Franz Kafka in seinem Brief an Oskar Pollak vom 8. November 1903: Verlassen sind wir doch wie verirrte Kinder im … Mehr
Kategorie: Seelsorge
Paul Ludwig Landsberg über den Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens (Die Erfahrung des Todes, 1935): „So enden wir alle hienieden mit dem Tode. Jeder Kampf gegen ihn ist im voraus verloren. Der Glanz eines solchen Kampfes kann nie in seinem Ausgang liegen, sondern nur in der Würde der Handlung selbst. Das Definitive ist das Unvermeidliche.“
Vom Stierkampf als Sinnbild tödlichen Lebens Von Paul Ludwig Landsberg Von Mai 1934 bis Juli 1936 unterrichtete Paul Ludwig Landsberg … Mehr
Hildegard Schaeder, Ostern im KZ (1947): „Es war Ostermorgen, das zweite Ostern im Lager, an dem eigentlich mir die Vergasung bestimmt war. Ich gab der jungen Frau die Hand, wünschte ihr ein gutes Ostern, was sie freundlich erwiderte, und sagte darauf: „ich kann unsere Beiden in dem Straftransport nicht vergessen, ich sehe sie immerfort vor mir“. „Sie haben selbst Schuld“, meinte sie mit steinernem Gesicht. Da wußte ich, daß diese das Leben der Beiden auf dem Gewissen hatte. Ich hielt ihre Hand fest: „wer von uns ist denn ohne Schuld?“ Sie ließ mir ihre Hand.“
Hildegard Schaeder (1902-1984), Mitglied der Dahlemer BK-Gemeinde, hatte schon kurz nach der Reichspogromnacht 1938 Hausbesuche bei jüdischen Mitbürgerinnen angeregt und … Mehr
Friederike Popp, Gott in uns retten. Annäherung an Etty Hillesum (1914-1943): „Kurz vor ihrem Tod findet Etty ein intimes, kostbares Verhältnis zu ihrem Schöpfergott, der ihrem untergehenden Leben einen Sinn gibt: Sie wird Gott helfen zu bleiben! Gott wird in ihr selbst wohnen, in ihrem Wesenskern, mitten in jener Welt, in der Menschen einander ausrotten. Diese neue Sicht wird ihr zur innersten Gewissheit: Gott in sich selbst Raum geben – darin erfährt sie Rettung und Heil.“
Gott in uns retten. Annäherung an Etty Hillesum (1914-1943) Von Friederike Immanuela Popp Am 9. März 1941 erhielt in Amsterdam … Mehr
Eberhard Jüngel, Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen: „Eine Hoffnung kennt die Bibel, eine einzige. Gewachsen ist der tödlichen Beziehungslosigkeit nach biblischem Urteil nur die schöpferische Liebe, die selbst da, wo die irdischen Lebensverhältnisse zerbrechen, der Ödnis des Todes neues Leben abringt.“
Mitten im Leben sind wir vom Tode umfangen Von Eberhard Jüngel Von zweierlei Kreativität – Theologische Bemerkungen zum Aphrodite-Projekt und … Mehr
Albrecht Goes, Erstes Sterben (1938): „Der Vikar weiß plötzlich, wovor er sich gefürchtet hat vorhin; er hat gefürchtet, seine eigene Stimme zu hören, hier im gleichen Raum, wo schon der Tod zuhört. Er hat sich gefürchtet, aber nun ist es nicht furchtbar; nichts dünkt ihm glaubwürdiger, nichts wirklicher als diese von weit her kommende Stimme: „Bitte, beten.“ Er weiß nicht, daß es seines Amtes ist, bei Sterbenden zu beten; er kommt sich nur vor wie ein Kind, das aufgerufen ist.“
Eindrücklich, wie Albrecht Goes von seinen ersten Erfahrungen als Pfarrvikar in einer Landgemeinde zu erzählen weiß: Erstes Sterben Von Albrecht … Mehr
Johannes Hamel über Julius Schniewind (1949): „Als wieder ein Anfall kam und er vor Schmerzen stöhnte und wimmerte, stieß er heraus: ‚Ich will doch zuletzt meinem Gott keine Schande machen.‘ Und kurz vor seinem Tode sagte er mir, es war das letzte Gespräch: ‚Ich kann nicht mehr beten, der Schmerz ist zu groß. Aber ich klammere mich an den, der allezeit für mich betet.‘ Und dann ließ er sich Psalmworte vorsprechen, in denen er so oft für einen anderen gebetet hatte.“
Julius Schniewind Von Johannes Hamel „Wenn Sie Exegese des Neuen Testaments lernen wollen, gehen Sie zu Schniewind nach Königberg“, sagte … Mehr
Die Vision aus dem Buch der Offenbarung ins Bild gesetzt: „Und der Engel zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus. Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, steht ein Baum des Lebens.“
Heute beim Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen des Benild-Hospizes in der Kollegskirche in Illertissen sind die Worte aus dem Buch der … Mehr
Karl Rahner, Was Hoffnung vermag. Ostergedanken (1972): „Der Glaube tritt vor diesen Jesus, sein Leben, sein Wort, seinen Anspruch an uns und sagt: er lebt. Seine Sache ist nicht untergegangen, nicht durch seinen Tod desavouiert. Aber diese Sache wäre nicht er, sondern eine Ideologie, die man auch ohne ihn haben kann, wenn er selbst untergegangen wäre, würde er nicht leben.“
Was Hoffnung vermag. Ostergedanken Von Karl Rahner SJ Es sollen gleich zu Beginn dieses „Osterartikels“, von dem vermutlich viele Leser … Mehr