„Ich halte mich hörend hin“ – Intratextuelle „Einlegung“ in die Heilige Schrift nach Fridolin Stiers „Wort Gottes oder Heilige Schrift“: „Wenn ich das Buch öffne, betrete ich geheiligte Stätten. Sinai und Sion, der Berg, darauf der Herr geredet, der Hügel, auf dem er gelitten, die Felsenkammer, daraus er sich lebend erhoben, sie nähern sich mir. Ich erfahre wun­dersame Gegenwart des zeit- und räumlich Fernen … Wenn ich das Buch öffne, wandelt sich mir, durch all mein entfer­nendes Wissen hin, das Dort in ein wahres Da, das Damals in ein wirkliches Jetzt.“

Der westallgäuer Alttestamentler und Bibelübersetzer Fridolin Stier (1902-1981) ist mir seit meinem Lehrvikariat in Lindau mehr als nur ein Begriff. … Mehr

Martin Luther über die Auferstehung mit Christus in seiner Predigt über 1.Korinther 15,20-22: „Christus ist aller Christen Haupt. Er ist (aus dem Grab) hervorgekommen, also werden ihm die Hände und der Rücken nachfolgen. Es wird nicht nur um den Kopf gehen, sondern um den ganzen Leib, ob er schon jetzt in der Erde liegt. Wie die Weiber sagen: Wenn bei einem Kindlein bei der Geburt der Kopf hervorgekommen ist, hat’s nicht mehr not; andernfalls (ist Gefahr im Verzug). So ist das Haupt der Herr über den Tod und Teufel. Durchs Evangelium, das Sakrament und die Taufe werden wir ihm eingeleibt. Wenn wir ihn für unser Haupt halten, was soll da noch unser Tod bedeuten? Der ist nur ein Schlaf.“

In einer Predigt über 1.Korinther 15,20-22 vom 13. Oktober 1532 hat Martin Luther die endzeitliche Auferstehung mit Christus mit einer … Mehr

Die Osterbotschaft im Aeternus-Kreuz gefasst: „So können wir im Kreuz Christi Vertrauen zu dem dreieinigen Gott finden. In der Vierung des Kreuzes lässt sich Gottes Liebe zu den Menschen erahnen. Von ihr ausgehend lässt sich der Tod auf das ewige Leben durchschauen. Wo unser Leben auf das Kreuz Christi trifft, gehen wir bei Gott nicht verloren. Seine Liebe ist stärker als der Tod, stärker als unsere Gottlosigkeit, treuer als menschliche Versprechen. Seine Liebe nimmt uns durch das Kreuz Christi hindurch zu sich in die Ewigkeit.“

Die Osterbotschaft im Aeternus-Kreuz gefasst Der Stahlbildhauer Hermann J Kassel hat über das von ihm geschaffene Altarkreuz in der katholischen … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt zu Römer 5,1-11 vom 11. März 1945: „Die Hoffnung des Glaubens lebt nicht an der Wirklichkeit vorbei, sondern sie führt euch mitten da hindurch, mitten durch die Trübsale, mitten durch die Leiden. Hier erst zeigt sich, ob euer Glaube wirklich Glaube ist, ob er die Kraft hat, durchzuhalten, ob er unverwüstlich ist, unverwüstlicher als alle die Verwüstungen, die Krieg und Not, Schuld und Irrtum um euch und in euch hervorrufen. «Trübsal bringt Geduld.» Die Welt ist der Kampfplatz, auf dem euer Glaube sich bewähren muss.“

Nachdem Hans Joachim Iwand schon 1942 eine Predigtmeditation zu Römer 5,1-11 veröffentlicht hatte (wieder abgedruckt in: Hans Joachim Iwand, Predigtmeditationen. … Mehr