Heinz Brunotte über das Zeugnis in der Bibel (1954): „Der Zeuge tritt, genau wie der Apostel oder der Missionar oder Prediger, hinter dem zurück, den er bezeugt. Nicht sein Tod als solcher ist wichtig, sondern das in seinem Tode geschehende und mit seinem Tode verbundene Christuszeugnis. Nur in diesem Sinne gilt der altkirchliche Satz, daß das Blut der Märtyrer der Same der Kirche sei.“

Zeuge, zeugen, bezeugen, Zeugnis in der Bibel Von Heinz Brunotte Das griechische Wort für Zeuge im NT ist martys; das … Mehr

Die Legende vom vierten König: „Sein Stern, der ihn zum König der Welt führen sollte, blieb über dem Pfahl in der Mitte stehen, leuchtete noch einmal auf – es war, als schrie der Stern – und war erloschen. Da traf ihn der Blick dieses Menschen, der da am Pfahl hing. Alles Leid, alle Qual der Erde musste dieser Mensch in sich gesogen haben, so war dieser Blick.“

Die Legende vom vierten König Nach einer alten russischen Legende Wisst Ihr auch, dass nicht drei, sondern vier Könige aus … Mehr

Joachim Tracks Nachruf auf Wilfried Joest (1996) – Zeuge der Menschenfreundlichkeit Gottes: „Über 13 Jahre hat er in der Telefonseelsorge mitgearbeitet. Bei und in all seiner wissenschaftlichen Arbeit bestimmte ihn die Freude am Leben, an seiner großen Familie, am Zusammensein mit Freunden, und der Einsatz für den Nächsten.“

Zeuge der Menschenfreundlichkeit Gottes: Zum Tode des Theologen Wilfried Joest Von Professor Joachim Track Professor Wilfried Joest war einer der … Mehr

Eberhard Jüngel, Licht in der Finsternis (Neujahrsbetrachtung): „Seitdem Gott zur Welt gekommen ist, hat alles in ihr eine noch zu entdeckende neue Bedeutung, hat die ganze Welt ein neues Gesicht gewonnen. Diese neue Bedeutung, dieses neue Gesicht ist das Antlitz einer menschlichen und immer noch menschlicher werdenden Welt, in der der Mensch das Maß aller Dinge ist. Was einst vermessen klang, das hat der christliche Glaube ins Recht gesetzt: Der Mensch ist wirklich das Maß aller Dinge. Denn der Mensch gewordene Gott verweist den nach Gottähnlichkeit dürstenden und dabei doch nur zum Wolf regredierenden Menschen zurück in die ganz und gar irdische Existenz des homo humanus.“

Licht in der Finsternis Von Eberhard Jüngel Das nun zu Ende gehende Jahr war ein finsteres Jahr. Wenige Augenblicke haben … Mehr

Martin Luther über den Beruf des Christen. Aus der Auslegung von Johannes 21,19b-24 (1521): „Daher kommt’s, dass eine fromme Magd, wenn sie nach ihrem Befehl hingeht und nach ihrem Amt den Hof kehrt oder Mist hinaus bringt, oder ein Knecht, der in gleicher Mei­nung pflügt und fährt, auf der richtigen Straße stracks auf den Himmel zugehen, während ein anderer, der nach Santiago wallfahrtet oder zur Kirche geht, aber sein Amt und Werk liegen lässt, stracks zur Hölle geht.“

Über den Beruf des Christen. Aus der Auslegung von Johannes 21,19b-24 (1521)[1] Von Martin Luther 1. [306,17-307,12] Ohne Rücksicht auf … Mehr

Karl Rahner, Dimensionen des Martyriums. Plädoyer für die Erweiterung eines klassischen Begriffs (1983): „Wir dürfen uns das passive Erdulden des To­des nicht einfach nur in der Weise vorstellen, wie wir uns die altchristlichen Märtyrer vor einem Richterstuhl und ihre gerichtliche Verurteilung zum Tod anschaulich zu machen pflegen. Das passive, aber in willentlicher Entscheidung an­ge­nommene Erdulden des Todes kann in ganz anderen Weisen geschehen. Die modernen «Christenverfolger» werden den Christen von heute gar keine Gelegenheit geben, ihren Glau­ben im alten Stil der ersten christlichen Jahrhun­derte zu bekennen und einen Tod durch Ge­richtsbeschluß anzunehmen. Aber ihr Tod kann dennoch in diesen anonymeren Formen heutiger Christenverfolgung ebenso wie bei den Märty­rern alten Stiles vorausgesehen und angenommen werden.“

Dimensionen des Martyriums. Plädoyer für die Erweiterung eines klassischen Begriffs Von Karl Rahner Hier soll der Versuch unternommen werden, für … Mehr

Gustav W. Heinemanns lamettafreie Weihnachtsansprache 1971: „Wir alle wissen es: auch an dieser Weihnacht als dem Fest des Friedens zwischen Gott und den Menschen wird Krieg geführt und Gewalt geübt. Flüchtlinge verlassen ihre Heimat; Kinder rufen nach einem Stück Brot. Menschenrechte werden missachtet. Es steht nicht in unserer Macht, die Kriege draußen in der Welt zu beenden. Um so mehr bleiben wir gerufen, uns in unse­rem Lebensbereich um den Abbau von Konflikten und die Be­wahrung des Friedens zu bemühen.“

Bürgermut Von Gustav W. Heinemann Liebe Mitbürger! Wir alle wissen es: auch an dieser Weihnacht als dem Fest des Friedens … Mehr