Römer 12,9-16 als Wirklichkeitszusage in der Zürcher Bibel Das sind ja die Entdeckungen, die eine andere Übersetzung bescheren können. „Klassisch“ … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Landesbischof Martin Haug gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer (1950/54): „Man macht unserer Kirche ja den Vorwurf, dass wir eben das Kirchenvolk in die Kirche hineintaufen und es dauernd zum Objekt machen. Machen Sie bitte auch in finanziellen Dingen unsere Kirchenglieder je länger je mehr, was an uns liegt, zum Subjekt auf die Gefahr hin, dass vielleicht nicht wenige — ich bekomme ja viele Drohungen — wenn wir ernst machen die Kirche verlassen. Ich würde das sehr schwer nehmen und nehme es in jedem einzelnen Fall schwer. Aber ich würde das leichter nehmen, als dass wir sie auf diesem Weg allein festhalten. […] Wie kommen wir weiter auf dem Wege, auf den uns Gott gestellt hat, von der Staatskirche zur lebendigen Gemeinde?“
Das hat es im Nachkriegsdeutschland tatsächlich gegeben, ein Landesbischof, der sich deutlich gegen den staatlichen Einzug der Kirchensteuer gestellt hat … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigt über das Erste Gebot (2. Mose/Exodus 20,2-3) im Juni 1942: „Der Götzendienst überschattet das ganze Leben“
Dass das erste Gebot eine eminent politische Bedeutung hat, zeigt Hans Joachim Iwand in seiner Predigt am 13. Juni 1942 … Mehr
„dass da draußen einer ist, der uns meint, uns hört und sieht, der uns den Lebensatem einhaucht und damit an den Grund unserer Existenz eine Resonanzbeziehung setzt …“ Hartmut Rosa und die theologische Relevanz des Resonanzbegriffs
Über die Resonanz Von Hartmut Rosa Hartmut Rosa, Taizé-erfahrener Schwarzwaldphilosoph und gegenwärtig der Popularsoziologe in Deutschland, hat mit Resonanz: Eine … Mehr
Hans Urs von Balthasar wider liberalprotestantische Entmythologisierungsprogramme in ‚Komm, du Geist der Wissenschaft‘ (1964): „Welches sind die menschlichen Worte und Gebärden, die zu einer Sprache der Gottheit werden können? Es sind solche, die der Mensch kennt und versteht aus innerweltlichen Zusammenhängen, die aber, von der Gottheit her geredet und getan, ihm die Dinge schenken, die er sich selbst nicht geben kann: Rettung und Erfolg in Not und Streit, Waschung als Reinigung einer Schuld, die weder der Mensch sich selbst noch ein anderer ihm endgültig vergeben kann, Weisheit als Erleuchtung des Geistes, Einsicht in die Rätsel des Daseins von Welt und Mensch, in das Warum von Geburt und Tod, und am Rande noch eine geheimnisvolle Gebärde, die ihm zusichert, daß alles irdisch Vergebliche an einem letzten, dem Menschen unfindbaren Punkt doch nicht vergeblich war, dass im Tode selbst eine bergende, heilende Gnade, eine unsägliche Verheißung und Hoffnung liegt.“
Das war ein Aufreger Anfang der sechziger Jahre, John Robinsons Buch „Honest to God“. In der ZEIT hatte es dazu … Mehr
Hans G. Ulrich, Die Ehe im Zeugnis der Christen und das Recht: „So gewagt es klingen mag, dass das Zusammenleben von Mann und Frau, das wir ‚Ehe‘ nennen, als Gleichnis erscheint für das Zusammenleben von Christus und der Gemeinde, wird damit aber einfach festgehalten, dass die Lebensform von Christen ihrem Leben in der Christus-Gemeinde entspricht. Damit ist auch festgehalten, dass Mann und Frau wie Christus und die Gemeinde in unaufhebbarer Verschiedenheit und ganz bestimmter Zuordnung zusammengehören. Es geht nicht um ein ‚Verhältnis‘, das wie andere Verhältnisse etwa in einem Vertrag zu fixieren wäre, sondern um eine gegebene Zuordnung, in der sich Mann und Frau finden dürfen, wie die Gemeinde in ihrer Zuordnung zu Christus.“
Auch wer Professor Hans G. Ulrichs Einspruch zur „Ehe für alle“ nicht zustimmen kann, sollte sich mit dessen grundlegenden ethischen … Mehr
Jan Twardowskis Klarstellung zu seinem Kinderglauben: „Ich mache mich nicht schön wie eine Ente im Oktober, / und Tränen zum Eingeständnis aller Schuld / werde ich auch nicht vergießen. / Ich werde Ihnen nicht mit dem Kaffeelöffel / Theologie ins Ohr träufeln. / Ich werde mich einfach neben Sie setzen / und Ihnen mein Geheimnis anvertrauen: / Dass ich, ein Priester, an Gott glaube / wie ein Kind.“
Die Gedichte des polnischen Priesters Jan Twardowski sind Gespräche mit Gott oder Mitmenschen, die dessen Glauben geschöpflich verorten. Hier ein … Mehr
Julius Schniewind, Evangelische Metanoia (1935): „Bei Jesus ist, nun anders als beim Täufer, der Bußruf schrankenlos Evangelium, Freudenwort. Umkehr ist Freude, Gott recht geben ist Freude. Bei den Umkehrenden beginnt die Freude der messianischen Zeit, die Hochzeit, das Freuden-Mahl. Es ist Freude, daß von Gott her die Dinge zurecht gebracht werden, die verwirrt und verkehrt waren. Ja, der Bußruf selbst ist Freude.“
Der Neutestamentler Julius Schniewind (1883-1948) war es, der auf die Missverständlichkeit von „Buße“ aufmerksam gemacht und das Evangelium mit der … Mehr
Helmut Tacke, Das seelsorgerliche Gespräch im Schutzbereich des Namens: „Seelsorge im Namen Gottes eröffnet eine Perspektive, in der grundsätzlich dem um Hilfe ersuchenden Mitmenschen das Wort erteilt wird. Im Schutzbereich des Namens kommt der Seelsorgepartner zu Ehren. Die Struktur der Seelsorge zeigt die Umkehrung dessen, was im Gottesdienst geschieht. Seelsorge ist das Gegenstück der Predigt. Der redende Prediger wird zum hörenden Seelsorger.“
Das seelsorgerliche Gespräch im Schutzbereich des Namens Von Helmut Tacke Evangelische Seelsorge geschieht im Namen Gottes. Vom Glanz und dem … Mehr