Ein schönes Zeugnis über Karl Barths Lehrtätigkeit in Bonn findet sich in dessen Festschrift Antwort von 1956. Geschrieben hatte sie … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Kornelis Heiko Miskotte, Predigt über das Gleichnis vom Schatz im Acker und der kostbaren Perle (Matthäus 13,44-46): „Der Schatz des Evangeliums, des Himmelreichs liegt nicht in einem Goldgräberland, zu dem man mit Spaten und Hacke hinzieht, ungewiss, was man finden wird und ob man genug finden wird, um davon zu leben, wo man aber doch auf jeden Fall etwas finden wird. Nein, es ist ein Wunder. Gottes Königsmacht über die Welt kann nicht logisch oder religiös abgeleitet werden. Die Königsmacht, die Herrschaft der Himmel fällt uns zu, ihre Erkenntnis wird uns geschenkt.“
Da kann einer predigen, wohl eine Stunde lang. Kornelis Heiko Miskotte ist sich des Evangeliums gewiss und sucht in seiner … Mehr
Ernst Wolf, Trauansprache über Römer 14,7-9: „Wir glauben es eben – das ist nicht bloß unser Meinen, unser Wünschen, unser Hoffen, irgendein Überzeugtsein des Gefühls, die Verdichtung eines Sich-Verstehens. Wir glauben es – das weist über sich, über Euch und über uns hinaus auf den Grund des Glaubens, wofern er wirklich Glauben ist, auf den Grund der Liebe, der Treue, der Beständigkeit mitten in aller Anfechtung, der man, wie Erfahrungen lehren, oft nur schwer standhalten kann.“
Trauansprache über Römer 14,7-9 Von Ernst Wolf Das ist sicherlich nicht die beredteste Traupredigt, die Ernst Wolf am 14. August … Mehr
Hans Joachim Iwand, Predigt über das verlorene Schaf und den guten Hirten (Lukas 15,1-7, 1939): „Freude im Himmel und Freude auf der Erde, es ist wie Weihnachten. Es ist, als ob da plötzlich ein Engelschor oben am Himmelszelt wäre, der da sänge: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!« Es ist, als ob es das Wunder aller Wunder wäre, dass eines Menschen Herz gewonnen wird durch den Gang des guten Hirten, durch die Stimme des guten Hirten. Es ist, als ob der Sinn aller Welt, der Sinn der Schöpfung, der Sinn des Himmels und der Erde in dem Einen beschlossen wäre, dass eines Menschen Herz sich bekehrt zu dem lebendigen Gott.“
Das ist wohl die eindrücklichste Predigt über Lukas 15,1-7, die Hans Joachim Iwand noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs gehalten … Mehr
Richard Schaeffler über Erinnerung und Anamnese: „Die Erinnerung an Jesu Tod und Auferstehung befähigt die Christen, Leid und Tod als ‚Gestaltgemeinschaft mit Christus‘ zu begreifen und daraus die Hoffnung auf eine ‚Gleichgestaltung mit seiner Herrlichkeit‘ zu gewinnen.“
Richard Schaeffler wusste wie kaum ein anderer Religionsphilosoph die Liturgie in seinen Gedankengängen zu berücksichtigen, so in seinem Artikel „Erinnerung/Anamnese“ … Mehr
„Am meisten habe ich von meinen Schülern gelernt“ – Stimmt dieser Spruch aus dem Talmud?
Im Traktat Ta’anit des Mischna findet sich folgender Spruch des Rabbi Chanina: „Viel habe ich gelernt von meinen Lehrern, mehr … Mehr
NAMENSgedächtnis statt Gottdenken. Warum Christen nicht an „Gott“ glauben: „Was Menschen Zukunft verheißt, sind weder allgemein Gedachtes noch die Natur, sondern Namen, die glaubwürdige Geschichten tragen. So wird JHWH im Psalmgebet vertrauensvoll angegangen: ‚Du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.‘ (Ps 31,4) Dem biblischen Zeugnis zufolge umfasst der Name all das, was JHWH an seinem Volk Israel und durch seinen Sohn Jesus Christus zum Heil der Völker getan hat. Wer das unaussprechliche Tetragramm überliest, erweist sich als Analphabet des eigenen Lebens.“
Seit meiner Lehrtätigkeit in Hongkong 2002-2008 bearbeite ich einen eigenen Text „NAMENSgedächtnis statt Gottdenken“. Diesen halte ich selbst für die … Mehr
Johann Eberlin von Günzburg über die Pfarrer im Utopiestaat Wolfaria: „Der Bischof soll jedoch fünfzehn Gulden weniger bekommen als die anderen Pfaffen. Unter großer Strafe soll niemand einem Pfaffen etwas besonders für seine Arbeit geben, weder Opfer, Bußgeld noch Seelen-Messen.“
Der Reformator und vormalige Franziskanermönch Johann Eberlin von Günzburg (1460-1533) hat im zehnten seiner „15 Bundsgenossen“, einer Sammlung reformatorischer Flugschriften, … Mehr
„In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kolosser 2,9). Erfülltes Leben und die Vermessenheit maßstäblichen Fassungsvermögens
Erfülltes Leben und die Vermessenheit maßstäblichen Fassungsvermögens Ein Glas randvoll mit Wasser zeigt Fülle an. Jeder weitere Zufluss führt zur … Mehr