Martin Luther in seinen Tischreden über den Heiligen Christophorus: „Die Figur des Christophorus sei ein sehr großer, starker Mann, der ein kleines Kind – das Jesuskind – auf der Schulter trägt. Doch das Kind sei so schwer, dass er sich unter seiner Last beugen und krümmen müsse, während er durch das tobende, wilde Meer schreitet. Dieses Meer stehe für die Welt, in der Wellen und Strudel – die Tyrannen, Banden und alle Teufel – ihn bedrängen und verfolgen. Sie wollten ihn um Leib und Leben, Besitz und Ehre bringen. Doch Christophorus hält sich an einem großen Baum fest, der wie ein Stab ist – das ist das Wort.“

Über den Heiligen Christophorus Von Martin Luther Doktor Martin Luther predigte am Gedenktag des heiligen Christophorus und sagte, dass dessen … Mehr

Karl Barth, Das Geschenk der Freiheit (1953): „Ein freier Theologe kommt dabei ganz gemächlich und fröhlich von der Bibel her. Nicht weil es ihm durch irgend eine alte oder neue Orthodoxie eingebläut wäre, dass er von dorther zu kommen habe. Nicht weil er muß also, sondern weil es ihm geschenkt und so erlaubt ist, von dorther zu kommen. Nicht weil er nicht auch andere geistliche und weltliche, ernste und aufregende Bücher (und nicht zu vergessen: die Zeitung) läse und zu schätzen wüsste, aber weil er in der Bibel das Zeugnis vom freien Gott und vom freien Menschen hören und als Schüler der Bibel selber ein Zeuge der göttlichen und der menschlichen Freiheit werden darf.“

Neben dem Vortrag „Die Menschlichkeit Gottes“ von 1956 gilt der Vortrag „Das Geschenk der Freiheit“ von 1953 als Schlüsseltext für … Mehr

Edmund Schlink über die Doxologie bzw. den Lobpreis in seiner Ökumenischen Dogmatik: „Sowohl in den alttestamentlichen Psalmen als auch in den neutestamentlichen Doxologien und in der Geschichte der kirchlichen Liturgie kommt der Lobpreis Gottes in einer immer neuen Plerophorie zum Ausdruck, in der die Uner­schöpflichkeit der göttlichen Vollkommenheit gepriesen wird. Die Unerschöpflichkeit des durch den Namen aussagbar gewordenen Gottes drängt zum Überschwang der Aussagen. Darum braucht es keineswegs eine Entartung des Lobpreises zu sein, wenn er z. B. in man­chen afrikanischen Gemeinden vom wortlosen Jubel und Tanz umgeben ist.“

Was Edmund Schlink 1983 in seiner Ökumenischen Dogmatik in Sachen Lobpreis und Doxologie geschrieben hat, ist immer noch lesenswert: Der … Mehr

Martin Luther über die Heiligung durch Gottes Wort: „Gottes Wort ist der Schatz, das alle Dinge heilig macht; durch ihn sind alle Heiligen selber geheiligt worden. Zu welcher Stunde man nun Gottes Wort betreibt, es predigt, hört, liest oder bedenkt – immer wird dadurch Person, Tag und Werk geheiligt, nicht äußeren Werkes wegen, sondern um des Wortes willen, das uns alle zu Heiligen macht. Deswegen sage ich allezeit, dass unser ganzes Leben und Werk in Beziehung zum Worte Gottes stehen müsse, wenn es Gott gefällig oder heilig heißen soll.“

Gottes Wort ist der Schatz, der alle Dinge heilig macht Von Martin Luther Wir Christen sollen […] täglich mit Gottes … Mehr

Karl Barth, Die Menschlichkeit Gottes (1956): „Gottes Menschlichkeit und ihre Erkenntnis ruft nach ei­ner bestimm­ten Haltung und Ausrichtung des christlich-theologischen Denkens und Redens. Es kann sich mit seinem Gegenstand nie im leeren Raum, nie in blo­ßer Theorie beschäftigen. Theologie kann keine in sich ruhenden oder auch be­wegten Wahrheiten feststellen, bedenken und zur Sprache bringen: weder eine abstrakte Wahrheit über Gott, noch eine solche über den Men­schen, noch auch eine solche über den Verkehr zwischen Gott und Mensch. Sie kann nie monolo­gisch konstatieren, reflektieren, referieren. Beiläufig gesagt: es gibt keine theo­logische Bildkunst. Gerade die Menschlichkeit Gottes läßt sich, weil sie ein Ge­schehen ist, nicht bildlich fixieren. Die Grundform der Theologie ist in Entspre­chung zu ihrem Gegenstand das Gebet und die Predigt. Sie kann selber nur dia­logisch sein.“

Karl Barths Vortrag Die Menschlichkeit Gottes, den er am 25. September 1956 auf der Tagung des Schweizerischen Reformierten Pfarrvereins in … Mehr

Vom Zusammenleben: „Je mehr Menschen auf je eigene Wahlmöglichkeiten und individuelle Entscheidungen aus sind, umso weniger können sie sich in der Gemeinschaft mit anderen wiederfinden. Wählen vereinzelt uns Menschen. Und wenn es dann auf das eigene Lebensende zugeht, haben wir keine eigene Wahl mehr, sondern sind darauf angewiesen, dass jemand sich uns zuwendet und zu uns hält.“

Vom Zusammenleben In diesen Tagen wissen wir das Zusammenleben neu zu schätzen. Wo das Leben auf die eigenen vier Wände … Mehr

Abraham Joshua Heschel über die Ehrfurcht: „Ehrfurcht ist ein intuitives Wissen um die kreatürliche Würde aller Dinge und um ihren Wert für Gott; die Gewissheit, dass die Dinge nicht nur sind, was sie sind, sondern dass sie, wie ent­fernt auch immer, Bürge sind für etwas Absolutes. Ehrfurcht ist ein Gefühl für die Transzen­denz, für den überall gegenwärtigen Hinweis auf Ihn, der hinter allen Dingen steht. Sie ist eine Einsicht, die man besser durch Verhaltensweisen zeigen kann als durch Worte. Je eifriger wir bemüht sind, sie in Worte zu fassen, desto weniger bleibt davon übrig.“

Die Bedeutung der Ehrfurcht Von Abraham Joshua Heschel Ehrfurcht ist ein Weg, mit dem Geheimnis der ganzen Wirklichkeit in Übereinstimmung … Mehr

Spuren Gottes im Garten. Der Garten als Sinnbild unseres Glaubens: „Das eigene Glaubensleben gleicht einem Garten, in dem Früchte wachsen. Dazu bedarf es der bleibenden Bewässerung durch Gottes Wort. Der Glaube kommt eben nicht von selbst. Das Wort Gottes, das wir in der Heiligen Schrift lesen, lässt unser Gottvertrauen wachsen. Weiterhin braucht es das Gespräch mit Gott in Gebet und Lobpreis. Und schließlich hält sich unser Glaube in der gottesdienstlichen Gemeinschaft und in der Teilnahme am Abendmahl Jesu Christi.“

„Spuren Gottes im Garten“ – Der Garten als Sinnbild unseres Glaubens In diesen Tagen hat der Garten eine besondere Bedeutung. … Mehr