Karl Barth über das Gebet als Dienst der Gemeinde (Kirchliche Dogmatik, 1959): „Es geht also im Gebet als ihrem Bekenntnis zu Gottes freier Gnade nicht um eine bloß subjek­tive und bloß subjektiv bedeutsame Frömmigkeitsübung, die ja als solche nur ins Leere stoßen könnte. Im Gebet behaftet die Gemeinde Gott bei seinem sie berufenden, versammelnden, auferbauenden und beauf­tragenden Wort als der Zusage seiner Treue.“

Über das Gebet als Dienst der Gemeinde Von Karl Barth Wir wenden uns nun zu den Grundformen des kirchlichen Dienstes,…

Karl Rahner, Was Hoffnung vermag. Ostergedanken (1972): „Der Glaube tritt vor diesen Jesus, sein Leben, sein Wort, seinen Anspruch an uns und sagt: er lebt. Seine Sache ist nicht untergegangen, nicht durch seinen Tod desavouiert. Aber diese Sache wäre nicht er, sondern eine Ideologie, die man auch ohne ihn haben kann, wenn er selbst untergegangen wäre, würde er nicht leben.“

Was Hoffnung vermag. Ostergedanken Von Karl Rahner SJ Es sollen gleich zu Beginn dieses „Osterartikels“, von dem vermutlich viele Leser…

Helmut Gollwitzers Rede zur ersten Aktion „Brot für die Welt“ von 1959: „Wer den Notleidenden nur Evangelium bringt und nicht zugleich damit tätige Hilfe aus eigenem Opfer, der macht aus dem Evangelium fromme Sprüche und verschuldet, daß die anderen dann ebenfalls meinen, das Evangelium sei nichts anderes als ein frommer Schwindel im Interesse der Besitzenden.“

Rede zur ersten Aktion „Brot für die Welt“ Von Helmut Gollwitzer Was heute Abend an uns geschehen soll — und…

Helmut Gollwitzer, Predigt über Lukas 6,27-35 (1939): „Fürbittgemeinde ist eine barmherzige Gemeinde, weil sie eine reiche Gemeinde ist, weil sie hineingezogen ist in ein Handeln Gottes, in dem Gott nicht das Gesetz der Vergeltung ausübt, in ein Handeln Gottes, wo Gott sich nicht verteidigt hat gegen die Welt, sondern durch die Welt zum Opfer geworden ist für die Welt.“

Predigt über Lukas 6,27-35 Von Helmut Gollwitzer Aber ich sage euch, die ihr zuhöret: Liebet eure Feinde; tut denen wohl,…

Joachim Beckmann, Die Geschichte Gottes mit mir: „Unsere Lebensgeschichte ist Ge­schichte Gottes mit uns. Das ist die Erfahrung meines Lebens. Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch sie machen kann, wenn er sich im Glauben dem Gott vertraut, der allein unserem Le­ben Richtung und Ziel geben wird, wenn wir es uns nur von ihm gefallen lassen.“

Die Geschichte Gottes mit mir Von Joachim Beckmann Ich wurde im Jahre 1901 in einem evangelischen Pfarrhaus des westfälischen Ruhrgebiets…

Eberhard Jüngel über die ethischen Konsequenzen der Rechtfertigung des Sünders: „Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, der wird in jeder menschlichen Person mehr sehen als nur einen Täter oder Untäter. Die Rechtfertigung des Sünders verbietet es, die beste Tat, aber auch die schlimmste Untat, mit dem Ich zu identifizieren, das sie tat. Sie entmythologisiert den Mythos vom sich durch seine Untaten zur Unperson machenden Unmenschen und läßt uns auch im schlimmsten Fall hinter einer trostlosen Lebensgeschichte die menschliche Person entdecken, deren sich Gott selber erbarmt hat. Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, kennt keine hoffnungslosen Fälle. Er erkennt in jedem Fall eine Person, der göttliche Erbarmung widerfahren ist und die eben deshalb auch unter Menschen erbarmungswürdig ist – wie jeder von uns.“

Über die ethischen Konsequenzen der Rechtfertigung des Sünders Von Eberhard Jüngel Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, der weiß, daß…

Eberhard Jüngels Predigt über Genesis 32,23-32: „Wer so wie Israel in den Morgen hineinhinkt, liebe Gemeinde, der hat den Fluch hinter sich, der ist dem Fluch der bösen Tat, dass sie fortzeugend Böses muss gebären, endgültig entronnen. Er geht zwar hin­kend, aber frei davon. Er hat Zukunft. Ja, wer so wie Israel in den Morgen hineinhinkt, dem geht die Sonne auf.“

Predigt über Genesis 32,23-32 Von Eberhard Jüngel Und Jakob stand auf in der Nacht und nahm seine beiden Frauen und…