Die Predigt vor dem Kriegsgericht Von Karl Steinbauer Es ist ein Zeichen der Erniedrigung und Herablassung Gottes zu uns Menschen, … Mehr
Schlagwort: Karl Steinbauer
Warum Pfarrvikar Karl Steinbauer bereits im September 1932 aus der NSDAP ausgetreten war: „‚Sixt D’ dort net des klaa Dämpfla aufsteig’n?‘ (So wie etwa im Winter von einem warmen Misthaufen Dampf aufsteigt), ‚Joo des sich i‘. ‚Noo schau n er etz gnau hie.‘ „Etzertla sich’ i in Hoos’n aa.‘ Damit setzte sich der Schreinermeister Andreas Stoll, weiland aktiv gedient beim königlich bayerischen Leibregiment, wieder gewichtig in Marsch. Da habe ich ihn erstaunt gefragt: ‚Stollers Reser, worum Schießt E’r (ihr) no etz den Hoos’n net?‘ Er blieb wieder steh’n und sagte bedachtsam: ‚Waßt D’ Bu(b), wos a richti’er Jeecher is’, der schießt ka Wild, wenn’s in sei’m Bett licht.‘ – Damit setzte sich der ‚Stollers Reser‘, dieses schwergewichtige, bullenhafte – so empfindsame, feinfühlige – Mannsbild abermals in Marsch. Mich hat das Wort: ‚Weißt Du, Bub, was ein richtiger Jäger ist, der schießt kein Wild, wenn es in seinem Bett liegt‘ unvergeßlich tief in mein Bubenherz getroffen.“
Warum Pfarrvikar Karl Steinbauer bereits im September 1932 aus der NSDAP ausgetreten war Das ist sie, die NSDAP-Mitgliedskarte von Pfarrer … Mehr
Anklageverfügung beim Zentralgericht des Heeres gegen Pfarrer Karl Steinbauer vom 4. September 1944: „Dadurch wird beim Zuhörer der Zweifel geweckt, ob das stolze, gläubige Vertrauen des Deutschen in ‚unseren Hitler‘ berechtigt ist, da auch die Christen unter den Engländern und Russen mit demselben Stolz auf ihre Führer blicken. Zugleich frohlocken alle gemeinsam: ‚Uns ist ein Kind geboren‘, sodass beim Zuhörer Bedenken entstehen, ob der Kampf dieser drei Völker gegeneinander – zumindest der Christen unter ihnen – einen Sinn hat. Dadurch wird die Widerstandskraft des Einzelnen im jetzigen schweren Kampf des deutschen Volkes um seine völkische und politische Existenz geschwächt.“
Abschrift der Anklageverfügung beim Zentralgericht des Heeres gegen Pfarrer Karl Steinbauer vom 4. September 1944 Dass Pfarrer Karl Steinbauer vom … Mehr
Johannes Rehm, Gedenken an Karl Steinbauer (1906–1988). Der Widerstand eines bayerischen Pfarrers gegen den Nationalsozialismus: „Steinbauer erinnert daran, dass der Landesbischof einmal gesagt habe ‚den richtigen Weg wissen wir auch, aber der ist nicht gangbar‘ –. Herr Landesbischof, solches Reden ist mir absolut unbegreiflich und tut mir geradezu körperlich weh, weil es an meine Existenz greift. Wenn ich in concreto und in actu geradezu absehen muss vom Auferstandenen und Theologie unverbindliches, theoretisches, spiritualistisches Spekulieren und Philosophieren wird, dann fahre ich lieber wieder Mist wie mein Großvater und baue Korn und Kartoffeln an, denn ich weiß mir nichts Unproduktiveres und geradezu Widerlicheres als Spekulieren. […] Es geht mir um den Glaubensgehorsam gegen den erhöhten Herrn und um Seine Ehre, der wahrhaftig! auferstanden ist und lebt und regiert und von uns nicht pensioniert und nicht zu einem dogmatischen Numinosum gemacht werden will in unseren praktischen Entscheidungen.“
Gedenken an Karl Steinbauer. Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der evangelischen Kirche am Beispiel des Pfarrers Karl Steinbauer (1906–1988) Von … Mehr
Johannes Rehm, Gemeinsam die Schrift ‚abhorchen‘. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer: „‚Unsere Glocken rufen zum Wort der Wahrheit und zum Gebet. Ich würde mich schämen, wieder auf die Kanzel zu gehen, wenn ich wissentlich solchen Betrug mit Glockenläuten gedeckt hätte.‘ Im Hinblick auf das angeordnete Glockengeläut ermahnte Landesbischof Meiser Karl Steinbauer: ‚Die Kirchenleitung allein trägt die Verantwortung und nicht Sie. Wir müssen darauf bestehen, dass Sie sich in Zukunft entsprechend verhalten und meinen Weisungen gehorchen.‘ Daraufhin antwortete Steinbauer unter Berufung auf sein evangelisch-lutherisches Ordinationsverständnis mit dem bis heute in der bayerischen Landeskirche zum geflügelten Wort gewordenen Diktum: ‚Bischof der evangelischen Gemeinde in Penzberg bin ich und nicht Sie. Dazu bin ich installiert.’“
Gemeinsam die Schrift „abhorchen“. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer Von Johannes Rehm Der Pfarrer Karl Steinbauer und seine bayerische Landeskirche hatten … Mehr
Johannes Rehm, Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988). „Worauf setzt Kirche ihr Vertrauen und woran orientiert sie sich in ihrem Reden und Tun? Orientiert sie sich an sogenannten gegebenen Tatsachen oder vertraut sie auf Gottes Verheißungen? Diese Frage seiner Kirche in den verschiedenen geschichtlichen und politischen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts immer neu zu stellen, wurde Karl Steinbauer nie müde. Weil diese Frage uns Christinnen und Christen heute genauso betrifft wie die Generationen vor uns, deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Glaubenszeugnis von Karl Steinbauer.“
Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988) Von Johannes Rehm Gerne komme ich als Leiter eines landeskirchlichen … Mehr
Karl Steinbauer, Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten: „Die Kirche, die ihre Knie nicht mehr beugt vor der gegebenen Tatsache der Verheißung und Zusage Gottes und sie nimmer ernst nimmt, d. h. sie nimmer allein ernst nimmt, die muss sich zwangsläufig beugen vor den sogenannten gegebenen Tatsachen, d. h. diese werden sie beugen und knebeln und sie überwältigen, Herr über sie werden, Herren über sie werden, dass sie sich vor lauter Herren und Tyrannen nimmer auskennt.“
Vom Gehorsam des Glaubens. Mosepredigten (1946) Von Karl Steinbauer Meinen beiden Diaspora-Gemeindender Kirchenkampfzeit:Penzberg – Kochel – Seeshaupt (Obb.) undAy – … Mehr
Johannes Rehm, Gemeinsam die Schrift ‚abhorchen‘. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer: „Die in vieler Hinsicht einmalige und originelle Persönlichkeit Karl Steinbauers eignet sich sicher nicht als zur Nachahmung empfohlenes pastoraltheologisches Modell für alle Zeiten. Trotzdem muss gesehen werden, dass wir in kirchlicher wie gesellschaftlicher Weise vor ähnliche Konflikte gestellt sind.“
Gemeinsam die Schrift „abhorchen“. Karl Steinbauer als Gemeindepfarrer Von Johannes Rehm Der Pfarrer Karl Steinbauer und seine bayerische Landeskirche hatten … Mehr
Karl Steinbauers Lied ‚Wer kann mir binden Gottes Wort‘ (zu 2. Timotheus 2,9) aus der Gefängniszelle 20 in Weilheim (1937): „Wer kann mir binden Gottes Wort? / Es stärkt und tröstet fort und fort / mein Herz, ob ich gefangen lieg, / predigt mir frei des Christus Sieg. / Halleluja!“
Wer kann mir binden Gottes Wort (zu 2. Timotheus 2,9) Karl Steinbauer verfasste das Lied Wer kann mir binden Gottes … Mehr