Vom Segen des Segens: „Unter der Bedingung des Glaubens versagt sich der Segen einer eigenmächtigen Wortmagie. Nur im Glauben an den dreieinigen Gott kann der zugesagte Segen wirklich wahr werden. Das Ja-Wort des Segens – wie es im Kreuzzeichen (signa crucis) sinnfällig wird – ist Jesus Christus, ist er doch „das Ja zu allem, was Gott verheißen hat“ (2Korinther 1,20). Im Zeichen des Kreuzes hat diese Ja-Wort auch dort Bestand, wo eigene Lebenserfahrung durch Leid, Schmerz oder Verlust sich nicht im Segen wiederfinden kann.“

Vom Segen des Segens Die evangelische Liturgie zeigt sich in ihrer formulierten Sprache im Vergleich zur katholischen Messe eher wortkarg … Mehr

Christoph Blumhardt, Auslegung des Aaronitischen Segens (4. Mose 6,24-26): „Was eigentlich der Segen ist, wissen wir nicht. Er umgibt uns wie eine gute Luft und tut uns wohl wie ein schöner Sommertag. Aber er hat eine Kraft; das spüren wir; er legt sich in alles hinein. Der Segen geht mit uns, wenn wir etwas arbeiten, und besonders, wenn wir etwas Gutes tun, leuchtet der Segen über uns. Der Segen kommt vom Angesichte Gottes. Die Freundlichkeit Gottes ist wie die Sonne, die leuchtet, dass der Same aufgeht. Jeder Mensch muss denken: In mir ist ein Same des Guten und Schönen, und es kommt nur darauf an, dass der Segen drüber kommt und der Same aufgehen kann.“

Über den Aaronitischen Segen Von Christoph Blumhardt Der Herr segne dich, und behüte dich! Der Herr lasse sein An­gesicht leuchten … Mehr

Martin Luthers Auslegung des aaronitischen Segens 4.Mose 6,22-27 (Der Segen, so man nach der Messe spricht über das Volk, 1532): „Die Sonne erwärmt und treibt allerlei Gewächse und Früchte, bis sie alles reif und vollkommen macht. So spricht hier der Segen auch uns zu, dass Gott uns nicht allein mit dem Wort der Gnade helle scheinen und uns durch Vergebung der Sünden und dem Erweis seiner Gunst gegen uns fröhlich machen wolle.“

Nein, Luthers Kleinschrift „Der Segen, so man nach der Messe spricht über das Volk“ von 1532 ist alles andere als … Mehr

Martin Luthers Auslegungen des aaronitischen Segens (4.Mose 6,22-27) von 1532: „Gleich als wenn die Sonne wohl hübsch und fein aufgeht, fröhlich scheint und lieblich leuchtet, und doch ein Gewölk und Ungewitter sich wider sie erhebt und ihr den Schein nimmt, dass man keine Sonne mehr sieht, und ist, als wolle sie versinken und sich das Ungewitter überwinden und unterdrücken lassen. Dann mag man wohl zur Sonne sagen: Halte fest, liebe Sonne, und lass dich nicht von den Wolken und vom Wetter unterdrü­cken. Lasse den Tag nicht zur Nacht machen, sondern erhebe dein schönes Licht über alle Wolken und das Wetter und erhalte uns den Tag, dass nicht die Wolken und das Wetter mit ihrer Finsternis den Sieg behalten, sondern du mit deinem schönen Lichte obsiegst und die Oberhand behältst.“

„Der Segen, so man nach der Messe spricht über das Volk, aus dem vierten Buch Mose, Kapitel 6“ heißt die … Mehr