Eberhard Jüngel, Predigt über Lukas 21,25-30: „Wenn es unwiderrufbar dunkel wird in unserem Leben, in unserer Welt, dann wird Gott selber das Licht sein, das uns leuchtet und wärmt. Das ist gemeint, wenn es heißt, dass der Menschensohn kommen wird mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und wie das Sonnenlicht die Pflanze dazu bringt, sich aufzurichten und dem Licht entgegenzuwachsen, so wird der in Gottes Licht erscheinende Men-schensohn uns aufrichten: äußerlich und innerlich aufrichten. Er wird aus dem krummen Holz, das wir nach dem Urteil des unbestechlichen Immanuel Kant alle sind, endlich, endlich aufrechte Menschen machen.“

Predigt über Lukas 21,25-30 Von Eberhard Jüngel Liebe Gemeinde! Ziel oder Ende – das ist hier die Frage: Lang er­sehntes … Mehr

Martin Luther in seiner Predigt zu Lukas 21,25-33 von 1522 über die Zeichen der Endzeit: „Darum will Christus uns gewiss machen und aufwecken, daß wir ja gewiss des Tages warten, wenn die Zeichen kommen. Wenn die Zeichen auch ungewiss wären, so laufen doch die keine Gefahr, die sie für gewiss halten, wohl aber die, die sie verachten. Darum lasst uns aufs Gewisse setzen und die obengenannten Zeichen für die rechten halten, damit wir nicht mit den Geistlosen anlaufen: fehlen wir, so haben wirs doch getroffen, fehlen aber die andern, so wirds gefehlt mit ihnen bleiben.“

Predigt über Lukas 21,25-33 (1522) Von Martin Luther Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen … Mehr

Rudolf Bultmanns Adventspredigt über Offenbarung Johannes 3,14-20 (1940): „»Siehe ich stehe vor der Tür und klopfe an!« Das gilt aber endlich und vor allem von dem Worte der Heiligen Schrift, das uns eben zu solcher Wachsamkeit und Bereitschaft ruft. Es spricht hinein in unser Alltagsleben als das Wort aus einer anderen Welt. Es spricht im Grunde schon aus den Kirchenglocken, deren Ton von allen anderen Klängen, die sonst unser Ohr umklingen, verschie­den ist, – eine fremde Stimme in unserer vertrauten Welt. Und es wäre traurig, würde der Klang der Kirchenglocken in unsern Dörfern, unseren Städten je verstummen.“

Predigt über die Offenbarung Johannes 3,14-20 Von Rudolf Bultmann Und dem Engel der Gemeinde Laodicea schreibe: Das sagt der Amen, … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über Lukas 18,1-8 von 1915: „Sehen wir heute die Welt im Kriegsgeist wie einmütig, warum sollen wir nicht auch im Geist Gottes einmal erleuchtet werden? Sehen wir Völker in der Begeisterung aufwachen und im eitlen Wahn immer nur auf ihren Sieg warten, wie wenn dann etwas geholfen wäre — vielleicht könnte auch Gott es machen, daß man einmal begeistert wird für das Gute, für das Wahrhaftige, für den Frieden? Aber nur sein Geist wird es machen, nur sein Geist kann dem Geist der Welt entgegentreten.“

Beten und nicht laß werden! Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Der Heiland sieht auch in große Städte hinein. … Mehr

Christoph Blumhardt, Predigt über Lukas 18,1-8 (1899): „Was wollt ihr denn? Was laufet ihr denn so fromm da herum? Wollt ihr leben wie andere Menschen und eurem Egoismus, eurer Selbstsucht leben? Wollt ihr euch ein­bilden, ihr könnt es durchbringen auch ohne die andern? Wollt ihr wieder von Jesus weg und gerade so blinde Menschen werden wie die andern? Was wollt ihr denn, ihr Christen? Wollt ihr in euren Kirchen sitzen und es euch da gemütlich machen, wie die andern Leute in ihrem Geld? Wollt ihr hinsitzen und euch erbauen, wie andere in ihrem Theater? Zu was seid ihr denn da, ihr Christenleute? Ihr seid zu nichts anderem da, als dass ihr das Reich Gottes herschreiet.“

Das Schreien vor Gott. Predigt über Lukas 18,1-8 (1899) Von Christoph Blumhardt Dieses Gleichnis ist sehr bezeichnend für das Werden … Mehr

Christoph Blumhardts Predigt über das Gleichnis von der bittenden Witwe (Lukas 18,1-8) von 1897: „Die Staaten haben nichts im Sinn als ihre Soldaten, ihre Polizei und ihre Gesetze, aber nach Gott fragt man nicht; der gilt nichts, und da sind dann Verhältnisse in der Menschheit, soziale und gesellschaftliche, in Handel und Wandel und Gewerbe und Erfindungen der heutigen Welt, die nützen alle nichts. Je gescheuter die Leute werden, um so weniger wollen sie Feuer werden fürs Reich Gottes.“

Die Witwe. Predigt über Lukas 18,1-8 Von Christoph Blumhardt Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, daß man allezeit beten … Mehr

Hans Joachim Iwand über die Kirche und Israel (Predigtmeditation zu Epheser 2,19, 1946): „Es war schon längst ein Haus Gottes, ein Volk Gottes da, es war längst Gott offenbar in seinem Willen und seiner Verheißung, es war längst Of­fenbarung geschehen, es war, wie Luther gern sagt, Kirche da seit Beginn der Welt. Es war ein Volk da, das sich Gott zum Eigentum erwählt hatte und das er wunderbar ge­führt, mit dem er sich in einzigartiger Weise verbunden hatte.“

Predigtmeditation zu Epheser 2,19 (Wochenspruch 7. Sonntag nach Trinitatis) Von Hans Joachim Iwand So seid ihr nun nicht mehr Gäste … Mehr

Karl Barth, Predigt über Psalm 103,1-4 (1943): „Irgendwo wächst jetzt schon das Holz heran, aus dem man einmal deinen Sarg machen wird, und irgendwo ist ein Stück grüner Erde, und das wird einmal aufgeworfen werden, um dein Grab zu sein. Und irgendeinmal wird die Stunde kommen, da werden deine Freunde und deine Verwandten dorthin ziehen, und du wirst auch dabeisein, aber dich wird man tragen oder fahren, und du wirst eine rätselhafte, leblose Masse, eine Leiche sein.“

Predigt über Psalm 103,1-4 (1943) Von Karl Barth Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über 2. Korinther 5,1-10 – Das ewige Haus: „Wir kommen zwar nackt zur Welt und müssen nackt von der Welt. – So sagt’s die Heilige Schrift. – Aber wir bedecken unsere Toten. Bei jedem Verkehrsunfall wird sofort eine Decke auf den Toten gelegt. Der Tote soll nicht nackt, nicht entblößt daliegen. – Es ist, als ob ein solches Verhalten ein fernes Echo wäre auf die apostolische Furcht und Sehnsucht, nicht aus­gezogen, sondern überzogen zu werden.“

Das ewige Haus. Predigt über 2. Korinther 5,1-10 Von Rudolf Bohren Als man dem württembergischen Pfarrer Christoph Blumhardt die Nachricht … Mehr