Neue Luther-Bibel 2017: Warum ist eigentlich David immer noch bräunlich? (1.Samuel 16,12): „Aufschlussreich ist nun, dass in der Luther-Bibel in 1.Mose 25,25 bezüg­lich Esau das hebräische Adjektiv admoni traditionsgemäß mit ‚rötlich‘ übersetzt wird, während sich das selbe Wort bezüg­lich David eben in ‚bräunlich‘ (1.Samuel 16,12; 17,42) verwandelt hat. Für Luther könnte Grund zur Vermeidung der Haar­farbe ‚rot‘ bezüglich David ge­wesen sein, dass auf spätmittelalterli­chen Bildern Judas als Verräter durch die rote Haarfarbe ge­kenn­zeichnet ist. Und auch Esaus rötliche Haarfarbe wird in der Kir­chengeschichte moralisch abgewertet, so wenn der Kir­chenvater Ambrosius schreibt: ‚Esau näm­lich war der Typus der Bosheit, Jakob wie­derum trug die Gestalt der Güte.'“

Neue Luther-Bibel 2017: Warum ist eigentlich David immer noch bräunlich? (1Samuel 16,12) In der neuen katholischen Einheitsüberset­zung 2017 wird in … Mehr

Hans G. Ulrich, Kritisches zu Heinrich Bedford-Strohms Vorwort zur neuen Luther-Bibel: „Das Buch ist nicht ‚uns (d.h. den Christen) heilig‘, wie das Vorwort sagt, sondern es ist die ‚Heilige Schrift‘, das heißt Gottes Wort, die Schrift, die Gott heiligt. Man kann alles einfach und doch radikal anders sagen. Es wäre dann auch die Gesamt-Perspektive eine andere als dass die Bibel ‚zum Leben hilfreich‘ sein möge, statt, dass sie das Buch eben mit jener Botschaft ist, die zum Glauben ruft und den Glauben trägt.“

Hans G. Ulrich, emeritierter Professor für Systematische Theologie und Theologische Ethik an der Universität Erlangen-Nürnberg, hatte mich auf das Vorwort … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Römer 8,33-39 (1955): „Nun lasst uns noch einmal alle diese Mächte ins Auge fas­sen, die gegen uns auftreten werden, den Tod und das Leben, die Engel und die Gewalten, die Gegenwart und die Zukunft und die Mächte, das Hohe und das Tiefe, ja, was auch immer nur denk­bar ist an Geschaffe­nem im Himmel und auf Erden. Sie können vielleicht sehr viel, sie können uns erschrecken und zu Boden werfen, sie können uns ängsten und in Schwachheit und Verzagtheit stür­zen, aber eines können sie nicht, sie können uns nicht mehr trennen von dem, dessen Hand nach uns gegriffen hat, sie können uns nicht mehr trennen von der Liebe Gottes, die das letzte Wort haben wird, so gewiss, als sie das erste hatte in unserem Leben.“

Predigt über Römer 8,33-39 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? … Mehr

Gerhard von Rad, Predigt über 4. Mose/Numeri 22-24 (Ausschnitte aus der Bileam-Erzählung): „Auf welcher Seite stehen denn nun die besseren Realisten? Sind es die, die dieses »Wir heute« so an­spruchs­voll im Munde führen, sind sie die besseren Realisten? Oder ist ihnen unser Erzähler im Vorsprung, wenn er den Segen Gottes für eine Wirklichkeit, für eine Macht hält, von der wir Tag und Nacht unbewußt leben, so dass wir verloren gingen, wenn wir uns nicht in ihr bergen könnten. Hier entscheidet es sich doch erst, was die eigentliche Wirklichkeit unseres Lebens ist.“

Eine nachdenkliche Predigt zur Bileam-Erzählung (vgl. dazu auch Rads Rundfunkvortrag „Die Geschichte von Bileam“): Predigt über 4. Mose 22-24 (Ausschnitte … Mehr