Über den rechten Weingenuss (Paidagogos) Von Clemens von Alexandrien 19.1. „Trink ein wenig Wein deines Magens wegen“,[1] sagt der Apostel … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Hans Jonas, Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist: „Mit jedem neuen Schritt (= »Fortschritt«) der Großtechnik setzen wir uns schon unter den Zwang zum nächsten und vermachen denselben Zwang der Nachwelt, die schließlich die Rechnung zu zahlen hat. Aber auch ohne diese Fernsicht stellt schon das tyrannische Element als solches in der heutigen Technik, das unsere Werke zu unseren Herren macht und uns sogar zwingt, sie weiter zu vervielfachen, eine ethische Herausforderung an sich dar – jenseits der Frage, wie gut oder schlecht jene Werke im einzelnen sind.“
Warum die moderne Technik ein Gegenstand für die Ethik ist Von Hans Jonas Daß, ganz allgemein gesprochen, die Ethik in … Mehr
Hans Jonas, Vorwort zu Das Prinzip Verantwortung (1979): „Der endgültig entfesselte Prometheus, dem die Wissenschaft nie gekannte Kräfte und die Wirtschaft den rastlosen Antrieb gibt, ruft nach einer Ethik, die durch freiwillige Zügel seine Macht davor zurückhält, dem Menschen zum Unheil zu werden. Dass die Verheißung der modernen Technik in Drohung umgeschlagen ist, oder diese sich mit jener unlösbar verbunden hat, bildet die Ausgangsthese des Buches. Sie geht über die Feststellung physischer Bedrohung hinaus. Die dem Menschenglück zugedachte Unterwerfung der Natur hat im Übermaß ihres Erfolges zur größten Herausforderung geführt, die je dem menschlichen Sein aus eigenem Tun erwachsen ist.“
Vorwort zu Das Prinzip Verantwortung Von Hans Jonas Der endgültig entfesselte Prometheus, dem die Wissenschaft nie gekannte Kräfte und die … Mehr
Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten: „Das Buch der Psalmen lehrt uns, dass die Situation des Bittenden mit Gott selbst in Verbindung gebracht werden muss, entweder durch Verweis auf dessen früheren Taten oder durch Berufung auf dessen Charakter, insbesondere auf seine Gerechtigkeit, Treue und unerschütterliche Liebe. Psalmgebete wagen es, Gott daran zu erinnern, wer er in seiner Beziehung zu uns ist. Dass eine solche Beziehung zwischen Gott und den Bittstellern nicht zum Ausdruck kommt, ist ein Manko vieler heutiger Gebete.“
Über das Gebet, die göttliche Vorsehung und unser eigenes Bitten Von Jochen Teuffel „Ich sage euch aber, dass die Menschen … Mehr
Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 – In der Zukunft Jesu Christi (1911): „Man betet viel, — du betest, dein Nachbar betet, dein Feind betet, deine Widersacher beten, alles betet; du betest in deiner Sünde, in deinem Stolz, in deiner Leidenschaft, du betest — und die Welt bleibt immer dieselbe, der Widersacher lacht uns aus über unser Beten. Nur dann nicht, wenn wir in der Zukunft Jesu Christi stehen!“
In der Zukunft Jesu Christi. Predigt über Lukas 18,1-8 (1911) Von Christoph Blumhardt Es ist eine Art Geschichte der Zukunft … Mehr
Peter Brown, Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel (The Ransom of the Soul, 2015): „In der Tat konnten die Gläubigen mit den Geldern, die sie durch Wohltätigkeit auf der Erde in den Himmel brachten, sogar ihre eigenen Villen bauen. Der Himmel war nicht nur ein Ort mit großen Schatzkammern, sondern auch mit erstklassigen Immobilien, an denen aufgrund der guten Taten, die auf der Erde mit gewöhnlichem, grobem Geld vollbracht wurden, ständig gebaut wurde.“
Brücke zu Gott. Gedenken an die Armen, Gedenken an die Toten und Schätze im Himmel Von Peter Brown Als die … Mehr
Martin Luther über die drei Stiftungen und Orden in Vom Abendmahl. Bekenntnis (1528): „Die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind diese drei: das Priesteramt, der Ehestand, die weltliche Obrigkeit. Dennoch ist kein solcher Orden ein Weg zur Seligkeit, sondern es bleibt der einzige Weg über diese alle (hinaus), nämlich der Glaube an Jesus Christus; denn es ist etwas ganz anderes: heilig und selig sein.“
Über die drei Stiftungen und Orden Von Martin Luther Aber die heiligen Orden und rechten Stiftungen, von Gott eingesetzt, sind … Mehr
Claus Westermann, Arbeit und Kulturleistung in der Bibel (1980): „Im Werk der Priesterschrift weist der Tag des Ruhens Gottes auf die Gründung des Gottesdienstes voraus; der Rhythmus der Werktage und Feiertage weist darüber hinaus auf das Ganze des menschlichen Lebens, dessen Ziel nicht die Arbeitsleistung, sondern etwas ihr Jenseitiges, in der Ruhe Gottes Angedeutetes ist. Mit dieser universalen Konzeption am Anfang der Bibel ist deutlich gemacht, dass die Arbeit für sie kein letzter Wert ist und daß es eine Verherrlichung der Arbeit als Sinn und Erfüllung des Lebens für sie nicht geben kann.“
Arbeit und Kulturleistung in der Bibel Von Claus Westermann Einleitend ist zunächst ein Wort zum Verhältnis des Alten und des … Mehr
Bernd Janowski, Sühne im Alten Testament und im Judentum (EKL): „Weil der Opfernde, der eine (unwissentliche) Verfehlung begangen hat, sich durch diesen Gestus mit dem Opfertier identifiziert, geht es in dessen Tod real-symbolisch um den Tod des Sünders. Das Proprium der kultischen Stellvertretung ist die im Tieropfer symbolisch sich vollziehende Lebenshingabe des schuldigen Menschen.“
Sühne im Alten Testament und im Judentum Von Bernd Janowski 1. Sühne ist ein Zentralbegriff biblischer Theologie. Neben dem traditionellen … Mehr