Gerhard von Rad, Predigt über 1. Timotheus 2,4-5 (Weihnachten 1940): „Schwerer als das Gewicht der ganzen Welt wog ihm das, was ihm in diesem Kind geschenkt war. Aber freilich das erfährt man nicht im Debattieren und auch nicht im bloßen Nach­denken. Der christliche Glaube ist vielmehr eine Sache der Hingabe, einer gehorsamen Bereitschaft, ja einer ganz persönlichen Liebe, eines Vertrauens, das wir zu Jesum Christum fassen.“

Predigt über 1. Timotheus 2,4-5 zu Weihnachten

Von Gerhard von Rad

Liebe Gemeinde! Nun haben wir wieder Weihnachten gefeiert. Aber gerade diejenigen, die dies Fest mit starker innerer Beteiligung gefeiert haben, haben sich wohl auch kein Hehl daraus gemacht, wieviel innere Ratlosigkeit und Hilflosigkeit in diesem unserem Feste liegt, auch bei denen, die heute noch Christen sein wollen. Wenn wir auf unsere herrlichen alten Weihnachtslieder hören, so wird uns sofort offenbar, was uns heute fehlt. Was ist das für eine Bewegtheit, für ein spontaner Ausdruck ungebrochenster Freude, man möchte fast sagen: Das ist eine geradezu vitale Freude, ein Jauchzen, das sich gar nicht lassen kann vor Wonne.

Ist es nicht so: Wir finden diese Lieder sehr schön, aber machen sie uns nicht auch zugleich ein wenig verlegen? Stehen wir da nicht doch ein wenig unbeteiligt abseits? Liebe Gemeinde, ich glaube, daß die Schar derer, die diese Lieder zwar singen, aber doch irgendwie abseits stehen, die da gleichsam nur auf der Schwelle von Weihnachten stehen, sehr, sehr groß ist. Sie wollen nicht Weggehen und die Tür als solche, die das alles nichts angeht – beileibe nicht! – zumachen, aber es hindert sie auch etwas hineinzugehen. Und was tun sie da auf der Schwelle? Sie träumen! Sie träumen von der verlorenen Ursprünglich­keit ihrer Weihnachtsfreude … Dieses Träumen ist allerdings etwas anderes als die frische Freude der Weihnachtslieder; im Gegenteil: Dieses Träumen ist nichts anderes als eine große Schwermut.

Das ist jedenfalls ganz sicher, daß wir an Weihnachten nicht träu­men sollen. Die Christen haben da schon viel zu viel geträumt und gar nicht mehr gemerkt, daß all ihre schönen Träume am Ende nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hatten mit der Erscheinung des Herrn Christus auf dieser Erde. – Nicht träumen, sondern hören sollen wir, und da könnte uns ein so klares, sachliches Apostelwort wie dieses eine Hilfe sein: Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich Christus Jesus.

Wenn wir das hören, merken wir sofort, das ist nichts zum Träu­men, dieses Wort ist von einer geradezu betonten Nüchternheit. Es liegt eine kühle Atmosphäre um dieses Wort, gar nicht der Zauber des weihnachtlichen Kerzenlichts und des weihnachtlichen Duftes, den wir so über alles lieben! Ja, wenn wir tiefer hineinhören, so hat dieses Apostelwort etwas so Kategorisches und den Menschen Angreifendes, und wir merken leicht, daß es sich keineswegs mit unseren landläu­figen Anschauungen deckt. Was wissen wir denn noch davon, daß nicht nur der Mensch, sondern auch Gott will, daß Gott als leiden­schaftlich beteiligter Wille dieser unserer Welt zugekehrt ist? In den Todesanzeigen liest man schon wohl noch von »Gottes unerforschlichem Willen«, und das wird in der Regel ehrlich gesprochen sein. Gelegentlich fahren die Menschen zusammen und erschrecken, wenn sie es sehen, wie ihr Leben, das sie als ihr Ureigenstes wähnen, in fremden, ja in »unerforschlichen« Händen ruht. Aber was ist das schon, wenn sich das ein- oder zweimal im Lauf eines Lebens ereignet? Und dabei könnte unsere Zeit heute den Menschen in dieser Hinsicht die Augen öffnen. Wer gestaltet denn von uns heute noch sein Leben nach seinem Gutdünken? Ich weiß, man kann wohl sagen: Wir leben nicht, sondern wir werden gelebt; wir werden geschoben und getragen von einem Strom des Geschehens – ja, und wer bestimmt wohl die Richtung dieses Stromes, sein Gefälle und seine Mündung?

Liebe Gemeinde! Wodurch, meint ihr wohl, ist die Gemeinde des alten Bundes in ein so unaussprechliches Gott-Erleiden hineingeführt worden, so daß sich die Geschichte dieses Volkes darstellt als eine Kette der schauerlichsten Zusammenstöße mit Gott? Das war nur, weil Gott etwas von seinem Willen über diesen Menschen hat offenbar werden lassen, und weil diese Menschen unter vielen Schmerzen und Tränen hineinwachsen mußten in die Erkenntnis, daß dieser Wille ein anderer ist als der naive, selbstherrliche Wille der Menschen und ein unendlich viel stärkerer! »Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege, und meine Gedanken denn eure Gedanken« (Jesaja 55,8-9).

Das andere kategorische Wort in unserem Apostelwort, das uns an­greift, ist: »Es ist ein Gott.« Vielleicht wundert ihr euch, daß ich das in einer Kirche sage, und ihr meint, das sei doch nachgerade eine Selbst­verständlichkeit. Liebe Gemeinde! Die Dinge liegen aber ganz anders.

Ja, der Mensch heute redet wohl einmal vom Schöpfer oder vom Herr­gott; aber was heißt denn das! Luther hat in seinem Großen Katechis­mus zum ersten Gebot mit wahrhaft genialer Einfachheit die Sache klargestellt: »Was heißt, einen Gott haben? Ein Gott heißet der, dazu man sich versehen soll alles Guten und Zuflucht haben in allen Nöten. Worauf du nun dein Herz hängst und verläßt, das ist eigentlich dein Gott.« Mit der Gottesfrage ist die Vertrauensfrage gestellt. Worauf verläßt du dich eigentlich? Liebe Gemeinde, wenn die Dinge so stehen, so haben wir alle wohl viele Götter: die Natur oder den Eros oder die Heimat oder Besitz und Ehren und Stellung; aber es ist doch nicht so, daß die Menschen von sich aus den einen lebendigen Gott über alle Dinge »fürchten, lieben und vertrauen«, wie wir es doch sollten. Wir ahnen es wohl, daß wir als Menschen alle an einer Grenze entlang­leben, an der Grenze der Welt Gottes, an der Grenze des Todes; ja, es ist uns manchmal, als gingen wir an einer endlosen Mauer entlang, über die wir nicht hinübersehen können und in der wir kein Tor finden. Und wir sollten doch hinüberfinden, denn es ist uns, als läge der Sinn und der Schlüssel unseres ganzen Lebens und des Lebens der Welt nicht bei uns, so daß wir ihn nur zu greifen brauchen, sondern da drüben. Oder finden wir ihn doch bei uns diesseits der Mauer, etwa in der Natur? Liegt in ihr das Geheimnis der Erlösung?

Und nun sagt der Apostel von diesem Gott, der uns mit seinem Willen in der Natur und in der Geschichte und in unserem individuellen Leben so »unerforschlich« tief verborgen ist: Gott will, daß allen Menschen geholfen werde. Unwillkürlich möchten wir ihn fragen: »Woher weißt du das?« Es wird ja so unendlich viel Unmaßgebliches und Belangloses von Gott geredet. Wie soll das nun gerade das allein Richtige sein? Hat er in die Schöpfung hinausgesehen, in das brausende Gewoge des Lebens hinausgehorcht und ist dann zu der beglückenden Überzeugung gekommen: »Brüder, überm Sternenzelt muß ein lieber Vater wohnen!«? Er hat das nicht getan, und trotzdem dürfte keiner sagen, daß er die Geheimnisse und Wunder der Schöpfung für nichts geachtet habe. Er hat auf den Herrn Christus gesehen, auf den, der von sich gesagt hatte: »Wer mich sieht, sieht den Vater«, und er hat gewußt, daß in diesem Einen, in der Erscheinung Jesu Christi auf Erden, das Heil Gottes und seine Hilfe für die Welt offenbar geworden ist. Ihn meint der Apostel, wenn er in einem so betonten und ausschließlichen Sinn von der Wahrheit redet, zu deren Erkenntnis die Menschen kom­men sollen. Welch ein Wort: die Wahrheit!

Liebe Gemeinde! Nun könnte ich mir denken, daß manche, die der Predigt bis jetzt vielleicht ganz aufgeschlossen gefolgt sind, an dieser Stelle unmutig werden und sagen: »Ach, was jetzt kommt, das haben wir schon so oft gehört.« Wer so denkt, der hat am christlichen Glau­ben eine Enttäuschung erlebt. Aber wir wollen ehrlich sein, auch uns ist es immer ein Anstoß, daß die Wahrheit Gottes nicht bezwingender aufgetreten ist, jeden Widerspruch majestätisch vernichtend. Aber wir sprachen doch vorhin von dem Willen Gottes, der hoch wie der Him­mel über allem menschlichen Gutdünken und Wollen steht. Seht, das ist gerade das Wunder, das uns die Weihnachtsbotschaft zumutet, daß es Gott gefallen hat, seine Wahrheit so klein und unscheinbar auf Erden offenbar werden zu lassen. »Sie hatten nicht Raum in der Herberge« heißt es im Weihnachtsevangelium. Haben wir das auch verstanden? Das heißt, daß diese Wahrheit Gottes zunächst überhaupt nicht in Konkurrenz getreten ist mit den Wahrheiten dieser Welt. Sie hat das Mindestmaß an Raum für sich beansprucht, gerade soviel, wie ein kleines Kindlein braucht; und auch den haben ihr die Menschen kaum eingeräumt, wie sie ja dem Herrn Christus in seinem Leben auf Erden keinen Platz gegeben haben. Seht, das ist der sogenannte Zauber der Nacht von Bethlehem. Luther hat darüber sehr nüchtern gedacht. Er malt es in einer Weihnachtspredigt aus, wie es in der Christnacht in den Gasthäusern in Bethlehem rauschend zugegangen sein mag unter Essen und Trinken, und böse Menschen saßen an den Tischen obenan; und der große Trost war allen verborgen. »Oh, welche finstere Nacht ist über dem Bethlehem damals gewesen, die eines solchen Lichtes nicht inne geworden!« Seht, so wehrlos, so unscheinbar hat Gott die Wahrheit in die Welt gegeben, wehrlos und ungeschützt dem plattesten Widerspruch gegenüber und jeder Anzweiflung preisgegeben! Es gibt wohl keine Geschichte im Neuen Testament, in der uns dieses Preisgegebensein so unbegreiflich gezeigt wird, als da, wo diese Wahrheit gefangen, gebunden und verhöhnt vor Pilatus stand. Es muß den kühlen Skeptiker doch etwas angewandelt haben, das ihn stutzig macht. Eine Sekunde lang öffnet sich seine Seele in der wunderbaren Frage: »So bist du dennoch ein König?« Aber dann schüttelt er das alles wieder ab, ärgerlich über sich selbst, und zuckt hochmütig die Achseln: »Was ist Wahrheit?« Seht, so leicht ist diese Wahrheit, daß man sie so abschie­ben kann, mit einem blasierten Achselzucken.

Aber nun ereignet sich etwas Merkwürdiges. Dem starken Christo­phorus nach der Legende ist das Christuskind, das da über das Wasser nach ihm gerufen hat, auch sehr unscheinbar vorgekommen, und als er es auf die Schulter nahm, war es ihm anfänglich wie nichts. Aber dann ist es immer schwerer geworden, und am Ende ist er fast zusam­mengebrochen unter dieser seltsamen Last. Seht, so hat unser Volk die Erfahrung, die es mit dem Herrn Christus und seiner Wahrheit ge­macht hat, ausgedrückt. Schwerer als das Gewicht der ganzen Welt wog ihm das, was ihm in diesem Kind geschenkt war. Aber freilich das erfährt man nicht im Debattieren und auch nicht im bloßen Nach­denken. Der christliche Glaube ist vielmehr eine Sache der Hingabe, einer gehorsamen Bereitschaft, ja einer ganz persönlichen Liebe, eines Vertrauens, das wir zu Jesum Christum fassen.

Seht, damit, meine ich, geht’s an: daß wir ein – anfänglich viel­leicht gar nicht näher bestimmbares – Vertrauen zu ihm fassen. Viel­leicht geht das nicht, ohne daß uns erst einmal allerlei Illusionen zerbrochen sind, vielleicht kann es nur solchen widerfahren, denen erst einmal der naive Glaube an eine sogenannte sittliche Weltordnung zer­brochen ist und die dann ganz orientierungslos geworden sind, so wie es uns jetzt in dunklen Nächten gelegentlich passiert, daß wir auf einem Platz plötzlich die Orientierung verlieren. Ach, daß es unserer Kirche wieder gegeben würde, solchen Menschen, die in bezug auf Gott und den Weg ihres Lebens die Orientierung verloren haben, das Bild Jesu Christi allmächtig vor die Seele zu stellen. Es gehört ja wahrhaftig nicht viel dazu zu sehen, daß hinter all der spöttischen oder leidenschaftlichen Ablehnung viel ernstes Suchen steht, das sich auch gern einmal helfen ließe. Es gibt heute wohl sehr viele Menschen, die sehr aufmerksam ins Leben hinausspähen, die sehr gespannt auf all die Stimmen hören, die von da an ihr Ohr schlagen, die all das prüfen und dabei – bewußt oder unbewußt – etwas Letztes, Bindendes suchen, etwas, das absolut verläßlich ist fürs Leben und fürs Sterben. Wir könnten auch sagen: Sie forschen und fragen, ob nicht Gott an einer Stelle für sie aus seiner undurchdringlichen Verborgenheit heraustreten möchte. Ach, unser deutsches Volk hat diese Stelle ja schon einmal gefunden, und der Dank und die Anbetung, die aus seiner Seele in vielen Jahrhunderten aufgestiegen ist, klingt ja in alten Liedern, in der Stimme frommer Bücher und der großen Oratorien immer noch mäch­tig herein in unsere Zeit. Aber vielleicht müssen wir wirklich wieder ganz von vorne anfangen. Klingt es nicht wie ein besorgtes Vermächt­nis an sein deutsches Volk, was Luther in einer Predigt um 1526 aussprach: »Das habe ich oft gesagt und sage es noch immer, daß man auch, wenn ich nun tot bin. daran gedenke und sich hüte … zu lehren und zu predigen von Gott abgesondert von Christo … Sondern willst du sicher fahren und Gott recht treffen oder ergreifen, daß du Gnade und Hilfe bei ihm findest, so laß dir nicht einreden, daß du ihn anders­wo suchest, denn in dem Herrn Christo … An dem Christo fahre deine Kunst und Studieren an, da laß sie auch bleiben und haften.«

Seht, das meint der Apostel, wenn er so kategorisch sagt: ein Gott und ein Mittler, der Mensch Jesus Christus. Seht, darin ist doch das ganze unergründliche Geheimnis Jesu Christi umschlossen: Es hat nie einen Menschen gegeben, der so vollkommen eins war und verbunden war mit seinem himmlischen Vater, und es hat nie einen gegeben, der so vollkommen mit den Menschen solidarisch war. Er hat den Willen Gottes nicht als Imperativ gehört wie wir in den Geboten, sondern er hat ihn widerspruchslos in seinem Herzen getragen; er war nie uneins mit Gott, in irgendeiner Auflehnung gegen das, was ihm von Gott jeweils bestimmt war. In ihm geschah der Wille Gottes, in ihm wurde sein Name geheiligt, in ihm kam sein Reich. Er war so, wie es in dem Passionslied heißt: »Ja Vater, ja, von Herzensgrund … mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen.« Aber das ist nun das ganz Merkwürdige: Dadurch ist er uns Menschen nicht ent­rückt; er ist nicht als ein Halbgott über diese Erde gewandelt. Er ist wohl vorübergegangen an dem. was uns alle fasziniert oder aus der Bahn wirft, aber nur, um ganz der unsere zu werden. Er ist vorüber­gegangen am Ruhm, am Besitz, an der Bewunderung der Massen, er ist vorübergegangen an all den großen Magneten dieser Welt; aber so, gerade weil er sich nicht mit dem vergänglichen Schein umgeben hat, ist er uns Menschen, und zwar allen, auch den ärmsten, so ganz solidarisch geworden, viel solidarischer, als wir es unseresgleichen gegenüber sind, denn wir wollen doch immer auch unser Thrönlein haben, auf dem wir vor den Menschen sitzen. Liebe Freunde, lest doch wieder einmal in den Evangelien von diesem Geheimnis des mit Gott und mit uns ganz verbundenen Mittlers! Er ist das Tor in der Mauer, an der wir entlanggehen unser Leben lang, wie er es selbst in einem geheimnisvollen Wort einmal gesagt hat: »Ich bin die Tür«.

Wir sagten, daß dieses Apostelwort etwas sehr Kategorisches hat, und dieser Eindruck wird immer größer: Jedes Wort ist wie ein blan­ker Schwertstreich; so oder so! Das kann nur ganz wahr oder ganz falsch sein. Wenn wir das sehen, dann träumen wir nicht, wenn wir Weihnacht feiern. Der russische Dichter Mereschkowski hat es in seinem großen Werk über Jesus einmal ganz scharf formuliert: »In zwei Hälften teilt sich die Menschheit; zu einer von beiden muß jeder gehören: entweder zu denen, die an die Tarantel glauben, oder zu denen, die glauben, daß Christus auferstanden ist. Eine der zwei Erfahrungen mußt du wählen, entweder die äußere, sinnliche … oder die innere, religiöse Erfahrung …. [zu der] eine unbekannte Größe … das Wunder hinzukommt.«

Und wir – nach welcher Seite wollen wir uns schlagen? Im Johan­nes-Evangelium wird erzählt, daß es einmal nach einer Predigt Jesu zu einem Aufruhr mit den Anhängern Jesu gekommen war und daß von da ab viele von ihm abgefallen seien. Und dann hat Jesus die Zwölf gefragt: »Und ihr? Wollt ihr auch Weggehen?« Petrus sagte darauf: »Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.« Liebe Brüder und Schwestern! Ist damit nicht auch unsere Lage gekenn­zeichnet? Sind wir denn dem Herrn Christus gegenüber noch frei, so daß wir, selbst wenn wir es wollten, ihn lassen könnten? Ja freilich, wir sind verwirrt und immer zweifelnd, wir sind halb in unseren Entscheidungen, und unser Glaube ist ein flackerndes Lichtlein. Aber wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben! Amen.

Gehalten am 26. Dezember 1940 in der Stadtkirche zu Jena.

Quelle: Rudolf Landau (Hrsg.), Gottes Sohn ist kommen. Predigten und Bilder zur Weih-nacht, Stuttgart: Calwer Verlag, 1994, S. 139-145.

Hier die Predigt als pdf.

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