Eduard Thurneysen, Predigt über Römer 8,11 (1934): „Ganze Zeiten stehen vor uns, die als Beispiel dienen können dafür, daß man dämonisiert werden kann auch von Idealen, die an und für sich gut sein mögen, die aber in der dämonischen Gestalt, mit der sie Menschen und Völker ergreifen und bewegen, entsetzlich sind. Und nun dahinein, in diese dämonisierte Welt und Zeit, wo die Menschen den Geistern verfallen, die über sie herrschen, da hinein greift wie eine Hand von oben die Botschaft von dem Gott, dessen Geist in uns wohnen möchte“

Predigt über Römer 8,11 Von Eduard Thurneysen „Wenn nun der Geist besten, der Jesus von den Toten aus. erweckt hat, … Mehr

Günther Bornkamm, »Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 (über das Gebet): „Die Beharrlichkeit, mit der Gott uns zusetzt in diesem Worte Jesu, gibt uns das Kindes­recht frei, Ihm keine Ruhe zu lassen. Wie befreiend fährt Gott mit diesem Wort in den Nebel unserer frommen Gedanken hinein und rückt unsere Vorstellungen vom Gebet in höchster Einfachheit zu­recht.“

»Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 Von Günther Bornkamm Liebe Gemeinde! So einfach also muß geredet werden, wenn … Mehr

Albrecht Goes‘ Predigt über Jesaja 42,1-8: „Wag dich in eines der großen Kinderzimmer und bau mit dem Lego-Baukasten ein Haus; sieh nicht weg von den gekrümmten Fin­gern der Kinder, die nur mit Mühe ein Steinchen halten kön­nen; trau dich, ihrem Lächeln zu begegnen, auch wenn es zu­weilen ein wunderliches Lächeln ist, und verstehe die Wunde als ein Zeichenwort für dein Leben: wenn du diesen Anteil am »geknickten Rohr« nicht in dir Gestalt gewinnen läßt, dann wird etwas in dir, in deinen Künsten und Fähigkeiten, zu der eleganten Routine, die der Teufel holen soll.“

Der Knecht macht keinen Lärm. Predigt über Jesaja 42,1-8 Von Albrecht Goes Siehe, das ist mein Knecht — ich halte … Mehr

Albrecht Goes über die Verantwortung und das Gewissen in seiner Predigt zu 2.Korinther 11,29: „Vom guten, ruhigen und sicheren Gewissen ist nicht die Rede – aber das versöhnte Gewissen lebt von der Vergebung wie von Brot. Das versöhnte Gewissen dient der Versöhnung. Kreuzzüge wer­den von diesem Gewissen nicht gutgeheißen.“

Verantwortung. Predigt über 2. Korinther 11,29 Von Albert Goes „Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert … Mehr

Gerhard von Rad, Predigt über 1. Timotheus 2,4-5 (Weihnachten 1940): „Schwerer als das Gewicht der ganzen Welt wog ihm das, was ihm in diesem Kind geschenkt war. Aber freilich das erfährt man nicht im Debattieren und auch nicht im bloßen Nach­denken. Der christliche Glaube ist vielmehr eine Sache der Hingabe, einer gehorsamen Bereitschaft, ja einer ganz persönlichen Liebe, eines Vertrauens, das wir zu Jesum Christum fassen.“

Predigt über 1. Timotheus 2,4-5 zu Weihnachten Von Gerhard von Rad Liebe Gemeinde! Nun haben wir wieder Weihnachten gefeiert. Aber … Mehr

Martin Niemöller, Sermon on 1. John 4:9 at Christmas Eve, 24th December, 1936, Church of Jesus Christ, Berlin-Dahlem: „To-day, you see, we are not dealing with the eternal laws of Nature and History, according to which we must adjust and regulate our lives, while behind these laws stands immutable Fate, with which our thoughts had rather not meddle; but the vital point about the Christmas message and the Christmas story is that the eternal, living God, in Whose sight none is guiltless and Who is unfathomable, comes forth from His secret dwelling-place, in order to prove His existence to us.“

Sermon on 1. John 4:9 at Christmas Eve, 24th December, 1936, Church of Jesus Christ, Berlin-Dahlem By Martin Niemöller “In … Mehr

Martin Niemöller, Predigt zur Christvesper am 24. Dezember 1936 über 1 Johannes 4,9 in Berlin-Dahlem, Jesus-Christus-Kirche: „Wer etwas weiß von der Unentrinnbarkeit Gottes, der weiß auch, daß es an unserem Rennen und Laufen nicht liegt, der merkt auf, der tut seine Ohren auf, wenn eine Botschaft der Rettung kommt. An dieser Stelle, bei der großen Furcht, da hat die Weihnachtsbotschaft ihre Stätte: »Christ, der Retter, ist da!« Da ist die Tür aufgestoßen zur großen Freude, die uns durch Leben und Sterben hindurchtra­gen wird“

Predigt zur Christvesper am 24. Dezember 1936 über 1 Johannes 4,9 in Berlin-Dahlem, Jesus-Christus-Kirche Von Martin Niemöller Daran ist erschienen … Mehr

Martin Luther über die Weihnachtsgeschichte in seiner Kirchenpostille: „O welch eine finstere Nacht ist über dem Bethlehem damals gewesen, die eines solchen Lichts nicht ist inne worden! Wie zeiget Gott an, daß er so gar nichts achte, was die Welt ist, hat und vermag; wiederum die Welt beweiset auch, wie gar sie nichts erkennet noch achtet, was Gott ist, hat und wirket.“

Siehe, wie gar schlicht und einfältig die Ding zugehen auf Erden, und doch so groß gehalten werden im Himmel. Auf … Mehr

Hans-Joachim Iwand, Predigt über Lukas 2,10-12 (Weihnachten 1944): „Vor zwei Jahren feierten unsere Soldaten in Stalingrad in Eis und Schnee und sicherer Todgeweihtheit das Weihnachtsfest. Ein Doku­ment dieser Weihnachtsfeier ist uns erhalten geblieben. Ein Oberleut­nant zeichnete auf der Rückseite einer russischen Landkarte das Bild der Gottesmutter, die das Kind in ihren Armen trägt. Die Gestalt der Mutter faltet sich förmlich um das Kind herum, das Kind aber bildet die Mitte, es trägt seine Mutter. An den Rand der Zeichnung schrieb der Maler die drei Worte: Licht, Leben, Liebe. Es sind die drei großen Worte, in denen uns der Eingang des Johannes-Evangeliums die Fleischwerdung des Wortes Gottes erzählt. Vor diesem Bild, so wird uns berichtet, haben die Männer von Stalingrad gesessen und Weih­nachten gefeiert. Sie haben den Weg zu dem Kind gefunden. Das Kind ist längst bei uns, es kommt nur darauf an, dass wir noch recht­zeitig zu ihm kommen können. Amen.“

Predigt über Lukas 2,10-12 zu Weihnachten Von Hans-Joachim Iwand Die Weihnachtsgeschichte beginnt von oben her, denn sie ist Ge­schichte von … Mehr