Andrew F. Walls, Das Prinzip der Übersetzung in der christlichen Geschichte (The Translation Principle in Christian History): „Der christliche Glaube beruht auf einem göttlichen Akt der Übersetzung: ‚Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt‘ (Johannes 1,14). Jedes Vertrauen, das wir in die Übersetzbarkeit der Bibel haben, beruht auf diesem vorausgegangenen Akt der Übersetzung. Es gibt eine Geschichte der Übersetzung der Bibel, weil es eine Übersetzung des Wortes in Fleisch gab.“

Das Prinzip der Übersetzung in der christlichen Geschichte Von Andrew F. Walls Übersetzung und Inkarnation Politik ist die Kunst des … Mehr

Walter Brueggemann, Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit zu. Das große Drama des trinitarischen Hymnus „Heilig, heilig, heilig“: „Singen ist eine Kunst, die eine Art von Freiheit mit sich bringt, die sich der analytischen Kontrolle entzieht. Singen ist in der Welt ziemlich unvernünftig und legt Zeugnis von einer alternativen Realität ab. Eine Antwort auf die Frage „Warum singen wir?“ lautet daher, dass wir im Singen unsere von Gott gegebene Menschlichkeit zum Ausdruck bringen und verwirklichen können, die durch körperliche Freiheit, unzensierte Artikulation und das Engagement der ganzen Person gekennzeichnet ist.“

Die Schöpfung singt der Dreieinigkeit zu. Das große Drama des trinitarischen Hymnus „Heilig, heilig, heilig“ Von Walter Brueggemann Warum singen … Mehr

Rolf Wischnaths Pfingstpredigt über Genesis 11,1-9 (2023): „Gott hält Gericht, indem er das von den Menschen Angerichtete zulässt, aber er tut es, um ihnen – in all diesem so Angerichteten – einen neuen Namen zu geben, d.h. ihnen eine neue Identität zu schaffen. Er will die Menschen nicht aufgeben, sie nicht sich selbst, in der Fremde und der Befremdung von ihm lassen. Es soll zu neuer Gemeinschaft und zu neuem Segen und darin zur Ehre Gottes und zur Ehre des neuen von Gott uns gegebenen Namen kommen – ein Name, der nicht bedroht ist durch eitle Selbstbezogenheit.“

Pfingstpredigt über Genesis 11,1-9 Von Rolf Wischnath Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Als sie nun nach … Mehr

Eugene H. Peterson about Gerhard von Rad and his commentary on Genesis: „On page after page I found confirmation of my first impressions of the commentator: strong, spare, ascetic, mystic. In and behind the sinewy scholarship, I was conscious of urgency and faith. Lives were at stake here. Every sentence counted. Theology was wedded to philology.“

About Gerhard von Rad and His Commentary on Genesis By Eugene H. Peterson I met Gerhard von Rad only once, … Mehr

Helmut Gollwitzers Predigt über Jesaja 6,1-8 zu Trinitatis 1938 in Berlin-Dahlem: „Einen gemal­ten Löwen im Bilderbuch kannst du dir lange gemächlich be­trachten und dir alle möglichen Gedanken dazu machen. Aber wenn der Löwe dich im Busch anspringt, dann ist alles anders und hat mit jenem Betrachten nichts mehr zu tun. So ist es auch etwas ganz anderes, wenn ein Mensch nicht nur über Gott nach­denkt, sondern Gott dem Menschen in seinen Weg tritt und das dröhnende Heilig-Rufen der Engel für einen Augenblick an un­ser Ohr braust.“

Nachdem Martin Niemöller am 1. Juli 1937 verhaftet worden war, übernahm Helmut Gollwitzer dessen Predigtdienst in Berlin-Dahlem. Von ihm stammt … Mehr

Eugene Peterson, „Gesegnet“. Predigt über Psalm 1: „Die drei abgelehnten Lebensweisen gehen vom „Gehen“, „Stehen“ und schließlich „Sitzen“ aus – von der Aktivität zur Passivität, von der Dynamik zum Sitzen, zur trägen Unbeweglichkeit, zur inneren Gefangenschaft. Dantes unterste Höllenbewohner waren in eine Eisschicht gehüllt und in ihren Sünden erstarrt.“

„Gesegnet“. Predigt über Psalm 1 Von Eugene Peterson Der schottische Pastor Alexander Whyte war zwar schon lange tot, als ich … Mehr

Eduard Schweizer, Was ist der Heilige Geist? Eine bibeltheologische Hinführung (1979): „Der Heilige Geist kann den Menschen in eine Aufgabe rufen und ihm zugleich die Schwere seines Weges aufzeigen. Er kann die überbordende Freude schenken und zugleich die Nüchternheit der Liebe, die die andern nicht vergisst. Er kann «protestantisch» und «katholisch» und «charismatisch» reden.“

Was ist der Heilige Geist? Eine bibeltheologische Hinführung Von Eduard Schweizer Wie kann man den Heiligen Geist von allen möglichen … Mehr

Walther Zimmerli, Jeremia, der leidtragende Verkünder: „Das ist es, was da zum Ausdruck kommt, wo der Verkündiger nicht einfach unbeteiligt das göttliche Wort ausrichtet, sondern sich selber mit seiner ganzen Person hineingebunden weiß: mit seinem Volke, und noch viel mehr, mit Gott selber mitleidend richtet er seine Botschaft aus. Nochmals werden wir an dem, was am Kreuze Christi geschehen ist, nicht vorbeischauen können. Da, wo das Lamm Gottes der Welt Sünde selber ans Kreuz getragen hat, da ist das Geheimnis dieses »Mitleidens« dessen, der Gottes Wort in seiner Person selber ist, in letzter Gültigkeit sichtbar geworden.“

Jeremia, der leidtragende Verkünder Von Walther Zimmerli Das Alte Testament berichtet uns manches davon, wie Israel seine Gottes­dienste gehalten hat. … Mehr

Sibylle Lewitscharoffs Predigt über „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Johannes 8,7b, 2015): „Einen hochaggressiven Schäferhund, der mich hetzen wollte, habe ich mal zur Ruhe gebracht, indem ich mich auf einen Stein setzte, in den Himmel schaute und ihm auf Schwäbisch etwas vorgesungen habe (natürlich hat auch der Dialekt geholfen, auf Hochdeutsch hätte das womöglich nicht so gut funktioniert). Das Viech wurde ruhig und alsbald ziemlich lieb.“

Predigt über „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“ (Johannes 8,7b) Von Sibylle Lewitscharoff … Mehr