Walter Lüthis Predigt zu Matthäus 2,11 „Die Kirche der Unbekannten“: „Die echte Anbetung hat auch Frieden und Freude zur Folge. Friede, wahrhaftiger Weih­nachtsfriede wartet dort, wo ein Mensch zusammen mit den Fremd­lingen aus dem Osten, das heißt angefochten vor dem Kind im Stall, niederfällt und anbetet. So gewiß alle Anbetung der Macht, der Größe und der Güter dieser Welt unfehlbar zum Kriege führt, so gewiß birgt die Beugung unter Gottes Retterwillen den Frieden.“

Die Kirche der Unbekannten. Predigt zu Matthäus 2,11 Von Walter Lüthi «Sie gingen in das Haus und fanden das Kindlein … Mehr

Eberhard Jüngel, Predigt über Genesis 16 (1. Mose 16,1-16): „Gott hört – Gott sieht mich! Wer diese beiden Namen am Ende der Geschichte im Ohr hat, der blickt auf die ganze Geschichte nun doch noch einmal ganz anders zurück. Am Anfang war davon ja nichts zu spüren, daß Gott hört und daß Gott sieht. Am Anfang hieß es nur, Gott habe Sara Kinder versagt. Doch am Ende heißt er gerade wegen dieser Geschichte so: Gott hört – Gott sieht mich.“

Predigt über Genesis 16 (1.Mose 16,1-16) Von Eberhard Jüngel Es gibt Wörter, liebe Gemeinde, die auch rückwärts gelesen einen Sinn … Mehr

Walter Lüthis Predigt über Lukas 2,11: «Euch ist heute der Hei­land geboren», der Heiland meint nicht allein den einzelnen, sondern immer auch die Gemeinschaft. Dieses weihnachtliche «Euch» ist als Tisch in unsere Mitte gestellt. Wenn jetzt auch in der evangelischen Christenheit wieder Christnachtfeiern aufkommen, dann sollte deren Mitte nicht ein Krippenspiel sein, sondern das Abendmahl: «für euch gebrochen, für euch vergossen», für euch! «Euch ist heute der Heiland geboren.»

Christ, der Retter, ist da. Predigt über Lukas 2,11 Von Walter Lüthi Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher … Mehr

Albrecht Goes über das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“: „»Das Schiff geht still im Triebe« —. »Schiff«, »still«, »im Triebe«: die I-Laute sind lauter Innigkeit, lauter nach innen weisende Botschaft. Wohl, der Wind Gottes ist da, der mächtige Liebeshauch, der die Segel treibt, das Brausen des Geistes, Richte und Rückhalt in vielverwirrter Welt.“

Es kommt ein Schiff – Von Albrecht Goes »Ein alter Gesang, so unter des Herrn Tauleri Schriften funden, etwas verständlicher … Mehr

Edith Stein, Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten (1931): „Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch. Das Geheimnis der Menschwerdung und das Geheimnis der Bosheit gehören eng zusammen. Ge­gen das Licht, das vom Himmel herabgekommen ist, sticht die Nacht der Sünde umso schwärzer und unheimlicher ab.“

Die Krippe und das Kreuz. Das Geheimnis von Weihnachten Von Edith Stein Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in … Mehr

Eberhard Jüngel, Predigt über Lukas 21,25-30: „Wenn es unwiderrufbar dunkel wird in unserem Leben, in unserer Welt, dann wird Gott selber das Licht sein, das uns leuchtet und wärmt. Das ist gemeint, wenn es heißt, dass der Menschensohn kommen wird mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und wie das Sonnenlicht die Pflanze dazu bringt, sich aufzurichten und dem Licht entgegenzuwachsen, so wird der in Gottes Licht erscheinende Men-schensohn uns aufrichten: äußerlich und innerlich aufrichten. Er wird aus dem krummen Holz, das wir nach dem Urteil des unbestechlichen Immanuel Kant alle sind, endlich, endlich aufrechte Menschen machen.“

Predigt über Lukas 21,25-30 Von Eberhard Jüngel Liebe Gemeinde! Ziel oder Ende – das ist hier die Frage: Lang er­sehntes … Mehr

Martin Luther in seiner Predigt zu Lukas 21,25-33 von 1522 über die Zeichen der Endzeit: „Darum will Christus uns gewiss machen und aufwecken, daß wir ja gewiss des Tages warten, wenn die Zeichen kommen. Wenn die Zeichen auch ungewiss wären, so laufen doch die keine Gefahr, die sie für gewiss halten, wohl aber die, die sie verachten. Darum lasst uns aufs Gewisse setzen und die obengenannten Zeichen für die rechten halten, damit wir nicht mit den Geistlosen anlaufen: fehlen wir, so haben wirs doch getroffen, fehlen aber die andern, so wirds gefehlt mit ihnen bleiben.“

Predigt über Lukas 21,25-33 (1522) Von Martin Luther Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen … Mehr

Rudolf Bultmanns Adventspredigt über Offenbarung Johannes 3,14-20 (1940): „»Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an!« Das gilt aber endlich und vor allem von dem Worte der Heiligen Schrift, das uns eben zu solcher Wachsamkeit und Bereitschaft ruft. Es spricht hinein in unser Alltagsleben als das Wort aus einer anderen Welt. Es spricht im Grunde schon aus den Kirchenglocken, deren Ton von allen anderen Klängen, die sonst unser Ohr umklingen, verschie­den ist, – eine fremde Stimme in unserer vertrauten Welt. Und es wäre traurig, würde der Klang der Kirchenglocken in unsern Dörfern, unseren Städten je verstummen.“

Predigt über die Offenbarung Johannes 3,14-20 Von Rudolf Bultmann Und dem Engel der Gemeinde Laodicea schreibe: Das sagt der Amen, … Mehr