisst noch nicht viel davon. Aber Gott schickt seinen Kindern das Leid gerade dann, wenn sie es am nötigsten brauchen, wenn sie allzu sicher werden auf dieser Erde. Da tritt ein großer Schmerz, ein schwerer Verzicht in unser Leben, ein großer Verlust, Krankheit, Tod. Unser Unglaube bäumt sich auf. Warum fordert Gott das von mir? Warum hat Gott das zugelassen? Warum, ja warum? das ist die große Frage des Unglaubens, die unseren Glauben ersticken will. Keiner kommt um diese Not herum. Es ist alles so rätselhaft, so dunkel. In dieser Stunde der Gottverlassenheit dürfen und sollen wir sprechen: Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben. Ja, lieber Herr, auch im Dunkeln. Auch im Zweifel, auch in der Gottverlassenheit.“

Konfirmationspredigt über Markus 9,24 Von Dietrich Bonhoeffer Markus 9, 24. Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben. Liebe Konfirmanden! Das … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Psalm 51,12-13: „Schaff in mir, Gott, ein reines Herz — geht auch daran nicht vorüber! Es geht auch an dem in seinem Grabe liegenden, dem der Verwesung preisge­gebenen Men­schen nicht vorüber! Es bezieht auch ihn ein. Es sagt nicht: Dieser Fall ist hoffnungslos. Es macht nicht eine Teilung zwischen den Le­benden, Suchenden, nach Gott noch immerhin Fragenden, um ihn Kreisenden, darum Wissenden — und jenen Anderen, den Verlo­renen, Toten, Leeren, den Kalten und Rohen. Es ist selbst so tief hinabgestiegen, es weiß soviel von dem, was Sünde heißt, dass es wirklich aus der Tiefe, aus der letzten Tiefe ruft. Wir werden viel­leicht fragen: Welcher Tote kann denn rufen? Welcher Erstorbene kann denn an die Mauern seines Grabes klopfen? Und doch — so würde ich sagen — müssen wir die Stim­me, die wir hören, von dort her vernehmen, aus dieser äußersten, letzten Tiefe. Schaff in mir Gott ein reines Herz! So aus dem Nichts heraus, wie du die Welt und alles was ist, aus dem Nichts heraus geschaffen, hast. Es ist wirklich nicht mehr da, als eine vertrocknete Scherbe, als ein harter Stein, und ein durch nichts mehr zu erweichendes Etwas, das nenne ich die Mitte meines Lebens! Es geht wirklich in diesem Gebet um so etwas Ähnliches, wie um eine Aufer­stehung von den Toten! Das müsste geschehen, wenn mir geholfen werden könnte.“

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz. Predigt über Psalm 51,12-13 Von Hans Joachim Iwand Psalm 51,12-13: Schaffe in mir, … Mehr

Gustav Heinemann, Bibelarbeit zu Lukas 16,1-15: „Wir sollen Treuhänder und Haushalter des Besitzes und der Gaben sein, die Gott uns gegeben hat. Auch wir kom­men in die Stunde, da von uns Rechenschaft gefordert wird. Auch wir sind bei Gott aufgefallen wegen der Verwendung seines uns gege­benen Besitzes. Und so wie Jesus besonders zu den Jüngern gesprochen hat, so ist auch die­ses im besonderen an uns gerichtet. Für uns heißt es also: Niemand kann zwei Herren dienen. Wir stehen hier vor der Frage, ob wir Gott oder dem Mammon dienen wollen. Wer Christus nicht kennt, der wird sich schwer von der knechtischen Macht des Mammons lösen können. Wer aber ein Kind des Lichtes ist, der wird auch die ganz andere Seite der Kraft des Mammons finden, welche Gemeinschaft stiftet.“

Das Gleichnis vom ungerechten Haushalter (Lukas 16,1-15) Von Gustav W. Heinemann Als Gustav Heinemann 1936 das Angebot bekam, in den … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr