Die maßvolle Unterscheidung (discretio): „Die monastische Tradition hat die discretio als Tugend hervorgehoben und versteht darunter vor allem das situative Unterscheidungsver­mögen beim Maß-geben und Maß-setzen, das den einzelnen Menschen mit seiner individuellen Bedürfnissen und Veranlagungen berücksichtigt.“

Die maßvolle Unterscheidung. Warum Diskretion mehr als nur Ehrensache ist Unter dem Begriff „Diskretion“ wird im allgemeinen Zurückhaltung bzw. Verschwiegenheit … Mehr

Helmut Tacke über Glaube und Anfechtung (1987): „Das Bild und der Vorgang des ›Herausforderns‹ macht an­schaulich, dass sich der Glaube nicht bei sich selbst verber­gen kann, sondern dass er sich den konkreten Widerfahrnissen des Lebens aussetzen muss. Der Glaube an den in Christus offenbaren Gott ist keine religiöse Provinz, kei­ne unangreifbare Ideologie, sondern ist eine Erkenntnis in Spannung zu anderer Erkenntnis und eine Kraft in der Be­gegnung mit anderen Kräften. Aus diesem Grunde ist der Glaube auch verwundbar, anfechtbar. Eine »feste Burg« (Ps 46) wird nur Gott selbst genannt, nicht unser Glaube.“

Da war Helmut Tacke schon krankheitsbedingt aus dem aktiven Pfarrdienst ausgeschieden, als er ein Jahr vor seinem Tod 1988 in … Mehr

Howard Zehr und Harry Mika, Grundlegende Prinzipien der restaurativen Gerechtigkeit (restorative justice): „Bei restaurativer Gerechtigkeit geht es darum, zu heilen und Unrecht wieder­gut­zumachen. Die Bedürfnisse der Opfer nach Information, Bestätigung, Zeugenaussagen, Strafe, Wiederherstellung, Sicherheit und Unterstützung sind die Ausgangspunkte der Gerechtigkeit. Die Sicherheit der Opfer hat unmittelbare Priorität.

Gerechtigkeit wird mittels Adjektive unterschiedlich durchdekliniert, wenn von austeilender bzw. distributiver, formaler, sozialer, kommutativer oder ausgleichender Gerechtigkeit die Rede ist. … Mehr

Hans G. Ulrich, Wie „Ethik“ zu lernen ist: “ „Ethik“ lernen heißt nicht nur, zu dieser oder jener Sache Stellung nehmen lernen, heißt nicht nur, sich an diesen oder jenen Konfliktpunkten bewegen zu lernen, sondern es heißt zunächst einmal lernen, sich in den Fragen menschlicher Lebenskunst, in Fragen des mensch­lichen Zusammenlebens „ethisch“ bewegen zu können.“

Gestern in Erlangen auf dem Symposion „Die Tradierung der Ethik im Gottesdienst“ anlässlich des 75. Geburtstages von Prof. em. Dr. … Mehr