Ein Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff. Hendrik Kurt Carlsen und der Untergang der ‚Flying Enterprise‘ 1952: „Carlsen verweigert sich jedoch einer weiteren Glorifizierung. In einem Interview sagt er: ‚Ich hatte einen Vertrag unterschrieben. Es war meine Pflicht, mein Schiff um die Welt zu führen. Es wäre moralisch falsch gewesen, von Bord zu gehen. Ich möchte nicht, dass der ehrliche Versuch eines Seemanns, sein Schiff zu retten, zu kommerziellen Zwecken benutzt wird.‘ Folgerichtig lehnt er ein 250.000 $-Angebot für eine Exklusivgeschichte im British Daily Express wie auch eine Hollywood-Verfilmung seiner Lebensgeschichte für 500.000 $ ab. Stattdessen fährt er als Kapitän auf dem Nachfolgeschiff Flying Enterprise II weiterhin zur See.“

Ein Kapitän verlässt als letzter das sinkende Schiff. Hendrik Kurt Carlsen und der Untergang der Flying Enterprise 1952 Der Kapitän … Mehr

Reinhold Schneider, Das Weihnachtszimmer: „Die Erinnerungen! Man schöpft sie nicht aus. Man schöpft auch eine Zeit nicht aus, gewiß eine fragwürdige und doch eine reiche Zeit, die sich, was die geistige Leistung betrifft, nicht zu schämen braucht. Auch war sie das Vorzimmer unserer Geschichte, unseres Schicksals.“

Das Weihnachtszimmer Von Reinhold Schneider Durch den Schneefall wehte das Läuten gedämpft vom Markte herab über das Tal. Der Gärtner, … Mehr

Albert Camus, Der Künstler und seine Zeit (L’artiste et son temps, 1957): „Man kann sich zweifellos eine sanftere Flamme wünschen – und ich wünsche es mir auch –, eine Atempause, den richtigen Halt für die Träumerei. Aber vielleicht gibt es für den Künstler keinen anderen Frieden als den, der sich am heißesten Punkt des Kampfes befindet. ‚Jede Mauer ist eine Tür‘, sagte Emerson treffend. Suchen wir die Tür und den Ausweg nicht an­derswo als in der Mauer, gegen die wir leben. Suchen wir stattdessen die Atempause dort, wo sie sich befindet, nämlich mitten im Kampf.“

Der Künstler und seine Zeit Von Albert Camus Ein weiser Mann aus dem Osten bat in seinen Gebeten immer darum, … Mehr

Jochen Klepper über die Vaterunser-Bitte „Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern“ (1940): „Nur in der Vergebung ist Klar­heit. In ihr gewinnen wir Anteil an der Klarheit — der Reinheit und Wahrheit — Gottes und Klarheit über uns selbst. Darum kann auch alle menschliche Klugheit und Stärke der Vergebung nicht entbehren, der Mensch müßte sonst verzichten auf sein allererstes Vorrecht: Klarheit zu erhalten über sich selbst.“

Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern Von Jochen Klepper Diese Bitte ist’s, die alle anderen Bitten … Mehr

Gerhard von Rad über die Tagebücher Jochen Kleppers (1957): „Christlich gelebt, gelitten, gestorben wird auch heute noch allent­halben. Aber diesem zum Buch gewordenen Zeugnis eines Christenlebens, das bis zum letzten Atemzug alle Kraft, alle Beglückung und alle Unruhe aus Gottes Wort gesogen hat, haben wir heute kaum etwas zur Seite zu stellen.“

Die Tagebücher Jochen Kleppers Von Gerhard von Rad Wer davon weiß, wie auch bedeutende Bücher, um in die Breite wirken … Mehr