Rudolf Bohrens Predigt über 2. Korinther 5,1-10 – Das ewige Haus: „Wir kommen zwar nackt zur Welt und müssen nackt von der Welt. – So sagt’s die Heilige Schrift. – Aber wir bedecken unsere Toten. Bei jedem Verkehrsunfall wird sofort eine Decke auf den Toten gelegt. Der Tote soll nicht nackt, nicht entblößt daliegen. – Es ist, als ob ein solches Verhalten ein fernes Echo wäre auf die apostolische Furcht und Sehnsucht, nicht aus­gezogen, sondern überzogen zu werden.“

Das ewige Haus. Predigt über 2. Korinther 5,1-10 Von Rudolf Bohren Als man dem württembergischen Pfarrer Christoph Blumhardt die Nachricht … Mehr

Rudolf Bohren, Predigt als Erzählung (1967): „Der Prediger ist kein Causeur oder Dichter. Er muß nacherzählen. Sein Mangel an Verstand und an Sprachkraft wird damit evident. Er hält sich an eine Vorlage, er erzählt, was andere schon vorerzählt haben. Indem er nach-erzählt, ist von ihm primär nicht Originalität zu verlangen. Er ist nicht Schöpfer seiner Erzählung, sondern ledig­lich Reproduzent; er reproduziert, was tradiert ist und da steht. Er wiederholt, er re-zitiert. So erinnert er.“

Predigt als Erzählung Von Rudolf Bohren »Erzählen im eigentlichen Sinn des Wortes ist unmöglich geworden.« Dieser Satz von Alain Robbe-Grillet … Mehr

Eberhard Bethges Predigt zum 20. Juli, Das neue Alphabet – Gesichtspunkte für das Verständnis des modernen Märtyrers: „Es ist aber ein neuer Typus des christlichen Märtyrers in unsere Zeit eingetreten. Es handelt sich bewusst nicht mehr um einen heilig heroischen, sondern um den schuldbedeckten Zeugen für das Humanum; einen Typus, der sich nicht fernhält von der Welt in exemplarischer Reinheit, sondern bei denen aushält, die verantwortlich oder verloren in Hoffnungen und Bosheiten dieser Welt verwickelt sind.“

Das neue Alphabet – Gesichtspunkte für das Verständnis des modernen Märtyrers Von Eberhard Bethge Ein einsamer Protestant des vergangenen Jahrhunderts, … Mehr

Johann Christoph Blumhardts Predigt zum Reformationsgedächtnis 1879 über 2. Petrus 3,9: „Es ist auch in der protestan­ti­schen Anschauung viel Ausschließung der andern Kirche, wie sie nicht sein sollte und nicht zu dem Wesen der Refor­mation und dessen, was sie brachte, gehört. Man hat wenig Gefühl, wenig Empfindung für diese Kirche. Man kann schonungslos mit den Angehörigen derselben und mit ihren Häuptern streiten und zanken über alle möglichen Sachen, verborgen und öffentlich. Eine Scheidewand ist da, welche auch die protestantische Kirche mit ihrem Licht nicht zu durchbrechen sich anschickt.“

Wenige Monate vor seinem Tod hielt Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) in Bad Boll folgende Predigt zum Reformationsgedächtnis: Der Herr kommt! … Mehr

Friedrich Mildenberger, Predigt über Apostelgeschichte 10,1-11,18: „Wie damals so heute ist der Heilige Geist unserem kirchlichen, menschlichen Streiten und Entscheiden schon voraus. Wir erbitten von ihm, daß er uns die Augen öffnet für sein Wirken und die Ohren für das Wort der Schwestern und Brüder und uns ein mutiges Herz gibt, damit wir zu denen gehören, von de­nen ganz am Ende aller Geschichten und aller Geschichte gesagt wer­den kann: Auch sie sind schließlich doch mitgekommen.“

Predigt über Apostelgeschichte 10,1-11,18 Von Friedrich Mildenberger Am Ende, liebe Gemeinde, ist eine gute Geschichte daraus geworden. Die läßt sich … Mehr

Rudolf Landaus Predigt über Markus 2,1-12 (2019): „Das Dach kann man durchgraben, es besteht aus Zweigen und Schilf, zwi­schen die Tragebalken ge­flochten und mit einer Schicht Lehm abgedichtet. Der Jesus drunten im Raum wird schon etwas eingestaubt sein – aber er wird ja noch viel, viel tiefer um der Menschen willen be­schmutzt, besudelt, bespuckt, geschlagen – als man ihn zum Gekreuzigtwerden führt.“

Predigt über Markus 2,1-12 Von Pfarrer i.R. Dr. Rudolf Landau Eine für Kinder – und erwachsene Gotteskinder – faszinierende Jesus-Geschich­te, … Mehr