Günther Bornkamm, »Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 (über das Gebet): „Die Beharrlichkeit, mit der Gott uns zusetzt in diesem Worte Jesu, gibt uns das Kindes­recht frei, Ihm keine Ruhe zu lassen. Wie befreiend fährt Gott mit diesem Wort in den Nebel unserer frommen Gedanken hinein und rückt unsere Vorstellungen vom Gebet in höchster Einfachheit zu­recht.“

»Bittet, suchet, klopfet an«. Predigt über Lukas 11,5-13 Von Günther Bornkamm Liebe Gemeinde! So einfach also muß geredet werden, wenn…

Martin Luther, Vorrede zum Psalter (1528): „Ein menschliches Herz ist wie ein Schiff auf einem wilden Meer, das die Sturmwinde aus den vier Himmelsrichtungen der Welt hin und her treiben. Hier gibt es Furcht und Sorge vor zukünftigem Unglück, dort fährt Grämen mit und Traurigkeit aus gegenwärtigem Übel. Hier weht Hoffnung und Vermessenheit aus zukünftigem Glück, dort bläst Sicherheit und Freude an gegenwärtigen Gütern. Solche Sturmwinde aber lehren, um nun ernst zu reden, das Herz zu öffnen und den Grund herauszuschütten. Denn wer in Furcht und Not steckt, redet ganz anders vom Unglück als wer in Freuden schwebt. Und wer in Freuden schwebt, redet und singt ganz anders von Freuden als wer in Furcht steckt. Es geht nicht von Herzen, sagt man, wenn ein Trauriger lachen oder ein Fröhlicher weinen soll, das heißt: Seines Herzens Grund steht nicht offen und blickt nicht heraus.“

Vorrede zum Psalter (1528) Von Martin Luther Es haben viele heilige Väter den Psalter vor allen anderen Büchern der Schrift…

Martin Buber über Psalm 1: „Der entscheidende Vorgang für das Erkennen ist beim biblischen Hebräisch nicht, daß man einen Ge­genstand betrachtet, sondern daß man mit ihm in Berührung kommt. Diese Grundverschiedenheit entfaltet sich im Bereich des seelischen Verhältnisses zu anderen Wesen, wo die Tatsache der Gegenseitigkeit alles verwandelt: im Mittelpunkt steht hier nicht das Einander-Wahrnehmen, sondern der Wesenskontakt, der »Umgang«.“

Die Wege – Psalm 1 Von Martin Buber Oh Glück des Mannes,der nicht ging im Rat der Frevler,den Weg der…

Eberhard Jüngel, Das Salz der Erde. Zum Verhältnis von Christengemeinde und Bürgergemeinde (1978): „Es geht darum, dass die Kirche sich ihre politische Relevanz nicht erschleicht. Es gibt heutzutage eine gera­dezu obszön zu nennende Versessenheit auf politische Beachtung und ein Geilen nach »poli­tischem« Effekt. Dergleichen kann der wahren Bedeutung der Christengemeinde für die Bürgergemeinde nur Abbruch tun. Denn es pervertiert die Gemeinde Jesu Christi letztlich zu einem epitheton ornans, zu einem religiösen Prädikat der politischen Wirklichkeit.“

Das Salz der Erde. Zum Verhältnis von Christengemeinde und Bürgergemeinde Von Eberhard Jüngel Von Jesus ist bekannt, daß er (nach…

Hans G. Ulrich, Das Zeugnis des Christen und die Politik – Zum Verständnis von Römer 13 bei Karl Steinbauer: „Besonders mit dem Eintreten für das Recht, das Steinbauers Handeln von Anfang an geleitet hat, tritt das Verständnis von Römer 13 und der darin begründeten »Zwei-Reiche-Lehre« deutlich hervor. Das Zeugnis des Christen muß sich nicht im Unge­fähren des politischen Kräftespieles oder gar der Weltanschau­ungen aufhalten.“

Das Zeugnis des Christen und die Politik – Zum Verständnis von Römer 13 bei Karl Steinbauer Von Hans G. Ulrich…

Niels Peter Moritzen über Johannes Goßner (1773-1858): „Als er sich im Februar 1802 um die Pfarre Dorschhausen bewarb, wurde eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet, die mit dem Urteil endete, Goßner für mehrere Wochen ins Priestergefängnis in Göggingen einzuweisen. Die Anklage suchte ihn der Häresie in der Rechtfertigungslehre zu überführen und auch den Glaubenssatz „Christus in uns“ als teilweise häretisch zu brandmarken, Goßner und der Sailersche Kreis sahen Widerstand und Verfolgung als legitimen Teil der Nachfolge an.“

Goßner, Johannes Evangelista (1773-1858) Von Niels Peter Moritzen 1. Leben J.E. Goßner wurde am 14.12.1773 in Hausen bei Ulm als…