Die legendäre havarierte Weihnachtskrippe von Fidelis Bentele „Es ist ein Ros“ entsprungen“, die 1956 – viereinhalb Jahre nach dem Schiffsunglück der Flying Enterprise – an der dänischen Insel Rømø strandete

Die legendäre Blockkrippe von Fidelis Bentele in Oberstaufen „Es ist ein Ros“ entsprungen“

Von Werner Dobras

Das Westallgäu besitzt zwar keine sehr alten Krippen, dafür aber doch einige von besonderem Reiz. So sind wahre Prachtstücke aus der Werkstatt des leider schon verstorbenen Künstlers Fidelis Bentele (1905-1987) hervorgegangen. Seine Blockkrippe – eine Krippe aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt – hat geradezu weithin Berühmtheit erlangt. Sie, die der Oberstaufener „Es ist ein Ros entsprungen“ taufte, war im Auftrag des Bischofs von Chicago geschaffen worden und im Dezember 1951 auf die weite Reise geschickt worden. Die „Flying Enterprise“ sollte sie übers Meer bringen. Das Schiff samt Krippe erreichte aber sein Ziel nicht, weil es sank. Die Bentele-Krippe kam fünf Jahre später auf schon fast wundersame Art wieder an Land, genauer gesagt: Sie strandete auf der Däneninsel Rømø. Dort fand sie ein junger Bursche. Als Bentele davon erfuhr, setzte er sich mit dem neuen Besitzer in Verbindung, durch Tausch kam sie schließlich wieder in die Hände von Fidelis Bentele. Die baltische Dichterin Zenta Maurina nahm das Ereignis zum Anlass für ihr Märchen „Das Christkind auf dem Meeresgrund“ und die österreichische Autorin Natalie Beer dichtete aus dem gleichen Anlass „Der Ozean trug sie an Land“.

Quelle: Westallgäuer Heimatblätter, Band 21, Nr. 11, November 2001, S. 41.

Hier der vollständige Text als pdf.

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