Rudolf Bohren, Die Predigt vom neuen Menschen: „Das haben die Gemeinden heute nötig, die Freundschaft der Diener am Wort untereinander und die Pfarrer und Pfarrerinnen haben das erst recht nötig, den Kampf gegen die Hoffnungs­losigkeit einer zerrissenen Kirche, denn die Kraft der Verkündiger wächst aus der Freund­schaft der Verkündiger.“

Die Predigt vom neuen Menschen Von Rudolf Bohren I. Notwendigkeit und Problematik einer Predigt vom neuen Menschen Wir beten: „Dein…

Max Josef Metzgers Adventsbrief ‚Licht leuchtet ins Dunkel‘ 1939 aus dem Augsburger Gestapogefängnis: „Es ist ernste Stunde! Wir wis­sen nicht, wann der Herr die Nationen vor den Stuhl Seiner Maje­stät lädt, wenn Er Sein Reich sichtbar machen wird in der Fülle der Endzeit, im neuen Himmel und der neuen Erde. Irgendwie ist immer solche Ge­richtszeit. Und wir fühlen gerade heute, wie eine große Stunde für die Menschheit schlägt. Vielleicht ist es der letzte Aufruf des Herrn zur Metanoia, zur Umkehr von den We­gen der Gottvergessenheit und des Götzendienstes. Lasst uns je­denfalls bereit sein, wenn der Herr an das Tor klopft, um Einlaß zu begehren, lasst uns das Öl nicht vergessen für unsere Lampen! Die Bereitschaft der Liebe ist das große Gebot der Stunde!“

Da saß Max Josef Metzger nach Georg Elsers Bürgerbräukeller-Attentat auf Adolf Hitler vom 9. November bis 4. Dezember 1939 im…

Karl Steinbauer, Predigt über 1. Korinther 2,2 zur Einweihung der evangelischen Kirche in Seeshaupt 1935: „Nur eine solche machtlose Kirche ist die Kirche der Vollmacht, nur eine solche wehrlose Kirche ist die Kirche mit guter Wehr und Waffen. Wer aber nicht den Glaubensgehorsam aufbringen will dazu, der darf sich nicht wundern, wenn die Vollmacht der Sendung und Verkündigung verloren geht. Den Gekreuzigten der Welt predigen kann nur, wer weiß, dass er damit selber das Kreuz auf sich nimmt und dazu willig und bereit ist. Er, der seine Gemeinde und Kirche unter das Kreuz stellt und zum Gehorsam zum Kreuz ruft, der hat uns ja den Gewinn des Kreuzes selber er­worben durch seinen eigenen Gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.“

Predigt über 1. Korinther 2,2 zur Einweihung der evangelischen Kirche in Seeshaupt (1935) Von Karl Steinbauer, exponierter Vikar, Penzberg (Obb.).…

Friedrich Mildenberger, Die einfache Gottesrede, das Evangelium und das Gesetz: „Ein Gesetz, das nur im Kopf oder im Herzen wäre, ließe uns mit unserem guten Willen allein und letztlich ungeschoren. Weil uns Gottes Reich entgegenkommt, entbindet es das Tun des Guten. Darum ist gerade auch hier eine Revision der traditionellen Gesetzeslehre angebracht.“

Das war einer der letzten Vorträge Friedrich Mildenbergers vor seiner Emeritierung 1994, in dem er sich mit einer lutherischen Gesetzestheologie…

Jürgen Roloff, Die Apostolizität der Kirche und das kirchliche Amt nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift: „Die Kontinuität des Hirtenamts, die sich in der geschichtlichen Abfolge seiner Träger abzeichnet, weist hin auf die Treue, mit der der Heilige Geist den Weg des Gottesvolkes durch die Geschichte begleitet. Recht verstanden, entbindet solche sichtbare Sukzession nicht von der kritischen Frage, ob das jeweilige Amt auf dem Boden des Evangeliums steht.“

Wie nur wenige Bibelwissenschaftler hat mein theologischer Lehrer Jürgen Roloff (1930-2004) die neutestamentliche Amtstheologie für das Amtsverständnis in der Evangelischen…

Lesslie Newbigin, Was müssen wir sein? Der Ruf an die Kirche: „Ein richtiges Verständnis des Evangeliums müsste Christen also fest machen können in ihrer Bindung an Christus als Weg und Wahrheit und Leben. Es müsste sie auch bereit machen können zum Eintritt in einen Dialog echten gegenseitigen Hörens mit denen, die diese Bindung an Christus nicht kennen, bei denen man aber doch etwas lernen kann und muss.“

Was müssen wir sein? Der Ruf an die Kirche Von Lesslie Newbigin Die Gute Nachricht, mit der das Reich, die…

Paul Schempps Grabrede vom Juni 1939 anlässlich der Beisetzung dreier bei Gleisarbeiten verunglückter Gemeindeglieder: „Was könnten wir mehr tun an solch einem Grabe, als die Leidtragenden und uns zu diesem Trost ermutigen: ‚Hofft auf den Herrn!‘ Wie könnten wir uns besser fassen und beruhigen an solch einem Grabe, als indem wir alle in der Tiefe der Seele diesen Anker auswerfen: ‚Ich hoffe auf dich!’“

Grabrede zu Psalm 39,8 Von Paul Schempp Da hat Paul Schempp der Kirchengemeinde Iptingen im Gemeindeblatt vom Juni/Juli 1939 über…